Schlagwort: Feenstaub

Veranstaltungs-Impressionen vom 29.10.2015: Feenstaub hilft immer

Gestern war ich ja auf dieser Kongress-Veranstaltung und ich musste saumäßig früh raus, und bin total spät wieder heimgekommen. Man, ich war dann echt durch, und habe mich abends dann nur noch ins Bad getrollt, irgendwie im Dämmer-Zustand abgeschminkt und noch unter die Dusche und sofort ins Bett!

Hier die Kongress-Impressionen (sonstige Personen sind zum Schutz deren möglichst anonymisiert, nur ich selbst habe mich nicht anonymisiert, aber das Bild ist eh so klein, da erkennt keiner was):

Veranstaltungsimpressionen
Ganz oben links alle Referenten. Ich bin ganz vorne in der Mitte links von dem weißen Tisch. Ich war ja nämlich selbst auch Referentin.

Meinen Veranstaltungsraum habe ich mir bei Eintreffen angeschaut und mich hineingefühlt, als er noch ganz leer war. Das hilft mir immer, wenn ich vor mehr als 100 Menschen referieren muss. Ich stelle mich dann in dem leeren Raum auf die Bühne und fühle einfach hinein. Ganz so ohne Menschen. Und laufe auf der Bühne herum. Einfach um ein Gefühl zu bekommen, wo stehe ich, wieviel gehe ich während meiner Story, und so weiter. Das hilft gegen die Aufregung, und wenn ich dann wirklich auf der Bühne stehe ist dieses erste-Mal-an-diesem-Fleck-Gefühl weg und dann läuft es auch. Ich hatte während meinem Vortrag sogar einen Bonus: Ich dachte ich muss in 45 Minuten durch sein. Ich hatte aber 1,5 Stunden, was aber gut war, dann konnte die Dame mit dem Mikro fleißig durch die Reihen laufen und die vielen Fragen der Zuhörer noch einsammeln.

Es war eine gute Veranstaltung, und mein Knaui, der dabei war, aber nicht Referent war, war total begeistert von meinem Vortrag. Bin froh, dass es so gut gelaufen ist.
Ich habe viele nette und interessante Gespräche mit vielen symphatischen Menschen geführt und die ganzen mit-Streiter, bzw. mit-Experten zu treffen, war auch wieder super. Man kennt sich ja…
Auch von den Teilnehmern kam ein super Feedback. Der Feenstaub hat geholfen. Sie haben mich geliebt! Lady-K-Rocks-It-Like-A-Beast! Yeah!

Und die Verpflegung war vom Frühstück, über die Snacks, zum Mittagessen bis zum Abendessen erste Sahne! Wirklich, großese Kompliment an das Catering. Selten auf einer Veranstaltung so köstlich gegessen.

Es gibt Parallelwelten!

… ich schwör’s… die gibt es….

Gedankenströme, Gefühle flitzen durch die Feenstaub-glitzernde-Luft in Lichtgeschwindkeit hin zu einem anderen Ort und gehen zacka-bong-bääämmm in die Synapsen eines Gehirns von einem Mitmenschen… und dessen Gedanken, oder dessen Leben, oder dessen Umwelt – irgendwas halt bei diesem Mitmenschen – gestaltet sich in eine ähnliche Richtung, als es bei Dir selbst geht. Ooooohhh… it is magic!

So geschah es nämlich erst jetzt gerade wieder: Ich hing sehnsüchtig meinen Gedanken nach. Und dachte an mein mir auferlegtes Shopping-Verbot für den Rest des Monats, und das soll auch noch den ganzen März anhalten.
Öffne hier mein WordPress… stöbere durch den Reader, vor allem um mich von meinen Entzugserscheinungen abzulenken durch Eure herrlichen Geschichten, öffen schon die Task einen neuen Post schreiben. Es hätte ein Epos von Blogpost werden sollen, ein Epos für mich und meine geschundene und auf Verzicht getrimmte Seele… nur für mich alleine… zur Motivation, und zugegebnermaßen um den Verzicht und den Entzug mir selbst schön zu reden.
***TROMMELN***TROMMELWIRBEL***TARATATAMM****

Wie ich sparen werden, wie ich mich mit dem Zufrieden gebe (A.d.R.: Erstmal, erstmal gebe ich mich damit zufrieden), was ich habe und wie ich mich auf die Dinge, die da sind konzentrieren möchte, diese zu schätzen wissen möchte…. uns so weiter und so fort und so BLABLABLAAAAAAHAAAAHBLABLA….

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Und ich hüpfe mitten im Schreiben bei dem „modischen Pralinchen“ vorbei… einfach so, keiner kann genau sagen, warum ich das tat oder was meine Beweggründe dafür waren, aber ich tat es… und worüber schreibt Sie? Über Shopping-Diät?!? Ich glaub mich tritt ein Pferd! (Oh… ein glitzerndes goldenes Winke-Pferd als Handtasche, wie süß, das muss ich mir glaub kaufen… Nein, Scheisse! Erst im April…)

Nun ja… und nun die Erklärung, wie es genau dazu kam, dass ich mal wieder ein bisschen sparsamer sein mag… hier mein kopierter Senf zu dem Beitrag von dem modischen Pralinchen… ich finde, ich muss es nicht zweimal schreiben, der sagt eigentlich alles:

„Ooopsi-dooopsi-poopsi…. 🙂 erwischt… ich hab mir nämlich erst gestern gesagt: “Scheiße, Alde… kein verschwenderisches Einkaufen in jeglicher Hinsicht mehr den restlichen Februar und auch den März noch!”… warum ich das zu mir gesagt habe: Nu ja… hab in den ersten zwei Februarwochen echt viel gekauft und gut gelebt und naaaaa jaaaahahaaa…. äh… das ein oder andere hätte net sein müssen… hat mir aaaaaaber gaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viel Freude gemacht, aber trotzdem…. ein bisschen viel gekauft halt… und jetzt mag ich mal mit dem auskommen, was ich habe und das richtig genießen… (und mal einen Monat ein bisschen die Haushaltskasse wieder auffüllen, gelle).Shoppingsuechtige-T-Shirts
Aber ich leide, seit ich mir dieses Verbot auferlegt habe… stündlich… minütlich… ich hänge (fast) heulend und (fast) schluchzend (o.k. – ich mach jetzt ein bsschen Drama, aber es kommt fast hin), vor online-Shop-Seiten auf meinem Browser geöffnet herum. Aber es wird schon… ist ja erst der erste Tag auf Entzug..
Aber das es da eine Trenderscheinung gibt, und einen Namen dafür, also das habe ich nicht gewusst.“

Wenn ich es mir so recht überlege…. es gibt ja 2016 auch noch einen Februar und einen März… ich könnte da ja dann sparsam sein, oder?

 

 

Und es lag Schnee… auch in meinem Herzen

Die Glocke läutete. Sie läutete laut in meinen Ohren.
Aber das lag wahrscheinlich auch daran, dass ich direkt unter dem Glockenturm stand.
Die Glocken begleiteten die Familie und Angehörige eines anderen verstorbenen zu dessen Grab.

Die Menschen versammelten sich. Es wurden immer mehr. Hände wurden geschüttelt. Menschen, an die ich mich nicht erinnern kann, die sich als mehr oder weniger enge Verwandte meines Opis aus seiner Heimat in Bayern ausgaben, sprachen mich an. Anscheinend erinnere ich sie an meine Mutter, als diese noch jünger war. Ich gab mir keine Mühe die Gesichter und Namen mir zu merken. War es ja doch fraglich, ob ich die Personen je wieder sehen würde.

Dann läutete die Glocke für meinen Opi. Exakt zur angesetzten Zeit. Und der Kloß in meinem Hals nahm zu.
Schweigend lief ich neben meinem Bruder, meinem Schwesterchen und dessen Freund in die Aussegnungshalle.
Es ist eine schöne Halle. Vorne, wo der Sarg aufgebahrt und dekoriert ist, und auch ein großes Bild von meinem Opi steht, ist sie lichtdurchflutet. Überall liegen Rosenblätter.
Links soll meine Omi und die Kinder von Opi mit deren Ehepartnern sitzen, also auch meine Eltern. Rechts, die ersten zwei Reihen sind für die Enkel reserviert.
Als ich die Reihe aufrutsche, umklammere ich meine rote Rosen, die ich trage so fest, dass ich einen Stiel abbreche.
Ich setze mich, betrachte den Sarg…. die Rosenblätter… den Marmorboden… das Blumengesteck… das Weihwasserbecken… die Menschen, die hereinströmen… und fühle mich zum ersten Mal so richtig endlos einsam… einfach nur einsam und alleine. So als wäre die Frau, die neben mir Platz  nimmt, nicht meine Schwester, so als wäre ich unter Fremden.

Das Lieblingslied meines Opis „Die Rose“ nahm mir die Luft.

Und als wir dem Sarg nachliefen, zu dem Grab… und der Trompeter dieses Lied spielte, waren meine Beine blei. Und trotzdem konnte ich mechanisch einen Schritt vor den Anderen setzen. Der Schee knirschte unter jedem Schritt… meine Wangen waren heiß von den Tränen, die automatisch und still und warm meine Wangen hinabrollten…

Die vielen Menschen, die kamen, waren höflich und ließen der Familie Platz vor dem Grab.

Der Sarg wurde von den Friedhofsdienern heruntergelassen, zu dem Lieblingslied meines Opi’s „die Rose“. Alle hielten den Liedtext und es hörte sich sehr schön an, wie so viele gemeinsam sangen. Aber es war so endgültig.
Ich zerquetschte die Stiele meiner Rosen. Und ich stand da… und ich stand da alleine.
Meine Schwester hatte ihren Freund, mein Vater meine Mutter, meine Oma ihre Tochter und ich stand da… und ich fühlte mich noch niemals so einsam… so unverbunden mit dieser ganzen Situation. Mein Herz war in einer eiskalten Hand…
Als ich schluchzte, kam zwar die Hand meines Vaters und zog mich zu sich an seine Brust und reichte mir ein Taschentuch. Aber es fühlte sich nicht warm an, ich fühlte mich nicht aufgehoben und geborgen… es fühlte sich verbogen und fremd an… mein Herz schlug einerseits so schnell und ich wunderte mich, wie es dies denn bewerkstelligen konnte, spürte ich doch so sehr diese eisige Klaue, welche es hart umklammerte… und um mich herum der Schnee auf dem Friedhof und die Klänge von „die Rose“.
Da lauschte ich dem Text und dachte mir, wie dieser doch passt. War das nicht paradox?

„Wenn Du denkst, Du bist verlassen
Und kein Weg führt aus der Nacht
Fängst Du an, die Welt zu hassen
Die nur and’re glücklich macht“

Mein Vater löste sich von mir… er ging zur Kondulenz an das Grab und ich stand da… ich sah nichts mehr richtig… nur noch schemenhaft.. und dann wurde ich sachte geschupst und meine Mutter nahm mich mit sich an die Hand und ging mit mir ans Grab… Meine zerquetschten Rosen warf ich hinein… und träufelte Weihwasser hinterher… Erde gleitete aus meiner Hand, rieselte nieder…
Und dann war es wirklich vorbei und mich zerrieß es… ich schaute auf den Schnee und blickte nicht hoch… ich wollte nicht hochblicken… wollte die Menschen um das Grab herum nicht sehen…wollte die Welt nicht sehen… wollte gar nicht da sein… und wollte auch nicht gesehen werden… deshalb hielt ich meinen Arm vor mein Gesicht und weinte in meinen Mantelärmel…mein Bruder und meine Mutter zogen mich weg aus der Sicht und setzten mich auf eine Bank…
Er selbst hat es nicht ausgehalten nach der Kondulenz und musste aus dem Friedhof raus… ich hörte seine Schritte auf dem Schnee, wie er raus rannte, zu dem nächsten Ausgang… weil er es auch spürte, und genauso wenig aushielt wie ich… dieses fremde Gefühl und dieses Gefühl in der Fremde zu sein.
Ich war Stein… ich konnte nicht hinter her… Ich war ja Fremd hier.

Menschen kamen an die Bank…. schüttelten meine Hand… drückten mich… stellten sich vor… als die Gesellen aus dem Männerchor von meinem Opi… als seine Meisterkollegen aus der Handwerkskammer… und so weiter… von Wildfremden wurde meine Wange gestreichelt… und trotzdem: ich fühlte mich fremd und einsam… ich sah mich um… blickte auf… der Friedhof sah in dem Schnee wunderschön aus… und jetzt, kamen Sonnenstrahlen heraus… und der Schnee glitzerte und die Blumenkränze fingen an zu strahlen…
Das Kreuz für meinen Opi war aufgestellt.
Der Friedhof leerte sich…

Meine Schwester und ihr Freund kamen zu mir… setzten sich auf die Bank neben mich.

Schwesterchen: „Warten wir noch ein bisschen, bis wir ins Stübchen gehen zum Essen?“
Ich nickte stumm.
Wir saßen einfach zu dritt da und schwiegen.

Eine Weile später kam mein Bruder… und sagte, sein Herz fühlt sich an, als würde darin Schnee liegen, so wie hier auf dem Friedhof.
Wir umarmten uns alle und gingen…

„…Dann vergiss nicht, an dem Zweig dort
Der im Schnee fast erfror
Blüht im Frühjahr eine Rose
So stark wie nie zuvor.“

sangen wir… zu viert… und ich muß sagen, es hörte sich auch nicht schlecht an. Unsere vier Stimmen harmonierten… und wir gingen in einer Viererkette Hand in Hand der Sonne entgegen zu dem „Stübchen“ das nur wenige Gehminuten vom Friedhof weg war und begannen die Rose wieder vorne… wir brauchten keinen Liedtext… Opi hat es oft genug uns vorgesungen.
Und in der Sonne flirrte Schneestaub in der Luft und glitzerte ganz schillernd… und ich drückte die Hand von meinem Bruder und flüsterte ihm ins Ohr, während er mit den Anderen weiter sang: „Schau mal.. Feenstaub..“ und mein Bruder drückte meine Hand zurück.

 

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Life Impression: Der Friedhof unserer Stadt

Video: Die Rose

Liebe ist wie wildes Wasser
Das sich durch Felsen drängt
Liebe ist so wie ein Messer
Das Dir im Herzen brennt
Sie ist süß, und sie ist bitter
Ein Sturmwind und ein Hauch
Für mich ist sie eine Rose
Für Dich ein Dornenstrauch

Wer nie weint und niemals trauert
Der weiß auch nichts vom Glück
Wer das sucht, was ewig dauert
Findet es im Augenblick
Wer nur nimmt, kann auch nicht geben
Und wer sein Leben lang
Immer Angst hat vor dem Sterben
Fängt nie zu Leben an

Wenn Du denkst, Du bist verlassen
Und kein Weg führt aus der Nacht
Fängst Du an, die Welt zu hassen
Die nur and’re glücklich macht
Dann vergiss nicht, an dem Zweig dort
Der im Schnee fast erfror
Blüht im Frühjahr eine Rose
So stark wie nie zuvor

Mein Abenteuer-Lauf

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Start!

Jawohl…. es war ein reines Abenteuer am Samstagabend.

Denn: Ich bin in einen Cross-Running-Lauf reingestolpert!
Irgendwie hab ich das bei der Anmeldung nicht gecheckt.
Ich habe zuvor schon im Internet über das Cross-Running gelesen und hatte einen Heidenrespekt davor.
Und jetzt lief ich da selbst, im Dunklen über ein Feld! Kein Weg…. nichts…. Aaargh!

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Strecke in der faszinierenden Dunkelheit

Das führte dazu, dass ich mich verdammt unsicher fühlte. Die ersten 2 KM kein befestigter Weg. Es ging über Wiese, Feld und Flur. Und das bei Dunkelheit, denn meine Läufer-Staffel ist erst um 17:45 Uhr gestartet.
Es hieß ja schließlich auch Vollmond-Lauf.
Die ersten 3 bis 5 KM muß ich ehrlich zugeben, dass ich mehr gekämpft habe, als genossen und mir das ein oder andere Mal dachte: „Was ist denn das bitte für eine Scheiße!“
Dann passierte Etwas, das mich ablenkte. Ein Läufer stürzte vor mir. Ich sprang noch irgendwie über ihn rüber, weil ich nicht auf ihn drauftretten wollte, aber erwischte volle-Kanne seine Hand.
Oh man, das tat mir so leid – aber ich konnte echt nichts machen!
Ich habe angehalten und sein Gesicht sah ganz böse aus. Er hat wohl einen plötzlichen heftigen Krampf im Oberschenkel bekommen und ist deshalb auf dem unwegsamen Gelände gestürzt.
Ein anderer Läufer hielt noch an, andere fragten, ob wir Hilfe benötigten. Wir sagten, sie sollen bei dem nächsten Stationsposten Bescheid sagen und jemand herschicken.
Ich und der Andere bildeten ein Team. Der Andere überstreckte unter den Schreien des Gestürzten das Bein, ich massierte gleichzeitig den Oberschenkel.
Als der Gestürzte uns bestätigte, dass die Krampferscheinungen besser sind, nahm ich mein Wasser aus der Rückentasche und meine Tempos (,die ich reichlich eingesteckt hatte, für den Fall, dass ich während des Laufs in den Wald huschen muß, um dem Ruf der Natur zu folgen), und wir säuberten seine Hände und sein Gesicht. Na also, bis auf ein paar Schürfwunden sah es doch gar nicht mehr so schlimm aus. Nach dieser Aktion kamen auch schon die Stations-helfer, luden den Gesürzten auf einen Fahradanhänger und wir konnten weiter laufen, denn diese empfohlen dem Gestürzten nicht mehr weiterzulaufen, da der Krampf leicht wieder kommen kann.

Ich kam in einen dunklen Wald. Hier war auch wieder so Etwas wie ein Weg. Meine Stirnlampe huschte mit meinen Bewegungen hin und her und „Limp Bizkit – Burning Bridges“ feuerte mich an.
Auf einmal war ich mir nicht mehr sicher was ich sah und hatte schon Angst, dass ich wohl Erschöpfungserscheinung habe.
Denn da im Wald, im Licht von meiner Stirnlampe, flogen lauter weise und leuchtende Wesen. Das sah aus, als wären Feen oder Elfen aus dem Wald herausgekommen! Es war so schön. Es waren zwar nur weise Nachtmotten, aber es sah so glitzernd und schön aus! Es war unglaublich…. und ab da lief es auch… und ich lief… und lief durch diesen Zauberwald… Ich hatte irgendwie die Gruppe verloren und hatte keinen weiteren Läufer mehr in Sicht. Aber es machte mir nichts aus. Ich hatte meine Unsicherheit in der Dunkelheit verloren und freute mich so über die magische Stimmung.
Bis ich auf einmal eine Hand grob an meine Schulter klopfen fühlte.
Ich erschrak, drehte mich um und ein freiwilliger Feuerwehrler, stand keuchend vor mir und sagte immer wieder: „Stop! Stop! Stop!“
Ich: „Häh? Wieso? Hab ich was falsch gemacht?“
Freiwilliger, keuchender Feuerwehler: „Man, Sie sind von der ausgeschilderten Strecke abgekommen. Sie hätten abbiegen müssen. Ich renne Ihnen schon voll lange hinter her… und wieso haben Sie nicht auf mein Rufen gehört! Maaaan, echt!“
Ich zeigte nur auf meine Kopfhörer. Feuerwehrler: „Oh man, echt….!!!“
Ich: „Sorry…“Feuerwehrler hat mich dann zurück auf die Strecke geleitet und so kam es, dass ich nicht, wie angemeldet nur 11 KM gelaufen bin, sondern 12,8 KM. Lauf-Kiara hat ja so eine schlaue App, die das alles aufzeichnet.
Feuerwehrler hat noch dann als er mir zeigte, wo es wieder lang geht gemotzt: „Man, das hätte ich auch nicht gedacht, dass heute abend noch Jemand falsch läuft…“
Kann ich doch nichts dafür, wenn ich vom Zauberwald und vom Laufen so ausgeschaltet war, dass einfach meine Beine übernommen haben.

Mit meiner anfänglichen Unsicherheit im unwegsamen Gelände auf nicht-befestigten „Wegen“, meiner Ersten-Hilfe-Aktion und meiner Zusatz-Strecke – wurde ich sage-und-schreibe „Drittletzte“ von meiner Läuferstaffel, Zeit 01:34. Verfluxt aber auch! Aber ich muß echt sagen, so ein Cross-Running-Event ist eine ganz andere Hausnummer, als so ein normaler Lauf auf befestigten Wegen. Das ist schon: Heieyeieyeieyei…. Aber ICH HABE DURCHGEHALTEN!

Aber egal: Es war ein unglaubliches Gefühl beim Zieleinlauf ausgerufen zu werden! „Und hier kommt Lady Kiara, Startnummer 1252, aus dem schwäbischen XOXO.“
Danny-FWB hat mich ja begleitet und im Ziel auf mich gewartet. Zusammen mit Soni. (OEJ konnte nicht.)
Die Beiden waren klasse! Die haben beim Zieleinlauf so viel Krach gemacht, dass ich erwartet hätte, dass da eine ganze Armee steht und mich auf den letzten Metern anfeuert. 🙂
Manchmal kann ich es einfach nicht glauben, was für wunderbare Freunde ich habe.
Ich werde nächstes Jahr bei diesem Lauf wieder mit machen, denn dieser Lauf ist wirklich etwas Besonderes, nicht nur weil es von der Strecke, wie auch von den Höhenmetern (234), sondern weil es einfach etwas Besonderes ist.
Ich habe mir heute mit Excel wieder eine neue Tracking-Liste erstellt, nach dem 100-Tage-Prinzip, mit welchem ich startete – BODY, FOOD, MIND

Ich bin hochmotiviert und der nächste Lauf kommt bestimmt! Ich bin schon am Ausschau halten!