Schlagwort: Freunde

Neue Jobausrichtung am 25.06.16 oder die perfekte Fremdenführerin

Ich habe meine neue Jobbestimmung gefunden!
Ich hatte heute D zu Besuch in meiner Stadt. D kam zwei Wochen nach mir in der Reha-Einrichtung an und zum Glück hatten mich zu diesem Zeitpunkt die Therapeuten schon etwas aufgepimpt. Denn so konnte ich bei regenreichen Abenden mit D Tischtennisspielen bis der Ball eine glühende Spur auf der Platte hinterließ. D wollte auch mal einen Wochenendausflug machen und kam heute um 10 Uhr morgens in meiner (mehr …)

Einfach nur zufrieden

Ich muß schon sagen, ich bin so was von zufrieden mit mir und meinem Wochenende.
Es war so sehr abwechslungsreich! Das schaffe ich ja nicht so oft und dieses Wochenende ist es einfach so passiert, ohne dass es sogar groß geplant war.
Gestern habe ich zuerst ganz gemütlich gestartet. Ich habe sogar noch ein Mittagsschläfchen gemacht, und dann bin ich in die City und habe mich um ein paar Dinge für das Geburtstagsgeschenk für Himmelstürmer gekümmert. Und ich war auch zum Abendessen aus. Einfach mit Freunden den Samstagabend in einer meiner Lieblings-Lokations verbracht und in dem Restaurant gut gegessen und dann in den schön beleuchteten Gang der Cocktailbar gesessen. Einfach so, schön zusammensitzen und eine gute Zeit haben, ohne viel Schnick-Schnack… Unbezahlbar.
Um zwei Uhr Nachts war ich zu Hause und habe heute Nacht traumhaft geschlafen.
Das erwähne ich extra, weil es nämlich so ist, dass ich heute morgen, glaube ich zumindest, das erste Mal ohne dieses seltsame Gefühl im Nacken aufgewacht bin. Kein seltsame Spannung, keine Schulter- und Nackenbeschwerden. Was heute Nacht anders war, oder ich anders gemacht habe, habe ich aber noch nicht rausgefunden.
Und auch heute fand ich meinen Sonntag perfekt. Ich habe entspannt, ich habe einen schönen Film gesehen, ich habe Sport gemacht, ich habe gebügelt und ich habe meine Böden gesaugt und gewischt. Und ich habe eines meiner Lieblings-Essen heute mir gemacht. Kartoffeln mit Kräuter-Meerrettich-Quark und Rote-Beete-Apfel-Salat.

Morgen packe ich wieder meinen Koffer und bin dann bis Mittwochnacht mal wieder unterwegs. Ich habe dieses seltsame Management-Onboarding bei unserem neuen großen Firmen-Bruder. Bin ja mal gespannt, wie das wird, und was für einen Eindruck ich bekomme. Dirty Harry macht auch das Onboarding. Deshalb fahre ich zuerst zu ihm, stell mein Auto da irgendwo ab, und dann fahren wir gemeinsam mit seinem Wagen hoch, zu dem zentralen Bruder-Firmen-Hauptsitz.

Man wird sie schwer los…

Gestern Abend stand auf einmal überraschend Soni vor der Türe. Unangekündigt, ungefragt, einfach so.
Ich weiß, ich sagte, ich brauche „dieses Verhalten“ von ihr nicht mehr. Aber als sie vor der Türe stand, habe ich es auch nicht fertig gebracht sie ihr vor der Nase wieder zu zu knallen. Eigeninitiative ist eigentlich untypisch für Soni. Wobei: Einfach ins Auto zu steigen und bei jemanden vor der Türe zu stehen, und dann dort zu fordern: „Los, mir ist langweilig! Unterhalte mich!“ ist für mich keine wirkliche Eigeninitiative. Eigeninitiative wäre selbst Vorschläge zu machen und zu schauen, was gibt es denn das man unternehmen könnte. Aber genau das, muss man Soni dann alles vorkauen.
Wir haben dann 5 Folgen „Black Mirror“ zusammen angeschaut und Weinchen getrunken. Es ging ganz gut, bis auf ein paar Momente, in welchen ich tief durchatmen musste um nicht sofort zurückzuschießen. Soni hat einfach so eine Art, dass sie extremst pessimistisch gewisse Dinge sieht. Und zwar nervig-pessimistisch, fast schon so, dass man es als schlecht-drauf-sein bezeichnen kann. Dazu dreht sie sich dann immer in einer Spirale, kaut Themen im Ring ewig herum und hört nicht auf. Irgendwann ist der Geduldsfaden von Jedermann strapaziert und man muss sie darauf aufmerksam machen, dass es ja jetzt gut ist, und man es ja verstanden hat. Daraufhin fühlt Soni sich ermutigt, sich zu rechtfertigen, warum sie denn das eine Thema ewig durchkauen musste und zerpflückt die Situation („Du hast gesagt XXX deshalb hab ich gemeint, dass YYY…) und findet auch da wieder nicht heraus. Maaaaaaaaaannnnn…. ANSTRENGEND!
Natürlich hagelte es auch Vorwürfe, dass ich mich seit August nicht mehr gemeldet habe. Das wäre meine Chance gewesen, um zu sagen: „Ich wollte mich auch nicht melden.“ Diese Chance habe ich kleiner Schießer und Hasenfuß aber nicht ergriffen.
Soni wird es schon bemerken, dass ich mich auch dieses mal nicht melden werde.
Und irgendwann wird sie es schon verstanden haben.
Irgendwie tut sie mir ja auch leid. Sie hat nicht viele Freunde. Meistens hängt sie in ihrem Elternhaus bei ihrer Mutter rum. Auch an den Wochenenden unternimmt sie viel mit ihr Mutter, weil eben sonstige soziale Kontakte ihr nicht in einer Vielzahl zur Verfügung stehen. Mit FS-Mädel verkracht sie sich ständig wegen ihrer Sturheit und Verbohrtheit und dann wiederum wegen ihrer Unfähigkeitkeit selbst sich um das Thema Unternehmungen und Freizeitaktivitäten zu kümmern.
Nun ja, lassen wir das. Schon alleine nur darüber zu schreiben, macht mir ja schon schlechte Laune.

Ich gehe jetzt erst mal raus. 10 km Laufen ist angesagt.