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Wenn der Kopf auf den Schreibtisch knallen mag

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es damals in der Schule war.
Dann wenn ich zu spät ins Bett bin.
Und die Schulstunden andere Dimensionen annahmen und beinahe endlos zu sein schienen.
Ich war in diesen Schulstunden dann körperlich anwesend, sah aber mit leeren Augen einfach nur stur gerade aus.
Was der Lehrer da vorne an der (damals noch eine normale grüne) Tafel erzählte, bekam ich definitiv nicht wirklich mit. Hin und wieder musste ich gähnen, weil ich war ja soooo müde. Was die einzige körperliche Reaktion war, an solchen Tagen. Ansonsten musste ich meine Konzentration dafür aufbringen mit dem Kopf nicht auf den Schultisch zu knallen und wegzupennen.
Genauso ging es mir heute im Büro.
Es war keine Schulstunde, aber die Stunden im Büro nahmen heute auch eine ganz eigene, neue Dimension an.
Ab halb zwölf morgens war es dann schon etwas schlimm.
Ja, die Weihnachtsfeier bei den neuen Kollegen von dem großen Firmenbruder, der uns nun inne hat, die steckte mir schon sehr in den Knochen.
Der Alkohol war es nicht. Ich musste ja von dem Treffpunkt, an dem wir Kollegen uns zusammenrotteten, um dann gemeinsam in Fahrgemeinschaften zwei Stunden zu der Feier zu fahren, eben noch ein Fahrzeug führen. Aber es war halt lang, und für heute einfach wenig Schlaf, denn ich lag erst um halb drei heute morgen im Bett und um sieben klingelte schon wieder der Wecker.
Auch damals in der Schule war an meinen müden Tagen kein Alkohol schuld. Ich war wie auf der Weihnachtsfeier gestern, immer eine von diesen „braven“, die nicht tranken. Aber schon in der Schule kam eben mein Koalabär-Charakter sehr zum Vorschein. Dieser Koalabär-Charakter kolidiert dann natürlich regelmäßig mit dem „ich-will-aber-nichts-verpassen“-Charakter in mir. Nun ja, ein Übel muß man hin nehmen. Und mein Übel heute hieß: unendliche Stunden. Und das mit dem Kopf, der auf die Tischplatte knallt wäre auch beinahe passiert.

Aber die Weihnachtsfeier war nett. Ich habe zur Kenntnis genommen, dass die neuen Kollegen von dem großen Firmenbruder auch nur Menschen sind. Und die meisten sind sogar sehr nett. Ja, wir hatten schon Spaß miteinander. Und: die haben ein paar richtige Schnuckelchen dort!
Auch hier wurde ich wieder an die Schulzeit und den Schulhof erinnert, denn einer von den neuen Kollegen, war sogar so eine Sahneschnitte, dass ich praktisch vor ihm geflüchtet bin. Nein, ich wollte ihm nicht vorgestellt werden, denn ich wusste genau, dass ich nur Bullshit reden würde. So etwas weiß ich vorher, wie das ablaufen würde. Das habe ich bei diesen Menschen sofort im Gefühl. Eben wie früher auf dem Schulhof: „stammel, stammel, stammel… äääähhh…. häh?… nööööööööö….. stammel, stammel, stotter… öh, jaaaaa…. oooookkkaaay…. äh….“
Naja, das lass ich doch dann mal lieber, dachte ich mir.

So: Jetzt gehe ich in die Badewanne.

Nächste Woche haben wir unsere eigene Weihnachtsfeier. Auch an einem Donnerstag. Ich glaube, ich muss mir am Freitag darauf frei nehmen. Nochmals in die Schulzeit möchte ich nicht zurück versetzt werden.
Und morgen muß ich mal wieder UNBEDINGT meine Spaghetti-Bolognese kochen.

Vorhersage am 09.12. für die nächsten Tage

Ich bin soeben nach Hause gekommen und meine Motivation für irgendwas ist gen Null-Punkt zugegangen.
Am Freitag hätte ich mit el-Chefé einen Außendienst-Termin gehabt. Dieser wurde jetzt abgesagt, was mir gar nicht soooo unrecht ist. Nun gut, es ist ein bisschen eine Unverschämtheit, dass der Partner, den wir hätten betütteln müssen, so kurzfristig absagt, vor Allem wenn man die strategische Position sieht, in welcher unser Geschäftsführer sich befindet seit dem Anschluss zu dem großen Bruder und der Chef sich diesen Tag wirklich aus den Rippen geschnitten hat. Aber für mich zählt nur, dass ich heute Abend kein Koffer packen muss, um diesen morgen mit ins Büro zu schleppen!
Ich hasse nämlich Koffer packen.
Diese ganze Reiserei wäre ja völlig in Ordnung, da hab ich ja nicht mal was dagegen, aber das Koffer packen – Ätz. Ich fände ich bräuchte hier einen Zauberspruch, der mir einfach in Windeseile alles zusammenpackt was nötig ist. So ein bisschen wie Bibbi-Blocksberg hier agieren können, das wär’s! Ja, ein bisschen echte Magie wäre durchaus oft hilfreich.
Aber dank der Absage kann ich mir jetzt einen Gemütlichen machen.
Morgen Abend lädt übrigens der große neue Firmen-Bruder auf eine Weihnachtsfeier. (Was nochmals ein Grund ist, weshalb die Terminabsage für Freitag mir wirklich entgegen kam!)
Das lässt mich jetzt schon vorausschauend ahnen, dass ich am Freitag wirklich nur halb-geistig-anwesend sein werde und am Freitagabend garantiert wie eine Leiche abends nach der Arbeit in den Feierabend heim kommen werde, um dann dementsprechend Tod ins Bett zu fallen. Die K. kennt sich halt selber…
Und die Mathematik hier lautet: Party [variabel]->Donnerstagabend / (zu spät ins Bett + Freitag-noch-arbeiten)  = Freitag+tagsüber x scheiße aussehen – anstrengend alles = Freitagabend im Feierabend Ende
Zudem wird es morgen ein extrem spannender Tag, keine Ahnung wie ich auf der Weihnachtsfeier (zu welcher wir auch noch 2 Stunden fahren müssen) aufschlagen werde. Wahrscheinlich werde ich total gethrilled durch die Gegend hüpfen wie ein Gummiball, welcher einen elektrischen Schlag bekommen hat. Die neuen Kollegen werden zu 85% einen *Ironie an*Klasse*Ironie aus* Eindruck von mir erhalten. Macht aber auch nichts, denn: dann kann ich mir im Nachgang wenigstens alles erlauben. 🙂

Jetzt schaue ich die letzte Folge von „Orange is the new black“. Dann habe ich die 3 Staffeln echt durch.

Wein, Entspannt? Mir doch egal…

Ich war gestern tatsächlich von halb acht bis um EINS auf FS-Mädels Geburtstagsfeier. Wer hätte das denn gedacht?

Ich habe ein Last-Minute-Geschenk zusammen gestellt: Einen 35 Euro Gutschein von Alnatura, um dort einzukaufen, denn FS-Mädel kocht gerne vegetarisch. Dazu einen Bio-Rotwein, Qinoa, Chia-Samen und ein veganes Curry-Kürbis-Pesto. Alles schön in einen Korb… Voilà: Last-Minute-Geschenk-á-la-Lady-K.

Es war heute übrigens ganz dringend mal wieder Zeit für meine Bolognese!

Hierzu eine Notiz an mich selber: Hallo Kleine, wenn Du fest im Plan hast, am Abend noch laufen zu gehen, dann solltest Du nicht während des Kochens Deiner super-Lieblings-Bolognese ein Glas Rotwein trinken. Da hast Du nämlich noch einen nüchternen Magen und dann wirst Du gleich unmotiviert für alles was in weitesten Sinne mit Anstrengung zu tun hat. Und so wird das mit dem Laufen nichts mehr. Also, merke Dir das, ja? Mir zu liebe. Danke Dir. Deine K.

Wobei der Rotwein echt, wirklich, richtig, super, lecker war…  😛