Schlagwort: Tagebuch

Hierfür gibt es keine Überschrift

Ich wollte keine Blogpause machen. Es war nicht geplant. Ich hatte nicht die Nase voll. Ich benötigte nicht einfach eine computerfreie Zeit (,die es sowieso nicht wahr). Ich habe es einfach verbummelt, bin rausgekommen. Irgendwie.
Mein letzter Beitrag war vor 2,5 Monaten. Es war Anfang Juli.
Seitdem habe ich einen schönen Sommer verbracht.
Und dieser neigt sich nun zu Ende.
Seit der Herbst seine ersten Vorboten sendete (ich finde morgens in der Frühe spüre ich es immer am Ehesten, wenn der Herbst so langsam Einzug erhalten möchte), seit bestimmt einigen Wochen schon, kam dann so langsam der Gedanke ans Bloggen wieder. (mehr …)

Neue Jobausrichtung am 25.06.16 oder die perfekte Fremdenführerin

Ich habe meine neue Jobbestimmung gefunden!
Ich hatte heute D zu Besuch in meiner Stadt. D kam zwei Wochen nach mir in der Reha-Einrichtung an und zum Glück hatten mich zu diesem Zeitpunkt die Therapeuten schon etwas aufgepimpt. Denn so konnte ich bei regenreichen Abenden mit D Tischtennisspielen bis der Ball eine glühende Spur auf der Platte hinterließ. D wollte auch mal einen Wochenendausflug machen und kam heute um 10 Uhr morgens in meiner (mehr …)

Handgeschriebenes wiedergegeben am 06 Mai 16

Ich schreibe zur Zeit viel per Hand.
Ich habe ein Notizbuch mit vier Fineliner in verschiedensten Farben auf meinem Nachtisch und entlade jeden Abend mein Hirn. Heute jedoch musste ich schon am frühen Abend schreiben. Ich musste nochmals durch meinen Tag bis zu diesem Punkt durchgehen, an welchen ich anfing zu schreiben:

FullSizeRender(1)06.05.16, Freitag = Brückentag

06:30 Uhr: aufstehen, bin von selbst aufgewacht. Sogar noch vor dem Wecker. Bad, Frühstücken, anziehen, Küchentisch aufräumen.

08:00 Uhr: Starte das Geschäftslaptop. Kontaktiere nach erfolglosen rumprobieren den ServiceDesk, weil mein Laufwerk nicht da ist. ServiceDesk macht rum, richtet es dann aber doch.

09:00 Uhr: Starte das Ausfüllen eines Fragenkatalogs für eine (Achtung Unwort!) Auschreibung. Ich klicke mich durch das Einkaufsportal des Anfragenden und bekomme eine Wut auf DirtyHarry und auf Sibli, weil diese die Sache niiiiiiiiieee mit der Genauigkeit betrachten, wie ich es tue und wie ich es erwarte. Ich versuche mich zu beruhigen und sage mir, dass ich eventuell zu genau bin. Ich muß mehr Laissez-faire üben.

09:45 Uhr: Das Einkaufportal mach mich wahnsinnig. Schon wieder ärgere ich mich. Das Gefühl ist stark. Ich stelle fest, das Gefühl Wut mag ich in mir nicht. Ich kontaktiere verbotenerweise unsere Hauptansprechpartnerin. Gemeinsam vereinbarten wir eine Lösung.

10:00 Uhr: Upload der Fragen. Sicherheitsmail an die Hauptansprechpartnerin.

10:10 Uhr: Gehe nochmals ins Bad und richte mich noch ein bisschen her.

10:25 Uhr: Mach mich auf (zu Fuß, soll mich ja viel bewegen) zur Kosmetikerin, die mich von einem ganz üblen Ferunkel am Kinn befreien soll.

10:45 Uhr: Kosmetikerin foltert mich. Anschließend sagte sie ich soll in die Apotheke und Zugsalbe kaufen.

11:20 Uhr: Ich bin bei der Stadtverwaltung. Ich möchte meinen neuen Personalausweis abholen. Die Schlange der Wartenden ist lang. Ich werde ungeduldig.

11:45 Uhr: Die Stadtverwaltung ist gegenüber einer meiner Lieblingslokation. Ich kann nicht widerstehen. Also gehe ich noch schnell zum Geldautomat um die Ecke und hole Bares, um mich dann in die Sonne zu setzen und in meiner Lieblingslokation ein vegetarisches Mittagsmenü und eine Kirschschorle zu bestellen. Das Mittagsmenü schmeckt wunderbar.

12:50 Uhr: Der Laden, vor dessen Schaufenster ich immer stand, wenn dieser geschlossen hat, fällt mir ins Auge. Ich gehe hinein. Ich kaufe eine schwarze, leichte und edle Sommerhose und diese mint-grüne Jeans, die ich schon so oft im Schaufenster betrachtete. Außerdem eine neue Geldbörse und einen Geburtstagsgutschein für Schwesterchen.

13:30 Uhr: Ich gehe in den Buchladen, weil ich ein Ausmalbuch für eine liebe Bekannte kaufen möchte. Sie wohnt weiter weg und ich habe Ihren Geburtstag vergessen. Im Buchladen verfalle ich in Sammlerrausch. Ich kaufe mir 2 schöne Notizbücher, mir auch ein Ausmalbuch und einen Roman. Im Hinterstübchen weiß ich, dass ich zuviel Geld schon wieder ausgebe. Ich unterdrücke dieses Wissen. Mein Sammlerrausch geht weiter, in dem ich einen Haufen kostenfreier Leseproben mitnehme. Ich setze mich an einen Tisch in der Buchhandlung und trinke zwei Tassen Kaffee, während ich in einem Buch über Upcycling blättere. Meine Gedanken bleiben nicht bei der Sache. Ich bin wie unkonzentriert.

14:50 Uhr: Ich packe meine Sachen und gehe in die Apotheke, um mir die Salbe zu holen. Die Apothekerin kennt meine Medikation seit der KH-Entlassung und meinte, mein Gesamtbild betrachtet, ich solle mich doch nochmals vom Arzt überprüfen lassen.

15:15 Uhr: Ich laufe nach Hause. Ich spüre ein widerliches stechen in meine linke Schulter hinein und mein linker Arm kribbelt. Mir wird schwindelig. Nur eine meiner üblichen Beschwerden. Durch das stetige Gehen auf den Nach-Hause-Weg wird das aber besser.

15:40 Uhr: Ich bin zu Hause und beschließe zur Post zu radeln, um  meine Retoure von meiner letzten Online-Bestellung abzuliefern. Im Briefkasten war ein Schreiben der Rentenversicherung, mit der Bitte an einer Studie über mein Krankheitsbild teilzunehmen, um die Rehaqualität sicher stellen zu können. Ich fülle den Fragebogen sofort aus und nehme diesen auch gleich mit zur Post.

16:00 Uhr: Post

16:05 Uhr: Ich merke, dass ich sehr unruhig bin. Fast schon nervös. Irgendwas brodelt in mir. Ich gehe zu der Terasse eines Lokals gegenüber der Post. Fast hätte ich nachgegeben und mir dort ein warmes Gericht oder einen großen Salat bestellt. Ich höre in mich hinein und stelle fest, dass das Gefühl in mir kein echter Hunger ist. Es ist was Anderes. Also bestelle ich lediglich einen frischgepressten O-Saft und ein Wasser. Meine nervösen Hände beschäftige ich damit, dass ich meine alte Geldbörse ausräume und die Neue ein.

16:45 Uhr: Ich radele nach Hause.

16:55 Uhr: Zu Hause setze ich mich auf die Vortreppe in die Sonne. Ich bin immernoch innerlich unruhig. Gedanken kreisen und finden doch nicht die Ursache. Ich stelle fest, ich treibe schon seit längerer Zeit regelrechte Wohnungsflucht. Um genau zu sein schon seit bald über einem Jahr. Ich kann fast nie gleich nach der Arbeit nach Hause. Ich trieb mich sehr oft dann noch bis ich müde war irgendwo rum. Ich beschließe wieder einmal den guten Vorsatz mich um meine Wohnung zu kümmern und mich mit ihr zu versöhnen.

17:05 Uhr: Obwohl ich vielleicht besser zur Ruhe kommen sollte, zumindest sagt dies der tobende Vulkan in mir, bringe ich noch einen Korb Wäsche in den Keller in die Waschküche, räume die gelaufene Maschine aus, befülle sie wieder. Räume den Trockner aus und befülle ihn. Streiche die Kleidung aus dem Trockner glatt. Ich bin zu nervös um mir vorzustellen, einfach…

17:25 Uhr: Die Unruhe macht mich fahrig. Ich weiß nicht, was ich als nächstes tun soll. Ich bin kopflos. Nach einigen hin und her setze ich mich nun schließlich hin und schreibe meinen Tag auf. Jetzt, während dem Schreiben, wird es besser. Ich werde mit jeder niedergeschriebener Tagesetappe ruhiger. Meine Kreativität wird gerade angeregt. Es kommen Bilder in meinen Kopf, was ich für mich in meiner Wohnung tun kann. Ich möchte auf jedem Fall einen Platz schaffen, der für Genuß, Kreativität und freie Entfaltung steht. An diesen Platz wird dann nicht gearbeitet, außer es wäre für ein Hobby. Keine Überweisungen, die ich tätigen soll, werden mich ablenken. Keine Stapel Unterlagen, die sortiert werden müssten, sollen dort in meinen Blick sein. Ein Platz der Muße! Jetzt um 17:55 Uhr ist das beschlossene Sache. Das ist es was mir in meiner Wohnung fehlt. Klare Plätze! Alles ist bei mir durcheinander in meiner Wohnung. Und in mir auch! Und eine Spülmaschine: die fehlt mir auch 🙂 Ich muss Soni fragen, wo sie ihre Kleine her hat. Unbedingt! Jetzt rufe ich noch T-Omi an. Und dann gibt es Abendessen, das ich zu Hause esse. Ich gehe nicht schon wieder aus.

Möchten, müssen und Pläne am 15 Apr 16

Eigentlich hätte ich wirklich Lust einen Freitags-Füller zu schreiben. So einen einfachen Eintrag, mit lediglich 5 bis 10 Punkten. Allerdings passt das Hippelige in meinen Finger, welches mich hier wild über die Tastatur fliegen lässt so ganz und gar nicht dazu.
Ich komme gerade von einem gemütlichen Abend, mit Himmelstürmer, gemütlich sitzend an der Bar in einer unserer Lieblings-Lokations, dem Burger-Grill-Restaurant. Wir haben es uns einfach ein paar Stunden gut gehen lassen, und weil wir uns ziemlich früh schon um 18 Uhr getroffen haben, bin ich nun auch schon wieder zu Hause. Was mir aber wiederum ganz gut in den Kram passt, denn mein Kopf ist prall gefüllt von Dingen und Ideen, die es morgen und übermorgen zu erledigen gilt ~ im guten Gegenübergleichstand zu den Dingen und Ideen, welche ich erledigen MÖCHTE. Das „MÖCHTE“ stellt einen entscheidenden Unterschied zu dem „gelten“ bzw. „müssen“ dar. Darauf möchte ich ausdrücklich hinweisen.
Ich denke, ich werde mich dazu entschließen, zuerst einmal einfach schlafen zu gehen, morgen aufzustehen und dann mal schauen, was morgen noch in der gefühlten Priorität ansteht. So viel mal zum ersten Plan.
Oh, apropos PLAN: Himmelstürmer und ich haben so verrückte Sachen gemacht, wie das wir ein Brainstorming erstellt haben, mit welchem wir innerhalb von 3 Minuten alle positiven Dinge aufgeschrieben haben, die uns für uns selbst einfallen. Einer meiner positiven Seiten ist: Ich habe immer einen Plan, selbst wenn der erste Plan nicht anschlägt, gibt es bei mir Plan B… Plan C… Plan D…
Dies wiederum macht mich zu einem hochflexiblen Charakter, dem es zu dem auch noch niemals langweilig wird! —–LÄUFT!——