Schlagwort: Mann

Blame me for….

LEAVING YOU IS ALL THAT YOU CAN
BLAME ME FOR
LEAVING YOU
IF YOU LIKE IT OR NOT
KIND OF STRANGE BITTER TASTE
IT’S GONE TOO FAR
IF YOU LIKE IT OR NOT

Die Happy – Leaving you

 

Ich hatte heute eine Brief erhalten.
Interessenlos öffnete ich wie immer, wenn ich abends nach Hause komme, den Briefkasten. Nahm an, dass nur Werbung, Mitteilungen und Rechnungen rauskommen werden. Doch ich hielt auch einen blauen Briefumschlag in der Hand.  Mein Name und meine Anschrift mit Füller darauf geschrieben.
Er war von FWB-Danny.
Der Brief beinhaltet 10 Seiten Handgeschriebenes.
Eine lange Erklärung, warum er sich ab Mitte November bis ich unsere Affäre… unsere praktische Einrichtung…. unsere irgendwas-keine-Beziehung beendete, so seltsam verhielt und wieso sein Verhalten sich so schnell in etwas steigerte, das ich nicht nachvollziehen konnte.
Und dann hagelte es nach der Erläuterung die nächsten Seite Vorwürfe über mein Unverständniss…. darüber, dass er alles gegeben hätte, was ich wollte und er sich von mir in einer seiner schwärzesten Stunden weggeworfen fühlte.
Anscheinend hätte sein Ärztin in der Klinik zu diesem Brief ihn geraten, zu dieser Aussprache, die er wohl dringend benötigte.
Nun ja…. ich hätte mich beim Beenden der Beziehung am 10.12. auch gerne ausführlich mit ihm darüber unterhalten, aber das war in seinem Zustand nicht möglich für mich.
Ich kann Danny-FWB nicht vorwerfen, dass er mich nicht gewarnt hätte.
Er hat die Karten zu Beginn gleich offen auf den Tisch gelegt.
Ich habe dementsprechend auch mit mir gehadert, ob ich mich weiter auf Etwas einlassen soll und wurde dann „gefangen“.

Schluß gemacht habe ich, weil Danny-FWB am 13.11 das erste Mal seltsame Äußerungen machte, nachdem ihm zwei eigentlich sehr lustige Missgeschicke passiert sind. So ist ihm zum Beispiel sein Handy in die Toilette gefallen. Ich würde da über mich selber lachen. Doch Danny sinnierte darüber, warum ihm  solche Dinge passieren und das sehr ernsthaft.
Dann steigerte sich das sehr schnell, fast täglich verschlechterte sich sein Gemütszustand und seine Sicht auf die Welt.  Bis zu der Wahrnehmung von ihm, dass alle sich in einer Intrigen gegen ihn verschworen haben: seine Kollegen, seine Familie, staatliche Einrichtungen, seine Freunde und auch ich.
Ich bin nämlich von Mitte November ab und den ganzen Dezember seiner Meinung nach mit Absicht so viel im Aussendienst gewesen, weil ich bestimmt was gegen ihn habe und nicht, weil es einfach mein Job ist.  Und wenn ich z.B. mit einem Kollegen unterwegs war zu einen Kunden, hat er mich ausgefragt, was genau wir im Auto besprochen hatten, weil er glaubte wir hätten uns die ganz Fahrt zum Termin nur über ihn unterhalten und vielleicht hätten wir dann Pläne ausgeheckt, wie wir Danny schaden können.
Zum Schluß ging er nicht mehr an seinen Briefkasten, weil er die nächste Verschwörung darin erwartete, denn alle wollen ihn nur noch fertig machen.

Am 22.11. hab ich Danny-FWB das letzte mal gesehen, dannach wollte ich ihn nicht mehr in meiner Wohnung haben und erst recht keinen Fuß in seine Bleibe mehr setzen. Aber er hat mich noch regelmäßig angerufen und ich konnte die ganze Tragödie so weiter verfolgen.
Ich habe dann am 10.12. Abends Schluß gemacht, weil ich das Gefühl hatte, ich möchte mich selbst schützen.

Ja, ich habe ihn nicht unterstützt.
Nein, ich sehe mich für sein Leiden überhaupt nicht in der Verantwortung. Ich bin nicht verantwortlich für seine Gespenster.  Und ja, ich konnte mit dieser übertriebenen Reaktion nicht umgehen und sah mich auch nicht als die Person in Danny’s Leben, die das muss.
Ja… eiskalte Schulter – aber so ist es eben. Ich kann mich nicht zwingen, in einer auch für mich stressigen Zeit, noch die letzten Ressourcen an einem Menschen zu verbraten, den ich nicht liebe. Und es war so… ich mochte Danny-FWB, aber ich liebte ihn nicht.
Als ich das Abschiedsgespräch beendet hatte, hätte ich mich am liebsten selbst geohrfeigt, weil ich schon früher hätte gehen sollen. Aber man soll der Vergangenheit nicht nachwiegen. Nur das Jetzt und die Zukunft zählt. Und unter Anbetracht dieses Gesichtspunktes habe ich in diesem Falle mich nun mit dem Beenden gut um mich gekümmert.

Danny hat eine Drogenvergangenheit – auch mit harten Drogen.
Danny gestand mir in dem Brief, dass er vor seinem Schizophrenen-Paranoiden-Anfall Cockain geschnupft hat und Chrystal Meth an einem Wochenende zu sich nahm, an dem wir uns nicht sahen…. und darauf hin die Paranoia und die Schizophrenie laut seiner Ärtzin wieder ausgelöst wurde.

Vielleicht antworte ich etwas auf seinen Brief.

Aber jetzt im Moment trage ich meinen Kopf arrogant hocherhoben.
Am Ende seines Klinik-Aufenthaltes und am Ende seiner Therapie wird Danny vielleicht erkennen, dass er mir gar nichts, aber auch nicht das geringste vorwerfen kann – außer vielleicht wirklich, dass ich nicht früh genug gegangen bin und außer dem,  dass tatsächlich ich es war, die ihn verlassen hat und der berrechtigte Vorwurf, dass ich mit seiner Sicht der Welt nicht einer Meinung bin.
Aber eine, die auf Geschäftstermine im Winter gerne Twinsets und Perlenohrringe trägt, kann eben auf so etwas nicht…

All that you can blame me for is that
I stayed too long
everything you take me for is definitely wrong
you won’t get another chance to prove
your faith in me
all that you can blame me for is that I disagree

Entwaffnende Männer – oder ich kann nicht, weil er zu anständig ist!

Raise your weapons!
Raise your weapons!

 

Es gibt Männer, die berauben mich meiner Waffen.
Bzw. machen sie mich lammfromm und brav, so dass ich meine Waffen nicht zücke und nicht einsetzte….

Was sind meine Waffen?
Frechheit, Lächeln, Flirten, Anspielungen, den Ball zu spielen und wieder annehmen, mit dem Feuer spielen, Kokettieren, Charme, Interesse am Gegenüber, Necken, Weiblichkeit….
Ich kann mit diesen Eigenschaften gekonnt und taktisch umgehen.

Meistens….

 

Doch dann gibt es diese Männer, da geht das nicht.
Da kann ich nicht spielen. Es funktioniert einfach nicht!

So eine Art Mann ist Mo-Potential Nr. 8.
Wieso?
Er ist selbst so schüchtern und macht einen so dermaßen hochanständigen Eindruck, dass ich einfach nicht mit diesem Charakter flirten und spielen kann.
Es ist schlicht weg unmöglich.
Er ist höflich, nett und klug.Ich habe Mo-Potential Nr. 8 nun bereits schon das vierte Mal diesen Samstag gesehen.
Jedes Mal werde ich behandelt wie eine Dame.
Aber: es fliegen nicht die Fetzten, bzw. es sprühen nicht die Funken.
Diese Schüchternheit von Mo färbt auf mich ab und entwaffnet mich.
Ich kann ihn mit meinen weiblichen Waffen sozusagen nicht abknallen….

Und daweils bin ich ja so eine, die gerne ausprobiert…. ich probiere gerne aus, wie küsst das Gegenüber? Wie fühlen sich seine Arme um mich herum an, wenn er mich hält?
Aber verdammt nochmal!!! Ich will auch umworben werden! Ich will flirten! Und wenn das alles sich gut anfühlt, dann will ich das ganze Paket testen – dann will ich mit dem Mann ins Bett. So bin ich nun mal – ich muß ausprobieren!
Aber so wie es aussieht kommt es bei Mo-Potential Nr. 8 gar nicht dazu, denn ich brauche auch dass beide Parteien miteinander „spielen“.

*Großer*Stoßseufzer*

Nun ja…. wie dem auch sei.
Wir waren am Samstag in dem Film „Monsieur Claude und seine Töchter“ – ein großartiger Film!
Dannach waren wir was trinken im Irish.
Und nach meinem Viertelchen Rotwein habe ich ihn ermutigt, was das Zeugs hält!
Ich habe zu Mo-Potential Nr. 8 gesagt, dass er gerne auch spontan bei mir anrufen darf…. Jederzeit!!!
Und dass er auch gerne jederzeit sagen darf, wenn er was mit mir machen will oder eine Idee hat!
Oh man, also… eigentlich kann ich mich ja gleich ihm auf den Bauch binden.

Auf jedem Fall sind alle vier Treffen zu stande gekommen, weil er mich sehen wollte, aber nichts konkret machte und ich in das Konktete ganz klar hinein führte!
Jetzt mag ich irgendwann nicht mehr. Entweder er will, und tut auch mal selbst… oder er will nicht! Punkt-aus-Ende-Fertig-Amen!

Oder ich übe an Mo-Potential Nr. 8. Irgendwie werde ich es ja wohl schaffen über meinen Schatten zu springen und auch meine Waffen einzusetzten, wenn ein Kerl eben selbst keine hat…. Das könnte ich natürlich auch tun, ich weiß nur nicht, ob ich wirklich diese Zeit investieren möchte.

Bad Boy = YES! oder: You love me, and I froze in time

Spiel mit dem Feuer!
Spiel mit dem Feuer!

Tja… jetzt sind es nun 3 Wochen her, dass die erste verhängnissvolle Nacht mit Danny war.
3 Wochen her, dass ich mir fest selbst einredete, ich darf ihn nie wieder sehen.
Doch ich habe die Rechnung ohne Danny gemacht… ich habe das Bad-Boy-Gen nicht mit einkalkuliert.
Bad Boys wissen nämlich immer was zu tun ist.
Bad Boys holen sich was sie wollen.
Bad Boys jagen. Bad Boys erlegen. Bad Boys brechen jede Gegenwehr!

An dem Samstag, als ich ihm sagte, dass wir keinen Kontakt mehr haben werden (ja… ich habe es durchgezogen), ging dieses Vorhaben ihn aus meiner Kontaktliste und aus meinem Leben zu streichen natürlich gewaltig in die Hose.

Ich kam an dem verabredeten Treffpunkt an und hatte mich nicht einmal hergerichtet. Wozu auch? Ich wollte Danny ja schließlich ins Nirvana schießen und nicht ihn verführen. Pferdeschwanz, mein Make-up noch vom Tag, keine besondere Klamotte… Clear Weekend-Style eben.
Und schon als ich auf ihn zulief, und er da so lässig an seinem Motorrad lehnte, dachte ich mir schon: „Du kleine Sau! Das machst Du EXTRA, weil Du genau weißt, wie das aussieht, wie Du da so auf mich wartest!“
Ich marschierte hin, er wollte mich in den Arm nehmen und mich küssen. Ich wehrte ab….
Und dann sprach ich ohne Umschweife darauf los:
„Also… Danny… danke, dass Du gekommen bist. Ich bin allerdings hier, um Dir zu sagen, dass wir uns nicht wieder sehen werden. Ich möchte keinen Kontakt mehr zu Dir. Es liegt nicht an Dir. Ich habe ein Problem mit meiner eigenen Abhängigkeit in Beziehungen und merke, dass ich auf den besten Weg bin, hier wieder reinzurutschen. Ich möchte das nicht, und glaube auch nicht, dass Du eine feste Klammeraffen-Freundin möchtest und deshalb beende ich das, bevor etwas entsteht. Ich wünsche Dir einen schönen Abend und viel Erfolg auf Deinem weiteren Lebensweg. Tschüss!“
Gesagt… auf dem Absatz umgedreht…. und gegangen.

Tapfer, oder?
Ich habe es extra so gesagt, dass es ein Problem bei mir ist und nicht ein Problem bei ihm, weil ich keine Diskussionen alá „jeder hat eine zweite Chance in seinem Leben verdient, nachdem er was verbockt hat“ wollte. Außerdem stimmt es. Ich mache mich in Beziehungen zu schnell emotional abhängig. Also…. hab ich nicht mal gelogen.

Ja…. Ähm… Aber…. Ich kam ungefähr 5 Schritte weit.
Dann spürte ich wie ich hochgehoben wurde und Danny mich über seine Schulter warf! F*ck! Was fällt dem ein! Klar, hab ich gezappelt und geschrien und gemotzt. Danny lief einfach weiter, so als wären meine 62 KG ein Fliegengewicht. Irgendwann hatte Danny Mitleid und dachte sich wohl auch, das es nicht gerade bequem ist, wie ein Sack Kartoffeln über die Schulter geschmissen zu werden, und veränderte meine Position ohne das meine Füße auch nur eine Sekunde den Boden berührten. Jetzt trug er mich so, wie ein Mann auch eine Frau tragen sollte. Ich japste nach Luft und nach meiner Fassung. Er küsste mich und meinte: „Wenn ich das tue, dann hälst Du wenigstens die Klappe!“
Er trug mich eigentlich durch die ganze Stadt. Es war wunderbar lau. Nach circa 5 Minuten kamen wir in unserem kleinen Stadtpark an. Dort zielte er diese Gitter-Liegen an, die dort herumstehen. Setzte mich ab und sagte zu einem Typen, der da gewartet hat: „Danke fürs Reservieren. Wir sind nun da… kannst gehen… ich melde mich dann morgen bei Dir. Hast was gut bei mir…“
Ich glaube, ich sah aus, wie ein Goldfisch, da ich ungfähr dasselbe Gesicht machte, weil mein Mund kreisförmig offen stand.
Er hatte einen Kumpel für sich abgestellt, um uns die Liegen zu reservieren! Der Mann hat Personal!
Er nahm seinen Rucksack, packte zwei Decken aus. Breitete diese auf den Liegen aus… und „befahl“ (jawohl, ihr lest richtig: Danny bat mich nicht, er befahl es mir!) mir mich zu sezten.
Ich schnaubte wie ein Dampfross. Das passiert bei mir immer in einem gewissen Stadium des Aufregens. Dann krieg ich kein Wort mehr raus, weil ich mich so aufrege und japse und schnaube nur noch.
Und ich regte mich unglaublich auf!
Danny ignorierte das und packte fröhlich weiter aus. Fackeln… die steckte er rund um die Liegen in die Wiese… Wein, Picknick-Weingläser und Antipasti.
Irgendwann sprach er dann auch endlich und meinte knallhart: „Ich habe mir gleich gedacht, dass Du keine einfache Person bist und durch-und-durch Prinzesschen. Also, dachte ich mir, ich behandele Dich eben so, wie man nicht-einfache-Personen und Prinzessinnen behandelt…“ und grinste sein höchst-unverschämtes-überlegenes Grinsen.
Ich regte mich immer noch auf, weil er mich und meine klare Aussage doch übergangen hatte – musste aber gestehen, dass ich das ganze auch unglaublich cool fand! (Verdammter Mistkerl! Grrrgrrr!)
Und dann sagte er: „Außerdem glaube ich Dir nie im Leben, dass Du das was Du sagtest ernst meinst. Denn Du hast mir nicht in die Augen gesehen und Deine Lippen haben gezittert…“
Worauf hin er mich küsste, mir ein gefülltes Picknick-Weinglas reichte…. und ich glaube, das war der Moment in dem er mich eigentlich schon hatte.
Aber natürlich musste ich noch einmal motzen… ist ja klar, oder… ist ja auch eine Sache des Stolzes – also noch mal gemotzt: „Du hinterlistiger Scheißkerl… ich werde…“
Weiter kam ich nicht. Ich wurde geküsst und mir wurde Antipasti in den Mund geschoben.
Was soll eine Lady da noch machen?
Also, haben wir den Abend genossen. Es war soooooo was von absolut-verdammt-scheiße romantisch… Mit diesen Fackeln…. und der Sternenhimmel über uns… und so draußen, in dieser Sommernacht.
*Hach*Mach*Seufz*
Also es dann weit nach Mitternacht war… unzählige guter Gespräache später… und es wurde kühler… packte Danny ganz selbstverständlich zusammen… nahm mich an der Hand… und lief mit mir heim… zu meinem „heim“.
Ich schloß die Türe auf, während er bereits meinen Nacken mit leichten Bissen bearbeitete…
Und wir verbrachten wieder eine wundervolle Nacht miteinander.
Meine Güte, dieser Typ ist so ein dermaßen guter Liebhaber! Das ist wirklich unglaublich. Mein Körper ist für ihn ein Instrument, auf dem er hervorragend zu spielen weiß.
Und auch diesesmal schaffte er es, was zuvor Keiner bisher geschafft hat. Ich habe mich so fallen lassen, dass es fast schon gefährlich ist. (Vernunft? Was ist Vernunft?)
Es ist absolut fremd, was schon alleine mit passiert, wenn nur seine starken Hände mich anfassen… meine Hüfte umschließen und mich dirigieren… Er fasst mich an, und die Zeit gefriert, hat keine Relevanz mehr, steht still.

Und seitdem ist es nur relaxed.
Wir haben keine Beziehung. Darauf habe ich am nächsten Morgen bestanden. Ich bin noch nicht so weit, mich zu binden und mich festzulegen. Ich bin noch in der Dating- und Ausprobierphase.
Aber Danny kriegt es nach wir vor hin, dass es mich absolut nicht einengt mit ihm. Er meldet sich regelmäßig, melde ich mich nicht zurück, dann ist er mir überhaupt nicht böse. Total unstressig!
Und ich kriege es sogar hin, dass ich mich nicht Hals-über-Kopf verlieben. 🙂 Also, alles Gut. Somit habe ich einen extrem lockere Affäre mit extremst guten Sex!

Letzen Sonntag, als wir wieder ein Nacht mitteneinander verbrachten, meinte ich scherzhaft zu ihm: „Du bist für mich wie Solarenergie. Wir sehen uns einmal die Woche, ich lade mich auf, und die darauffolgenden Tagen verlaufen mit aufgeladenen Akku.“

Es wird schwierig… Oder… Gedankenkreisen in der Badewanne

Gedankenkreisen
Gedankenkreisen

 

Gestern war es mal wieder so weit. Von Donnerstag auf gestern bin ich bis um 4 Uhr nachts herumgegeistert. Immer wenn mich etwas zu tief in mir drin wurmt, kann ich nicht einschlafen.
Ich brauchte also unbedingt meine Spaghetti Bolognese! Mein Soul-Food! Ich weiß nicht warum es so ist, aber wenn mich irgendwas umtreibt, dann hilft mir meine selbstgemachte Bolognese. Das Kochen erdet mich dann ungemein.
Und danach musste ich in Badewanne, ganz dringend. Der Tag mit meinen eigenen Gedanken, mit diesem Kribbeln, mit dieser Anspannung, mit diesem Hin-und-Her in mir drin war einfach total anstrengend. Emotionale Anstrengung. Eine neue Seite von mir, die ungewohnt ist zu spüren, weil ich diese Seite nicht so oft in dieser Intensität bei mir trage.
Aber die Gedanken standen nicht still.

Liebe Ella, auch dieses mal hast Du wieder recht.
Es wird verdammt schwierig.
Verdammt… verdammt…. verdammt…. verdammt…. verdammt schwierig.

Und Aurelia wird auch nicht gerade begeistert sein, wenn sie von diesem schwankenden Ding da liest… von dieser Chaos-Lady, die ich mal wieder bin. Denn ich bin gerade gar keine „fabulous woman“ (, um den Titel von Aurelia’s Blog mal aufzugreifen).

Ich wurde gestern von der „Anderen“ gefragt, was mein Bauch mir sagt, wenn ich von Danny spreche und an die vergangene Nacht und die Gespräche mit ihm denke.
„Es ist wie wenn Schmetterlinge sich an den Flügeln berühren, weil es so viele sind, die da in meinem Bauch sind.“ antwortete ich.
Und dann fragte, sie was mein Bauch sagt, wenn ich an meinen Plan denke, ihm zu sagen, es war’s.
„Kloss, dumpf…. wie ein Stein“
Worauf ich verzweifelt mit den Augen rollte, denn jetzt kann ich mich nicht mal mehr auf mein Bauchgefühl verlassen. Das ist ja total in die andere Richtung, wie ich es möchte! Frechheit! Mein Bauchgefühl sollte auf meiner Seite sein!
Auch die „Andere“ brach dann eine Regel. „Andere“ dürfen nämlich niemals klare Tipps geben, oder ihre eigene Meinung kundtun. Sie sollten nur „anleiten“. Aber sie meinte, nun könnte sie nicht anders. Und sie sagte genau dasselbe wie Ella. Ich solle da hingehen, solle es kurz und knapp und KLAR sagen, was ist… und dann schnell gehen. Ganz schnell…. denn sie meinte, wenn ich ihm nur eine Millisekunde Zeit gebe zu agieren, dann wäre es schon vorbei.

Und was auch noch dazu kommt. Ich bemerkte seit gestern die absolute Ambivalenz in mir.
Ich war/bin entschlossen, es zu beenden, bevor es anfängt.
Aber gleichzeitig spürte ich bei dem Gedanken ihn wieder zu sehen…. Vorfreude!
Neeeeeeiiiiiiiiiiinnnnn!!! Ich freute (freue) mich darauf, ihn wiederzusehen.

Ich führe es darauf hin zurück, dass es zuviel Kontakt war, seit letztem Sonntag, als er ging. Zuviel miteinander gesprochen… zu viel einander am Telefon gereizt, miteinander gelacht, sich ausgetauscht… er wollte mich schon am Mittwochabend wieder sehen, aber ich sagte „nein“, da ich das Gefühl hatte ich muss noch nachdenken. Was totaler Schwachsinn war, denn mein Denkvermögen litt schon zu viel unter dieser bösen Ablenkung, dass es doch keine blanke Logik hervorbrachte.

Aber es ist auch zu faszinierend… Er kriegt es doch glatt hin, dass er sich meldet, sich klar ausdrückt und keinen Zweifel daran lässt, was Sache ist und was er will und schafft es trotzdem, dass es spannend bleibt.
Nomalerweise ist es bei mir nämlich so, dass es „langweilig“ wird, wenn ein Typ es mir zu einfach macht.
Aber Danny schafft es den Spannungsbogen mehr als aufrecht zu erhalten!
Aber schon alleine aus diesem Grund, weil er mich nämlich total Irre, Gaga und Dudu macht, muss ich mir ihn vom Hals schaffen! Einfach weil er mich auch zu viel durcheinander bringt.
Und das fühlt sich an, wie Kontrollverlust. Und, ich glaube, ich bin ein kleiner Kontrollfreak. Und kann mit mir selber gar nicht umgehen, wenn ich so…. seltsam bin… und so neben mir stehe.
Und ich darf einfach nicht daran denken, wie es sich anfühlt ihn zu berühren, oder von ihm im Arm gehalten zu werden.
Oder oft fühle ich mich schnell eingeengt von den Männern. Danny hat es raus, dass ich es mit ihm schön finde, wie er sich meldet und in welchem Rhythmus. Ich fühle mich nicht meiner Freiheit beraubt.

Ich habe noch nie einen Mann getroffen, der mir mit so viel Sensibilität begegnet und trotzdem so eine Härte in sich trägt. Der Empathie aufbringt, aber auch gleichzeitig total zu machen kann. Der Aufmerksam ist und auch anleiten kann. Der ein feinfühliges Gespür hat und dieses dann auch noch dazu gebraucht, damit spielen zu können.
Er ist das Spiel mit dem Feuer… ich weiß er ist gefährlich… aber ich muss auch zugeben, dass dies auch so sehr reizvoll ist.

Aber ich muß mich an meinem Vorhaben festhalten.
Ich glaube, ich stell mich jetzt vor den Spiegel und übe das, was ich ihm sage…
Es muss mit Härte gesagt werden…. Genau… und in aufrechter Haltung, ich werde mich nicht mal hinsetzen, ich bleibe stehen… ratter meinen Spruch runter und gehe… Punkt!

Denn sonst rede ich mich selbst um Kopf und Kragen und schaufele mir mein eigenes Herz-Grab.

Gefahr! Ich lache Dir [nicht] in das Gesicht!

 

Verbotene Gefühle!
Verbotene Gefühle!

Danke liebe Ella für Deine aufmunternden Worte bezüglich Danny. Ja, es könnte die richtige Entscheidung sein… aber in beide Richtungen, nämlich wenn ich „Ja“ sage, wie auch wenn ich „nein“ sage.
Mein Verstand schreit: „Nein… lauf weg. Schütze Dich! Er ist ein Bad Boy! Er ist Gefahr! Du willst das nicht in Deinem Leben haben, diese tickende Zeitbombe!“

Mein Herz aber sehnt sich nach diesen interessanten Gesprächspartner… nach diesem Humor, mit welchem er mich zum lachen bringt…. nach diesen „Spielen“, das er so gut beherrscht und mit welchem er mich ganz irre macht… nach diesem Adrenalin und diesen kribbeligen Situationen mit ihm… diese stahlblauen Augen, die einen so fixieren können, dass ich nicht mehr anders kann, als mich nur auf sie zu konzentrieren… diese Unsicherheit, die mir fremd ist, er aber auslöst… dieses Fallen-Lassen, das er mir gezeigt hat…. diese warmen Händen… dieser beschützende Charakter, den er hat.
Ohne Scheiße, ich glaube er wäre der Action-Held, der Bruce-Willis, der sich wie in „Stirb langsam“ abrackert um die Bösen dranzukriegen, genauso aber auch beschützend für seine Lady hergibt… seine interessanten Geschichten und Gedanken, die er zu erzählen hat… sein Verständniss… die Überraschung, wenn er Dinge bemerkt, die sonst niemand einfach so bemerkt…..Dieser Körper, der breit ist, aber kein Gramm Fett aufweist (OMG! Ihr müsst dieses Kreuz sehen, auch diese Hüften und das Becken. Und erst der Hintern! Alles männlich breit. Also, ich gebe zu, sein Gesicht wird ein bisschen von seiner platt-gedatschten Nase verunstaltet… aber sonst: Schmacht!)…. und diese Arme… Seufz… die Art, wie er mich berührt hat, gebissen hat, mit seinen Nägeln über meine Haut kratzte…..

Aaaaaaaaaaaaaabbbbber: So jetzt das ganz große  A B E R :

Ich darf ihn nicht wieder sehen!
Ich darf nicht mehr mit ihm Sex haben!
Ich  M U S S  das beenden!Sofort! Samstag ist dafür angesetzt!
Hey… ich könnte das auch einfach per Telefon erledigen. Aber er hat mir einen wundervollen Abend und eine noch wunderbarerer Nacht beschert… und ihm liegt etwas an mir…. da rede ich mit dem Menschen persönlich.

Sein Interesse ist ganz klar da.
Er meldete sich regelmäßig. Telefonisch oder per sms.
Oh…. Seufz… seine sms… da bin ich ja schon wieder beim Thema….. Seine sms sind alles: Lieb, aufregend…. Sexy, fordernd…. Kümmernd… und Klartext!
Kein rumgeier… er sagt, was bei ihm los ist. Er will mich unbedingt wieder sehen. Er muss sehr oft an mich denken (Anmerkung der Redation: Moment. Da fällt mir gerade ein: Warum nur „oft“? Warum eigentlich nicht „ständig“? Nun ja… lassen wir das.)
Seine sms haben eine einzige Botschaft: Er mag mich. Er will mich näher kennenlernen. Er ist bereit dafür auch einiges zu tun. ER WILL MICH!

Die Telefonate: Voller Interesse. Ich kann mit ihm reden. Er ist nicht dumm. Er versteht, worum es bei mir im Alltag geht (ist gar nicht so einfach, bei dem was ich bearbeite, absolute nische… ich hatte Typen, die studiert waren bis zum Master und nicht mitgekommen sind! Danny versteht!), er bringt mich zum lachen, er freut sich mit mir über gute Dinge, er motiviert mich in meinem 100 Tage Projekt… er kümmert sich!

Verdammte Scheiße! Es ist soooooo unfair! Ich könnte echt gerade heulen.

Allerdings ist Fakt: Er ist zu gefährlich für mich! Und ich lache der Gefahr nicht ins Gesicht, so wie der Kleine in „König der Löwen“!
Nein, ich bin zu spießig, ich bin zu naiv aufgewachsen.
Er hat schon Dinge durch, mit denen bin ich bisher noch nicht mal in Berührung gekommen und das soll bitteschön so bleiben! Ich vermisse gewisse Erfahrungen nämlich gaaaaanz und gaaaaar nicht! Brauch ich nicht! Und ich sehe es auch nicht als Bildungslücke an, dass ich gewisse harte Drogen nicht bis zum Excess konsumiert habe und mich aus der Welt geschossen habe!
Jahaaaa…. er hat Drogenerfahrung! Wobei das ist diplomatisch ausgedrückt. Er hat einen Entzug hinter sich, den er vor 6 Jahren gemacht hat. Seit dem ist er anscheinend Clean.Er hat mir das alles am Morgen nach unserer Nacht erzählt.
Er begann mit: „Hey… Du sollst wissen, wen Du vor Dir hast. Du bist das Wert. Ich erzähle Dir jetzt alles.“
Weil er sich lange mit allen möglichen Zeugs abgeschossen hat, musste er natürlich auch gar nichts aushalten. Problem? Nö, kein Problem… es gibt ja Marihuana, das man auch gerne mal schon morgens vor der Arbeit als Köpfchen aus der Bong zu sich nehmen kann… und Cooks…. und Speed… und LSD… und Pilze…. Extasy und und und und….
Soweit ich das mitgekriegt habe, hat er ständig alles mögliche genommen außer, dass er sich gespritzt hat und Crystal Meth.
Ja… und dann hat er den Entzug gemacht…. freiwillig… in einer Klinik. War 6 Monate aus dem Job draußen, weil erstaunlicherweise hat er den immer noch klar gekriegt. Aber die Klinik und die Reha wollte er trotzdem, weil er bemerkt hat, dass er ohne gar nicht mehr klar kommt im Alltag.
Ja…. und weil er jetzt seit 6 Jahren Clean ist und auf einmal sich nicht mehr einfach so abschießt, muss er auch lernen die Welt umrissen zu kriegen wie sie ist. Und wir wissen alle, Leben kann manchmal echt hart sein. Und weil ihm dieses Robuste durch aushalten und lösen fehlt, ist er hin und wieder psychisch labil. Er ist in ambulanter Behandlung und nimmt seit 1,5 Jahren Psychopharmaka, die jetzt aber im Absetzten sind. Hätte er so mit seiner behandelnden Therapeutin besprochen. In einem halben Jahr soll er ganz davon runter sein. So der Plan.
Zudem hat er eine sehr impulsive Persönlichkeit. Nicht, dass er jemals der Frau an seiner Seite etwas tun würde. Nein, die Frau, die er liebt ist absolut beschützt, denn er würde jeden töten, der seiner Frau schlechtes tut oder ihr in böser Art zu nahe kommt. Aber will ich jemanden, mit so einem Potential bei mir haben, auf Dauer?
Maaaaaan!… ich brauche einen stabilen Menschen an meiner Seite. Ich bin selbst oft genug am Durchdrehen und meine Gespräche bei „der Anderen“ sind am auslaufen. Aber ich bin selbst oft nicht gerade „Stressresistent“. Ich bin erst Ende Februar zitternd und weinend in einer Apotheke gestanden, und habe den Apotheker angebettelt, dass er mir doch bitte etwas nervenberuhigendes geben soll, weil mich der damalige Typ und ein Projekt im Geschäft zur selben Zeit so dermaßen fertig gemacht haben, dass ich mich nicht mal mehr auf normales Supermarkt-Einkaufen konzentrieren konnte und ich 10 Tage am Stück nicht mehr schlafen konnte!
Und ich glaube psychisch-labile Menschen sind auf Dauer Krafträuber! Sie ziehen Energie! Ich glaube, das brauche ich nicht in meinem Leben.
Mein Job ist fordernd genug. Mein Leben mit mir selbst ist fordernd. Ich brauche nicht eine zusätzliche Belastung! Ich bin selbst nicht stark genug, dass ich das schultern kann. Es tut mir furchtbar leid, aber so ist. Meine eigene Psyche hat ihre Grenze und deshalb brauche ich langfristig einen Menschen an meiner Seite, der das ausgleicht.

Und, was noch dazu kommt. Er hat immer noch Kontakt zu alten Freunden aus seiner Drogenzeit. Und manche konsumieren immer noch. Hallo! Die Rückfallgefahr wird doch dadurch drastisch erhöht!
Und irgendwie, ich habe es nicht ganz gecheckt, weil seine Erzählungen waren mir sowieso schon zuviel wie „Cobra 11“ (äh… aber die böse Seite von Cobra 11, nicht die Seite von dem knackigen Polizist!)… also auf jedem Fall ist da irgendein Kumpel, der ist entweder noch im Knast, oder war im Knast… oder irgendwie so… keine Ahnung -echt mal!

Hey…. ich habe das mit den Drogen schon durch!
Nicht ich selbst. Ich war da immer zu doof dafür. Und in den gefährdenden Jahren eines Menschen nicht in den richtigen Kreisen, dass ich da an so was rangekommen wäre.
Aber ich war 4 Jahre mit einem Mann zusammen, der von diesen 4 Jahren 2,5 Jahren starker Pot-Raucher war. Bong… Abschiessen… 5 bis 10 Köpfe hintereinander… bis ihn die Welt, inklusive seiner Freundin (oh… das war ja ich!) nicht mehr interessiert hat.
Das war einfach nur grausam, als nüchterner und liebender Mensch daneben zu stehen.
Er hat mich dann auch oft richtig Scheiße behandelt, oder mich sitzen gelassen… Unterstützung, wenn bei mir was war? Nö…
Aber ich habe zu viel geliebt um heraus zu kommen.
Ich möchte das nie wieder! Es hat mich fast gekillt! Und wenn ich erst einmal liebe, dann bin ich verloren. Ich kenne mich, es ist so.

Mit Danny sehe ich das auch so. Er ist eine schlafende Bombe! Ich würde nie wissen, wann sie hoch geht.
Und ich möchte auch keinen Kontakt zu so einen Bekanntenkreis… Knast… Drogen… Prostitution? So was schaue ich mir in einem Krimi im Fernsehen an! Ich will da nicht rein in meinem echten Leben!

Und er ist auch nicht der Typ, den man seinen Eltern oder seiner Familie vorstellt. Er setzt Statements zu seinem Bad Boy dasein. Da sind diese besonders breiten silbernen Punk-Ohringe, seine Tatoos am ganzen rechten Arm… sein Tatoo an seinem breiten Schulterblättern (*Seufz*)…. Ich hätte es sofort wissen sollen, bevor ich ihn angeflirtet habe! Er trägt es ja sogar nach außen! Nein, im Parkhaus hat Lady K natürlich nur  mal wieder nach dem Knackarsch geschaut! Verdammt! Ohrfeige mich gerade selbst!
Egal, am Samstag wird das beendet!

Nur eine „Affäre“ geht bei mir nicht.
Ich darf ihn nicht näher, länger, tiefer wieder sehen.

Ich verliebe mich sonst!
Ich spüre es jetzt schon, dass es nur ein schmaler Grad ist. Ich muss dem entgegenwirken, bevor mein Verstand aussetzt.
Noch öfters Kontakt und mein Herz übernimmt die Kontrolle! Die Gefahr ist nur noch einen Wimpernschlag davon entfernt zuzuschlagen!

 

Denn: Böse Jungs brechen

einem immer das Herz!