Schlagwort: Kaffee

Neue Jobausrichtung am 25.06.16 oder die perfekte Fremdenführerin

Ich habe meine neue Jobbestimmung gefunden!
Ich hatte heute D zu Besuch in meiner Stadt. D kam zwei Wochen nach mir in der Reha-Einrichtung an und zum Glück hatten mich zu diesem Zeitpunkt die Therapeuten schon etwas aufgepimpt. Denn so konnte ich bei regenreichen Abenden mit D Tischtennisspielen bis der Ball eine glühende Spur auf der Platte hinterließ. D wollte auch mal einen Wochenendausflug machen und kam heute um 10 Uhr morgens in meiner (mehr …)

mein blauäugiges, mir selber gut reden – ALWAYS

Heute nachmittag saß ich im Büro und hatte das schlimmste Drei-Uhr-Loch ever…. ich durfte die Rechnung bezahlen für meine letzte Nacht, in der ich zwar „NUR“ 2,5 Stunden weniger Schlaf bekam, als gewohnt ~ aber das reicht bei klein-Kiara schon völlig aus, damit ich in einer ganz toll ausgelebten „Lätschigkeit“ dahänge. In Gedanken ging ich bereits den heutigen Abend durch.
Dass ich schon mal meinen Anzug für meinen Termin morgen nachmittag raushängen werde und mir alles passend hinlegen werde, um morgen möglichst wenig Denken zu müssen, nach dem Aufstehen. Duschen, Haare waschen etc. wollte ich auch schon gleich heute abend, so dass ich morgen mich echt nur noch mit der regulären Morgenwäsche und Anziehen zu beschäftigen habe und somit vielleicht nicht gefühlt-mitten-in-der-Nacht aufstehen muss.
Meine Nägel wollte ich mir machen, damit ich auch für den Termin schön auf meine tollen Fallbeispiele zeigen kann….
Doch dann… diese Gefühl… dieses „Da war doch was…“ ~ Oh ja! Verdammt! Ich habe mal wieder meine herzlichst-geliebte-Familie vergessen… Hmpf! Opi A hat heute Namenstag!

Opi A ist schon steinalt. 95 Jahre um genau zu sein. Und damals, als Opi A noch jung und fidel war, wurden auf dem Land eben Namenstage eher geehrt und gefeiert als Geburtstage. Das trägt Opi A immer noch als Tradition mit sich herum. Und das bedeutet wiederum: DAS KONKLAVE TRIFFT SICH. Auf zur großen Fresserei.

Mir passte das mal wieder gar nicht in den Kram. Vorallem nicht, nachdem ich mich mit halbgeöffneten Augen und absolut divenhaften Schlafzimmerblick durch meinen Arbeitstag von Kaffee-Tasse zu Kaffee-Tasse hangelte. Und vor allem nicht, wenn ich mich für einen Termin vorbereiten muss. Denn die Präsi war auch noch gemacht. Der Kunde musste noch recherchiert werden (Firmenphilosphie, wer ist der Kunde, was macht der Kunde, Unternehmensbeteiligungen, etc.).
Na toll…. :-S   Zeit? Fehlanzeige! Das Guthaben auf ihrem Zeit-Konto beträgt:
– 500 Stunden! (Oder so ähnlich)

Aber: Ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht dieses verdammte-unerschütterliche Vertrauen in das Leben, das Universum hätte (und in das andere Zeugs da, dass sonst noch so zwischen Himmel und Erde uns umgibt), und deshalb mir selbst Mut zu sprach, in dem ich mir sagte, dass das Leben Einem sowieso alles so darlegt, wie es kommen soll und man es vielleicht auch gerade eben braucht. Auch wenn ich dieses „Brauchen“ vielleicht nicht erkenne, im ersten Moment.

Das ist jetzt zwar nur ein flapsiger, lapidarer, alltäglicher Vergleich ~ das mit meiner Familie, meiner momentanen Müdigkeit, und meinen durcheinandergebrachten Plänen. Aber so bin ich, so laufe ich durch das Leben… immer vor mich hinmurmelnd: „Es wird schon seinen Grund haben, und es wird auch im Nachgang sein Gutes haben.“

Blauäugig?

Naiv?

Sich-selbst-verarschend?

Selber-schön-reden?

Who cares?! It works! 🙂 ALWAYS

 

Außerdem: Letztendlich war es gar nicht sooooooo schlimm, da alle von dem Konklave auf einem Haufen sitzen zu haben. Es war so wie immer: Furchtbar chaotisch, furchtbar laut, teilweise auch ein bisschen oberflächlich, furchtbar viel Fresserei, eine herumrennende Omi usw. Und das mit dem Termin kriege ich hin… 🙂 Ich gehe jetzt halt früh schlafen, dann „Aus-die-Maus“.