Schlagwort: Entspannen

Tagebuch: 04.08.15: Retter über den Tag

Heute hat mir die geführte Meditation mit dem Mantra „Liebe und Vertrauen strahlen aus mir“ wirklich geholfen. Sie hat mich sozusagen über den Tag gerettet. Ich würde sagen, jetzt bin ich wirklich in der Meditation drin, kann sie genießen und ernten, so dass sie hilft.
Ich bin nämlich von gestern auf heute auch nur auf 4,5 Stunden Schlaf gekommen.
Ich habe keine Ahnung was das ist. Ich kann einfach nicht schlafen. Ich habe keine Sorgen, Ängste oder konkrete Gedanken, die mich wach halten. Ich dringe nur nicht in den Schlaf. Die Gedanken, die mich heimsuchen, sind nicht mal fertig gedachte Gedanken. Es sind Fetzen zu unterschiedlichen Themen. Und beruflich ist nichts dabei gewesen. Ich bin gestern um ein Uhr dann wieder aufgestanden, nachdem ich so schlaflos war. Um halb zwei habe ich mir Baldrian-Tinktur in ein Glas. Und habe während es wirkte, mir meine Fotos und Erinnerungen auf dem Handy sortiert. Es ist dann nicht so, dass ich nicht erschöpft wäre. Aber es reicht halt nicht zum schlafen.
Der Baldrian hat gewirkt und ich bin um zwei ins Bett getapst.
Diese 4,5 Stunden haben auf jedem Fall schon mal mehr bewirkt, als die gefühlten Null-Stunden von Sonntag auf Montag. Ich war pünktlich bei der Arbeit.
Mittags kam dann schon die Müdigkeit und ich habe die geführte Meditation 15 Minuten durchgeführt. Es hat gewirkt, wie ein kleines Nickerchen. Ich bin entspannt wieder in den Raum zurückgekehrt. Und konnte meine Arbeit den Mittag über mit Gelassenheit erledigen.
Ich bin froh, dass ich zu der geführten Meditation gefunden habe, und diese bei mittlerweile so gut anschlägt.
Ich bin mir sicher, ohne die Meditation wäre ich fahrig gewesen, launisch, unbelastbar. Wahrscheinlich hätte Sibli alles ab gekriegt. So haben wir einfach beide gegenüber sitzend gearbeitet.
Dennoch spüre ich das zu-wenig-schlafen.
Nomalerweise wäre heute Höhlen-Dienstag.
Das habe ich gestrichen. Ich habe beschlossen, dieses immer was erledigen, immer was machen, immer durchhalten – ist für heute mal ausgeschaltet.
Ich bin einfach nach Hause. Habe alle Fenster geöffnet. Mir ein schönes Vesper zum Abendessen gegönnt. Ein bisschen gelesen. Und habe einfach mal dafür gesorgt, dass ich runterfahre.
Ich glaube heute Nacht kann ich schlafen. Ich werde aber vorsichtshalber gleich die Baldiran-Tinktur nehmen, und nicht erst warten, bis ich entnervt in der Wohnung herumtigere. Vielleicht kann ich die Insomnia besiegen. Sie sucht mich ja öfters mal heim. Und ich wünschte, ich würde die Gründe kennen, denn dann könnte ich gezielt gegensteuern.

Ich habe mir heute in der Arbeit zwei Meditationskissen bestellt. Total Schöne! Nachdem ich ja jetzt öfters meditiere, schreibe ich hier bewusst von den Kissen im Plural. Ich habe mir nämlich zwei bestellt. Eines für zu Hause und eines fürs Büro. Ich schließe nach dem Essen in der Mittagspause nämlich meine Bürotüre und mache dann entweder Yoga oder meditiere eben. Sibli ist dann immer nicht da, weil sie mit ihrem Hund Gassi geht. Ich habe dann also echt meine Ruhe. Bisher habe ich immer auf meiner Yoga-Matte meditiert. Meine Black-Roll habe ich auch schon ins Büro geschleppt. Bald ist es dort kein Arbeitszimmer, sondern ein Sport-Yoga-Lady-Wohnzimmer 😉

Mein freudig erwartetes Meditationskissen! <3
Mein freudig erwartetes Meditationskissen!

Wenn Sibli nicht mit ihren Hund Gassi gehen muss, weil ihr Mann vielleicht mal gerade frei hat, oder ihre Kinder Ferien haben und diese sich um den Hund kümmern, hat Sibli sogar schon mit Yoga gemacht.
Deshalb bin ich auch froh, dass ich zu Yoga und zur Meditation gefunden habe. Denn vorbei sind die Mittagspausen, die diesen Namen gar nicht verdient haben, da ich mit den mitgenommenen Hektik, Druck und Stress von zu vor mein Essen verschlang, um dann sofort wieder weiter zu arbeiten. Jetzt mache ich richtig und die volle Zeit Pause und tue mir auch noch was Gutes. Also, kann man sagen, dass das vor 3 Monaten, als ich ebenfalls über einen Post in einem Meditations-Blog hier auf WordPress mich eingelesen habe, eine schicksalhafte Eingebung war.
Meine Magie an die ich glaube: Das Universum kümmert sich um mich!  ❤
Oder ich selbst mich um mich, da ich mir wieder ein Instrument für meinen persönlichen Notfallkoffer an trainiert habe. Meine Güte: Die „Andere“, von der ich mich im Februar ja mit einem Abschlussgespräch verabschiedete, wäre so sehr stolz auf mich! Oder vielleicht trage ich ja selbst eine „Andere“ in mir. Self-Therapy sozusagen.  🙂

Ach übrigens: Ich habe heute wirklich den schweizer Para-Psychologen angerufen. Er hat eine super symphatische Stimme. Er hat mich gut informiert, wie er in der Hypnose vorgeht, was es kostet, dass er auch danach als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Er ist leider etwas voll. Ich habe am 01. September einen Termin. Klar, dass ich gespannt bin, wie ein Flitzebogen. Ich erhoffe mir so viel daraus. Und es kommt mir vor, als wäre nur durch dieses Telefonat und durch die Terminvereinbarung Land in Sicht.

Tagebuch: 31.07.15: Seltsamer Tag

Heute war einfach nur ein seltsamer Tag.
Einfach zu viel Termine, zu viele Telkos, zu viele Abgaben einzuhalten.Das erforderte ein Arbeitspensum heute für mich von 8 Uhr bis 19:30 Uhr.
Kommt halt manchmal vor. Ich will ja nicht klagen. Was erledigt werden muss, muss erledigt werden. Dort wo ich in der Pflicht stehe, stehe ich in der Pflicht und nehme meine Verantwortung an. Und die Projektmanagerin in mir fordert auch  noch ihren Perfektionismus.
Das Ganze wurde auch noch hinausgezögert, dass ich eine Stunde Pause machte, weil Sibli einen Prosecco ausgab. Einfach so… ohne weiteren Grund. Sie hatte einfach Lust sich am Freitagmittag zum Einklang des Wochenendes einen Anzusaufen. Das haben wir dann zu viert auch getan. Dennach habe ich noch 3 Stunden eine weiter !Achtung!Unwort! Ausschreibung bearbeitet. Ich garantiere Euch: Das Ergebnis ist bestimmt grandios, schließlich war ich dann echt spritzig unterwegs… *Schmunzel*

Aber hey, dafür wirken die Kortison-Depots unter meiner Wirbelsäule an der Nervenentzündung.
Ich bin gestern zum ersten Mal seit Monaten eingeschlafen, ohne dass ich diesen dumpfen linksseitigen Schmerz am Rücken hatte. Und heute morgen im Bad hat es auch keine Ausfallerscheinungen gegeben. Fortschritt!
Heute mache ich nichts mehr… Sofa… Relaxen… Chillen… lesen… Feierabend… Ab ins Schnurzurella-Land! Und Vorfreude auf zwei Tage Wochenende. Zuerst habe ich mir überlegt, ob ich Himmelstürmer antriggern soll. Letztendlich habe ich mich dagegen entschieden, denn ich habe heute meine mir als Frau zustehende 10.000 gesprochene Worte bei weitem überschritten. Ich mag heute mit niemand mehr laut sprechen.

Tag 9 bis Tag 12 – Meine 30 Tage mit Meditation

Tag 9 lief noch ganz reibungslos. Aber ich war wieder total müde. Zum Glück musste ich nicht arbeiten, und konnte mich dann nach der Meditation diesem Bedürfniss des Mittagsschlafes beugen. Wieso bin ich denn dannach so fertig, dass ich das Gefühl habe, jetzt muss ich mich unbedingt hinlegen und schlafen? Das nervt… Echt!

😛

Tja, die restlichen Tage: mit Meditation war nicht so viel, ganz ehrlich gesagt. Also gar nichts.
Letzten Freitag wurde mir mein Urlaub „aus betrieblichen Gründen“ gestrichen. Nun ja, knallhart gestrichen kann man nicht sagen. Ich wurde ganz freundlich gefragt, ob ich ab Mittwoch wieder arbeiten könnte. Und da die mich wirklich brauchten, wegen mehreren Dingen, die zugleich unerwartetet reinkamen, habe ich halt „Na gut…“ gesagt.
Und am Mittwoch, also Tag 10, hatte ich morgens noch ganz fest vor, die Meditation in der Mittagspause zu machen. Und was war: Mit den Kollegen gequatscht, mich verquatscht… voll die Meditation vergessen… Abends im Bett ist mir dann an Tag 10 siedend heiß eingefallen, dass ich sie vergessen hatte. Ganz klar, dass ich mich, wenn ich gerade am Einschlafen bin, nicht mehr aus dem Bett trolle…
Am Donnerstag, Tag 11, hatte ich ganz fest vor, die Meditation in unserem Ruheraum in der Mittagspause durchzuführen, und habe mir sogar eine Erinnerung in mein Handy eingespeichert. Dies hat auch gute Dienste vollbracht und ich stackselte hochmotiviert ein Stockwerk nach unten und habe mich sogar richtig auf die 10 Minuten meditatives Atmen gefreut. Vor dem Fitnessraum, einen Schlenker nach links, denn dort war immer der „ruhige“ Ruheraum, und stehe vor einer durchgebrochenen Wand, einem orange-weißen Absperrband und einem Schild: „Aufgrund der andauernden Verbesserungen bezüglich der neuen Brandschutzbestimmungen entsteht hier ein Fluchtweg. Während der Bauarbeiten diesen Durchgang allerdings bitte nicht benutzen und den Ausgang rechts wählen.“
Na super…. rechts gibt es auch noch einen Ruheraum, aber der ist definitiv kein Ruheraum.  Die Tür grenzt an einen Raum, in welchem eine Tischtennisplatte steht und ein Tischkicker. Beides reichlich genutzt in der Mittagspause, untermalt mit Musik, die ebenfalls durch die Türe des Ruheraums durchdringt. Zudem kommen die männlichen Brunftgeräusche der Spielenden, das Quietschen der weiblichen Cheerleadern, die ja auch nicht fehlen dürfen und das klackern und knocken des harten Balles vom Tischkicker der wie blöd gegen die Bande knallt. Zudem ist im anderen Raum, also hinter dem Ruheraum, eine weitere Firma eingemietet, die sich auf die Herstellung von Apfelchips spezialisiert hat, und ihre Schneidemaschine dort platzierte. Die ist soooo laut, und dass ständig Tack-Schnuffffffft-Tack-Schnufffffft ist dann echt nervend. Na toll, in dem noch verbleibenden Ruheraum konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen irgendwie zu meditieren.
Ich lief wie ein angefahrenes Reh im Gebäude herum, und überlegte fieberhaft wo ich denn jetzt meditieren könnte. In meinem Büro saß meine Kollegin und hat mit Schatzi gequasselt – also Fehlanzeige. In der Küche bei uns sitzen immer jede Menge Leute…. würde nur noch die Toilettenkabine bleiben. Da wäre ich alleine, kann abschließen und es ist einigermaßen ruhig. Aber äh… sorry… äh…. neeeeeeee!
Also fiel die Meditiation an Tag 10 ebenfalls flach, denn abends wollte ich noch was von meinem Abend haben, und nicht von der Meditiation, wie es meine vorangegangenen Erfahrungen einfach gezeigt haben, so geplättetet wieder hervortretten, dass ich gleich schon um halb neun oder so ins Bett falle.
Dafür hatte ich an Tag 10 nachmittags mein Physio mit der Ultraschallbehandlung (diese Frau hier ist nämlch total kaputt 🙂 ), und das war total entspannend und schön, und ich bin total relaxed wieder ins Büro zurück.
Heute, Tag 12 habe ich dann gleich mal pauschal beschlossen, dass es mit Meditation nichts wird. Denn morgens würde mich das killen, und ich würde direkt wieder im Bett liegen und gar nicht erst im Büro ankommen, weil mich die Meditation ja immer so fertig macht. Also fällt die Morgen-Meditation, was ja bei Anderen wahre Wunder wirkt, für mich mal aber auf jedem Fall flach. Mittags gibt es keinen Platz bei mir im Geschäft, und abends will ich nicht schon wieder die Müdigkeitskeule überzogen bekommen. Deshalb habe ich beschlossen heute abend an der frischen Luft im Garten 45 Minuten meine Gymnastik zu machen, und dann zu Pianomusik mein Relax-Yoga. Und das hat wirklich gut getan. Ich habe mich wirklich entspannt, die Arbeit hinter mir gelassen und sitze nun sehr entspannt auf dem Sofa. Also, was will ich mehr? Ich denke jeder muss seinen Weg hier finden.
Morgen ist Samstag, da bin ich nicht auf der Arbeit und werde nochmals Meditation versuchen. Am Sonntag auch… aber wenn das mich weiter so arg müde macht, dann ist dieses Projekt eventuell das erste Projekt von mir, dass ich abbrechenkönnte.