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Und es lag Schnee… auch in meinem Herzen

Die Glocke läutete. Sie läutete laut in meinen Ohren.
Aber das lag wahrscheinlich auch daran, dass ich direkt unter dem Glockenturm stand.
Die Glocken begleiteten die Familie und Angehörige eines anderen verstorbenen zu dessen Grab.

Die Menschen versammelten sich. Es wurden immer mehr. Hände wurden geschüttelt. Menschen, an die ich mich nicht erinnern kann, die sich als mehr oder weniger enge Verwandte meines Opis aus seiner Heimat in Bayern ausgaben, sprachen mich an. Anscheinend erinnere ich sie an meine Mutter, als diese noch jünger war. Ich gab mir keine Mühe die Gesichter und Namen mir zu merken. War es ja doch fraglich, ob ich die Personen je wieder sehen würde.

Dann läutete die Glocke für meinen Opi. Exakt zur angesetzten Zeit. Und der Kloß in meinem Hals nahm zu.
Schweigend lief ich neben meinem Bruder, meinem Schwesterchen und dessen Freund in die Aussegnungshalle.
Es ist eine schöne Halle. Vorne, wo der Sarg aufgebahrt und dekoriert ist, und auch ein großes Bild von meinem Opi steht, ist sie lichtdurchflutet. Überall liegen Rosenblätter.
Links soll meine Omi und die Kinder von Opi mit deren Ehepartnern sitzen, also auch meine Eltern. Rechts, die ersten zwei Reihen sind für die Enkel reserviert.
Als ich die Reihe aufrutsche, umklammere ich meine rote Rosen, die ich trage so fest, dass ich einen Stiel abbreche.
Ich setze mich, betrachte den Sarg…. die Rosenblätter… den Marmorboden… das Blumengesteck… das Weihwasserbecken… die Menschen, die hereinströmen… und fühle mich zum ersten Mal so richtig endlos einsam… einfach nur einsam und alleine. So als wäre die Frau, die neben mir Platz  nimmt, nicht meine Schwester, so als wäre ich unter Fremden.

Das Lieblingslied meines Opis „Die Rose“ nahm mir die Luft.

Und als wir dem Sarg nachliefen, zu dem Grab… und der Trompeter dieses Lied spielte, waren meine Beine blei. Und trotzdem konnte ich mechanisch einen Schritt vor den Anderen setzen. Der Schee knirschte unter jedem Schritt… meine Wangen waren heiß von den Tränen, die automatisch und still und warm meine Wangen hinabrollten…

Die vielen Menschen, die kamen, waren höflich und ließen der Familie Platz vor dem Grab.

Der Sarg wurde von den Friedhofsdienern heruntergelassen, zu dem Lieblingslied meines Opi’s „die Rose“. Alle hielten den Liedtext und es hörte sich sehr schön an, wie so viele gemeinsam sangen. Aber es war so endgültig.
Ich zerquetschte die Stiele meiner Rosen. Und ich stand da… und ich stand da alleine.
Meine Schwester hatte ihren Freund, mein Vater meine Mutter, meine Oma ihre Tochter und ich stand da… und ich fühlte mich noch niemals so einsam… so unverbunden mit dieser ganzen Situation. Mein Herz war in einer eiskalten Hand…
Als ich schluchzte, kam zwar die Hand meines Vaters und zog mich zu sich an seine Brust und reichte mir ein Taschentuch. Aber es fühlte sich nicht warm an, ich fühlte mich nicht aufgehoben und geborgen… es fühlte sich verbogen und fremd an… mein Herz schlug einerseits so schnell und ich wunderte mich, wie es dies denn bewerkstelligen konnte, spürte ich doch so sehr diese eisige Klaue, welche es hart umklammerte… und um mich herum der Schnee auf dem Friedhof und die Klänge von „die Rose“.
Da lauschte ich dem Text und dachte mir, wie dieser doch passt. War das nicht paradox?

„Wenn Du denkst, Du bist verlassen
Und kein Weg führt aus der Nacht
Fängst Du an, die Welt zu hassen
Die nur and’re glücklich macht“

Mein Vater löste sich von mir… er ging zur Kondulenz an das Grab und ich stand da… ich sah nichts mehr richtig… nur noch schemenhaft.. und dann wurde ich sachte geschupst und meine Mutter nahm mich mit sich an die Hand und ging mit mir ans Grab… Meine zerquetschten Rosen warf ich hinein… und träufelte Weihwasser hinterher… Erde gleitete aus meiner Hand, rieselte nieder…
Und dann war es wirklich vorbei und mich zerrieß es… ich schaute auf den Schnee und blickte nicht hoch… ich wollte nicht hochblicken… wollte die Menschen um das Grab herum nicht sehen…wollte die Welt nicht sehen… wollte gar nicht da sein… und wollte auch nicht gesehen werden… deshalb hielt ich meinen Arm vor mein Gesicht und weinte in meinen Mantelärmel…mein Bruder und meine Mutter zogen mich weg aus der Sicht und setzten mich auf eine Bank…
Er selbst hat es nicht ausgehalten nach der Kondulenz und musste aus dem Friedhof raus… ich hörte seine Schritte auf dem Schnee, wie er raus rannte, zu dem nächsten Ausgang… weil er es auch spürte, und genauso wenig aushielt wie ich… dieses fremde Gefühl und dieses Gefühl in der Fremde zu sein.
Ich war Stein… ich konnte nicht hinter her… Ich war ja Fremd hier.

Menschen kamen an die Bank…. schüttelten meine Hand… drückten mich… stellten sich vor… als die Gesellen aus dem Männerchor von meinem Opi… als seine Meisterkollegen aus der Handwerkskammer… und so weiter… von Wildfremden wurde meine Wange gestreichelt… und trotzdem: ich fühlte mich fremd und einsam… ich sah mich um… blickte auf… der Friedhof sah in dem Schnee wunderschön aus… und jetzt, kamen Sonnenstrahlen heraus… und der Schnee glitzerte und die Blumenkränze fingen an zu strahlen…
Das Kreuz für meinen Opi war aufgestellt.
Der Friedhof leerte sich…

Meine Schwester und ihr Freund kamen zu mir… setzten sich auf die Bank neben mich.

Schwesterchen: „Warten wir noch ein bisschen, bis wir ins Stübchen gehen zum Essen?“
Ich nickte stumm.
Wir saßen einfach zu dritt da und schwiegen.

Eine Weile später kam mein Bruder… und sagte, sein Herz fühlt sich an, als würde darin Schnee liegen, so wie hier auf dem Friedhof.
Wir umarmten uns alle und gingen…

„…Dann vergiss nicht, an dem Zweig dort
Der im Schnee fast erfror
Blüht im Frühjahr eine Rose
So stark wie nie zuvor.“

sangen wir… zu viert… und ich muß sagen, es hörte sich auch nicht schlecht an. Unsere vier Stimmen harmonierten… und wir gingen in einer Viererkette Hand in Hand der Sonne entgegen zu dem „Stübchen“ das nur wenige Gehminuten vom Friedhof weg war und begannen die Rose wieder vorne… wir brauchten keinen Liedtext… Opi hat es oft genug uns vorgesungen.
Und in der Sonne flirrte Schneestaub in der Luft und glitzerte ganz schillernd… und ich drückte die Hand von meinem Bruder und flüsterte ihm ins Ohr, während er mit den Anderen weiter sang: „Schau mal.. Feenstaub..“ und mein Bruder drückte meine Hand zurück.

 

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Life Impression: Der Friedhof unserer Stadt

Video: Die Rose

Liebe ist wie wildes Wasser
Das sich durch Felsen drängt
Liebe ist so wie ein Messer
Das Dir im Herzen brennt
Sie ist süß, und sie ist bitter
Ein Sturmwind und ein Hauch
Für mich ist sie eine Rose
Für Dich ein Dornenstrauch

Wer nie weint und niemals trauert
Der weiß auch nichts vom Glück
Wer das sucht, was ewig dauert
Findet es im Augenblick
Wer nur nimmt, kann auch nicht geben
Und wer sein Leben lang
Immer Angst hat vor dem Sterben
Fängt nie zu Leben an

Wenn Du denkst, Du bist verlassen
Und kein Weg führt aus der Nacht
Fängst Du an, die Welt zu hassen
Die nur and’re glücklich macht
Dann vergiss nicht, an dem Zweig dort
Der im Schnee fast erfror
Blüht im Frühjahr eine Rose
So stark wie nie zuvor

Warum ich trotzdem froh bin…

Ich bin trotz meiner Trauer froh. Wirklich froh. Und doch dürfte ich es niemals laut aussprechen. Ächten würden sie mich. Wahrscheinlich für mehrere Monate schneiden, vielleicht würden sie mich zu Weihnachten ignorieren. Denn das sind die Bestrafungen, die man in unserer Familie erfährt, wenn man sich gegen das Verhält „was sich gehört“.
Aber ich schäme mich nicht, dass ich dennoch froh bin.

Ich bin froh für Opi.
Er hatte genau den Tod, den er wollte.
Er wollte nie weg, nie ins Krankenhaus gebracht werden, nie ins Altersheim.
Vor 2 Wochen war er so schwach, schon mehrere Tage. Er stand nicht mehr auf. Er aß und trank nicht mehr selbst, weil seine Arme die Kraft nicht mehr hatten sich ein Glas zu nehmen. Wir flößten ihn Apfelschorle mit dem kleinen Löffel ein.  Als sein Bein dick wurde, haben wir gegen seinen Willen den Hausarzt kommen lassen. Dieser sagte, er müsse ins Krankenhaus und sich gründlich untersuchen lassen, er vermute Thrombose.
Wir ließen ihn dann noch die Nacht in seinem Bett und beratschlagten uns. Und beschlossen, dass wir ihn am nächsten Morgen ins Krankenhaus einliefern lassen.
Meine Tante ist mit gefahren. Sie meinte, er hätte solche Angst gehabt, das hätte man ihm im Krankenwagen genau angemerkt. Im Krankenhaus haben die Ärzte ihn gründlich untersucht und er durfte noch am selben Nachmittag wieder nach Hause.
Meine Tante hat erzählt, dass er den ganzen Weg im Krankenwagen, der ihn nach Hause fuhr, immer wieder fragte: „Und wohin fahren wir jetzt?“
Und meine Tante immer sagte: „Heim…“
Opi: „Ja, wo heim… zu Dir heim?“
Meine Tante: „Nein, zu Dir nach Hause.“
Opi: „Du verarschst mich! Ich war im Krankenhaus. Ihr bringt mich heimlich weg!“

Ja, mein Opi war so einer, der ganz unverblümt sprach, wie es ihm die Seele vorgab und auch mal solche Worte benutzte, wie „verarschen“ oder „Hornochse“ oder „debberte Kuah“ oder „so ein Vollarsch“.

Als der Krankenwagen vor unserem Haus hielt und sie den Opi dann mit seinem Rollstuhl ausluden, saß er anscheinend in dem Rollstuhl und machte ganz große Augen. Und als er seine Straße und sein Haus erkannte, hat er so richtig aufgejuchzt und „Jaaaaaahhhhh!!! Zu Hause!!! Ich bin zu Hause!!!“ gerufen.
Ich hatte schon Feierabend und hatte gerade mein Auto geparkt, als er ganz strahlende im Rollstuhl saß und der Krankenwagen gerade wegfuhr.
„Sie haben mich nach Hause gefahren!“ hat er mir ganz stolz erzählt.
Tante und ich haben ihn dann die Treppe hoch bugsiert. Das war nämlich gar nicht mehr so einfach. Eigentlich kann er aus eigener Kraft gerade mal drei Stufen laufen. Dann muss man ihn per Räuberleiter, die man zusammen auch überkreuzten Armen macht hochtragen. Aber Opi wog zu letzt noch ganz wenig, da ging das schon.
Oben angekommen warteten seine Kinder und ein Großteil seiner Enkel, und natürlich seine Ehefrau auf ihn.
Die Freude, dass er nach Hause durfte und wir ihn weiter zu Hause begleiten konnten, war bei Opi so groß, dass er am selben Abend noch ein ganzes Stück Kirschkuchen aß und eine Grießsuppe. Das ist für ihn schon ein Festmahl von der Menge her. Genauso konnte er sich selbst auf dem Stuhl halten und trank selbstständig sein Radler und er ging das erste Mal seit langen wieder alleine auf Toilette!
Natürlich gefolgt von einem ganzen Geschwader Familie, denn wir erschraken alle ganz furchtbar, als er auf einmal seinen Stock packte, für seine Verhältnisse echt schnell aufstand und wackelig, aber stetig, in den Flur spazierte. Alle sind wir aufgesprungen… alle Hände sofort bereit ihn aufzufangen…  Münder sprachen: „Opi geht es?“
und „Opi, soll ich Dich nicht halten?“ und „Opi, wo willst denn hin?“
Opi drehte sich mitten auf seinen Weg zu uns um, stützte sich zittrig auf seinen Stock und meinte nur: „Was macht ihr denn für einen Aufstand? Ein alter Mann wird ja wohl noch mal in Ruhe auf’s Klo dürfen!“
Wir staunten alle echt nicht schlecht.
Konnte er sich bis zu dem Tag davor kaum im Bett selbst bewegen.
Er ging auf Toilette. Einige folgten, denn ja, der Zustand von meinem Opi war so wackelig, dass er dann doch kleinlaut zu gab, dass man ihm halten müsste beim Hose ausziehen. Platzierte sich auf die Toilette, alle Augenpaare natürlich auf sich gerichtet… und schloß die Augen.
Irgendwann öffnete er eins, und meinte: „Meine Güte, da kann man sich ja echt nicht entspannen. Türe zu! Du und Du (das war an eine Tochter  von ihn gerichtet, die ihn während des Ausziehvorgangs hielt und an mein Schwesterchen, die half ihn die Hose vom Po zu ziehen) raus hier! Ich rufe, wenn ich nicht mehr kann, beziehungsweise sag ich Bescheid, wenn ich fertig bin. Bis dahin: Türe zu!“

Eine kuriose Situation… Trotzdem mussten wir alle lachen. Für uns war es toll, dass er so fit war, innerhalb von wenigen Stunden, dass er wieder Befehle erteilte. Wir fühlten uns, als wären wir kurzerhand in einen Sketch verfrachtet, aber wir sind die Hauptdarsteller.
Wir warteten geduldig alle im Flur vor der Toilettentüre. Mit Omi waren wir 9, die da wie die Hühner auf der Stange auf der Garderobe von meiner Oma saßen, oder vor der Türe rumstanden. Und alle lauschten angestrengt, ob man Opi halten musste wohl, oder ob ein Ächzen zu vernehmen war, oder ob er umfiel oder so was.
Aber es kam kein Geräusch.
Omi gingen die Nerven durch: „Opi – alles in Ordnung da drin bei Dir?“
Von Opi kam ein entnervtes: „Hetze mich nicht, Weib!“

Das Adrenalin, das durch die Freude bei Opi ausgeschüttet wurde, hat ihn wirklich wieder so ziemlich fit werden lassen.
An diesem Abend blieb er sogar bis um elf Uhr im Wohnzimmer in seinem Sessel sitzen.
Wir erklärten ihm, dass wir ihm jetzt jeden Tag Thrombose-Spritzen setzten mussten und wir alle eingewiesen werden vom Pflegedienst, damit wir es alle auch können. Wir mussten ihm versprechen, dass wir immer schön abwechseln zwischen seinen Beinen und seinem Bauch.
Noch vor 1,5 Wochen an dem Freitag, als die Bayern verloren, hat er mit meinem Vater das Fußballspiel angeschaut. Am Samstag danach hat er mit all seinen Enkeln Gemüselasagne gegessen, die meine Omi gemacht hatte.
Und trotzdem hielt das Adrenalin nicht an, und er wurde von Tag zu Tag wieder schwächer.
Bevor ich verreiste, erzählte ich ihm, wo ich überall hin müsste. Und dass er mir die Daumen drücken sollte. Er meinte, er würde die großen Zehen auch mit drücken. Und als ich mich verabschiedete rief er mir nach: „Viel Erfolg! Bring auch Aufträge mit, damit die Geschäfte gut laufen!“
Aber da konnte er schon wieder nicht mehr selbst trinken, oder selbst vom Sessel ins Bett.

Aber genau so behalte ich ihn auch in Erinnerung, mit dem Schalk in den Augen.

Und froh bin ich, dass es jetzt doch so schnell ging für ihn.
Wir haben jetzt zwar seit Heilig-Drei-König angefangen uns alle zusammen, immer im Wechsel, uns um ihn zu kümmern. Er musste oft gewickelt werden, weil er oft zu schwach war um auf Toilette zu gehen und wir zu langsam um ihn rechtzeitig aus dem Bett zu hieven und ihn auf den sogenannten Nachtstuhl zu setzten.
Wenn er vom Sessel ins Bett wollte, haben oft zwei Personen ihn unter den Armen gepackt und ihn in den Rollstuhl gezogen. Vor dem Bett dasselbe wieder: zwei Personen die ihn hievten, wuchteten und schoben, bis er richtig lag.
Ich hab dann immer gesagt: „Opi, bald ist es vorbei. Bald hast Deine Ruhe und darfst schlafen, dann haben wir es und quälen Dich nicht mehr.“
Er hat dann nur immer gesagt: „So… meinst, oder?“
Auch abwechselnd Nachtwache haben wir an seinem Bett gehalten. Immer so, wie es jeder konnte, immer der, der am nächsten Tag nicht zu viel Streß in der Arbeit vermutete.
Er war bis zuletzt im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte. Er hat immer gesagt: „Des ist die Kiara, des ist nämlich die Einzigste mit ganz schwarze Haare…“
Oder wenn eines seiner Kinder ohne Ehepartner da war, hat er sofort nach diesem gefragt, und wie es dem geht und wo der Partner denn sei.
Und er hat bestimmt auch voll mit bekommen, dass sein Körper immer schwächer wurde. Und das war bestimmt nicht schön für ihn.
Deshalb freue ich mich für ihn, dass es jetzt, bevor es noch schlimmer wurde, für ihn vorbei ist. Und ich freue mich, dass er so einen friedlichen Tod hatte, dass er nicht einmal kurz geröchelt hat oder kurz einen Anflug von Schmerzen hatte.
Mein Papa hat gesagt, er hätte wirklich nur gesagt: „Dann schlafe ich jetzt. Tschüss, mein Sohn!“ Hätte die Augen zu gemacht. Noch zwei Atemzüge genommen und hätte einfach aufgehört zu atmen. Und ich freue mich für ihn, dass sein Wunsch in Erfüllung ging, dass er zu Hause bleiben durfte und in seinem Bett (das war ihm sein Liebstes!) einschlafen konnte, und dass er starb, bevor Pflege für ihn zur Erniedrigung werden musste.

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Und deshalb freue ich mich für ihn und bin froh!

Abschied nehmen

Trauer3

Ich war die Tage zuvor von Dienstag ab verreist.
Ich bin noch zu Opi ans Bett, als ich zurück war und habe Meldung gemacht, dass ich wieder da sei. Und musste nochmal erzählen, wo ich überall war.

Er sagte dann zu meinem Papa, der noch bei ihm blieb:
„Jetzt sind ja alle da… Jetzt kann ich ja schlafen…“

Weil eine Erkältung im Ausbruch  bei mir war, bin ich dann hoch in meine Wohnung, um in Bälde zu Bett zu gehen.

Gestern um ca. 21:30 Uhr ist mein Opi mit 96 Jahren  friedlich eingeschlafen. Hat einfach die Augen zu gemacht und aufgehört zu atmen.

Heute um 17:00 Uhr wurde er vom Bestattungsinstitut abgeholt.

Ich bin im Abschied…