Schlagwort: Aufregung

Festzeit

Alles fing ja am Dienstag mit der Höhle an.
Mein Lotterleben…
Oder: Mein aufregendes Leben… mein jetzt-gerade-super-schönes-Leben.
Seit dem war ich jeden Abend aus. Bin keinen Abend vor Mitternacht heimgekommen.
Am Mittwochabend habe ich Himmelstürmer getroffen in einer unserer beider Lieblins-Lokation. Am Donnerstag war ich mit FS-Mädel aus. Und gestern war ich auf einem Traditionsfest in einer benachbarten Stadt mit OEJ. Es war eine absolut geniale Sommernacht. Und ich trank mal wieder zu viel Wein.
Und heute, am Tag des wichtigen EM-Spiels, (mehr …)

Entspannungs-Tee <3 und Baldrian <3

Hallo meine Mäuse und Mäuseriche,

Ich hoffe ihr habt Euren Montag gut über die Runden bekommen?!

Ich bin ein bisschen arg müde, denn ich hatte die letzten 3 Nächte immer diesen Augen-Traum.
Und morgen ist ja die OP. Und weil ich von diesem Traum ja immer an der selben Stelle aufwache, fehlt mir für mein Koalabär-Dasein mein durchgängiger Schlaf.
Deshalb trinke ich jetzt einfach meinen Entspannungs-Tee… und nachher beame ich mit Baldrian weg und hoffe, dass ich heute Nacht richtig schlafen kann. Und wenn ich träume, dann will ich gefälligst einen anständigen Sex-Traum haben, und nicht diesen blöden Augen-Traum.
Oh ja… und wenn die Fäden dann gezogen sind und ich nicht mehr grün-blau bin, dann mache ich mich wieder auf ans Daten 🙂

Morgen wird Dille mich zur OP fahren, und mich dann auch wieder heim buchsieren und auch die Krankenschwester für mich spielen und mir bei der Eispflege meiner Augen helfen. Sie ist sooooo lieb! Meine Dille…. ❤
Genügend Eiswürfel habe ich schon in Herstellungsauftrag an meine Gefriere gegeben.
Na ja… wird schon schief gehen, gelle.

Also, dann… schönen Abend und wenn es so weit ist: Gute Nacht :-*

Eure Lady K.

Das Konto „Abenteuer“ – oder – meine Weihnachtsgeschichte

Ich war eines Donnerstags, so vor 3 Wochen, mal wieder im hohen Norden, in einer der schönsten und aufregendsten Städte von Deutschland. Zumindest ist so mein Empfinden.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht, das per zufällig-geschossene Fotos zu dokumentieren.

Denn ich habe ein selbst verschuldet ein Abenteuer dort erlebt. Oder eine vorweihnachtliche Geschichte… wie auch immer: Ich verbuche es mal unter das Konto „Abenteuer“.

Ja, ich musste mal wieder um vier Uhr morgens aufstehen. Ächz!
So total und voll und ganz meine Zeit. *IRONIE*
Ich hatte echt ein bissi Schießie, dass ich verschlafe, da ich die Tage davor so schlecht aufgestanden bin.Also, habe ich mich bei so einem penetranten, telefonischen Weckservice angemeldet.
Festnetz versteht sich… denn da muss ich todsicher aufstehen, um ranzugehen.

Um fünf ging es ins Auto.
Um 5:30 Uhr parken auf dem Parkplatz „Business 2“.
Um 05:35 Uhr Check-In.
Und um 06:10 Uhr flog ich dem Nebel und der Nacht davon in die aufgehende Morgensonne.
Ich finde das immer so schön.
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Ich landete bereits um kurz vor acht.

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Mein geschäftlicher Termin, der mich auf diese Reise schickte, war erst um zwölf und Dirty Harry, mit dem ich den Termin abfackeln sollte, landete erst um zehn. Ich muß da hoch immer schon um sechs fliegen, mein Flughafen hier ist ein ganz kleiner, schnuckeliger Airport – da hab ich nicht so viel Auswahl nach da oben.
Also, beschloß ich mich auf die Suche nach einem Frühstück zu machen.

IMG_0102Ich weiß ja nicht woran es liegt, aber überall wo ich das goldene M sehe, fühle ich mich gleich heimischer. Nicht, dass ich ständig dort zu Essen pflege, aber es heimelt eben… und hin und wieder brauche ich so richtig „unanständiges Essen“.

Aber nein, ich habe mich zusammen gerissen und mir was sehr anständiges und vegetarisches geholt.

IMG_0103War super lecker!
Mit mediterranen Grillgemüse – hmhmhmhmmmmm 🙂

Um zehn habe ich Dirty Harry dann von seinem Arrival-Terminal abgeholt. In einem Café im Terminal haben wir uns noch einen Kaffee gegönnt und den Termin noch durchgesprochen.
Um elf sind wir in die S-Bahn und waren rechtzeitig vor Ort.
Weil wir so früh da waren, mussten wir noch in der Empfangshalle warten.

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Wainting for appointment

Das ist Standard bei uns. Lieber nochmals 15 Minuten auf die Abholung zum Termin warten, als zu spät zu kommen oder anzuhetzen.
Ja, ihr seht richtig. Ich hatte auch einen kleinen Handgepäck-Trolli dabei.
Erstens mache ich den Fehler nie wieder, bei einem Termin, zu welchem ich um fünf Uhr morgens aufbrechen muss, den ganzen Tag in einer anderen Stadt rumrenne und erst um halb elf wieder zu Hause, dass ich da meinen Geschäfts-Laptop (das Ding ist nämlich schwer!) rumzuschleppen (ehrlich, ich hatte vor zwei Wochen Muskelkater in meinen Armen!), und zweitens wollte ich nach meinen Termin „Floaten“ gehen. Das kann man in meiner süßen, kleinen Welt nämlich nicht. Nur in so ganz großen Weltstädten gibt es solche Wellness-Oasen mit Floating-Becken.
Und deshalb begleitete mich mein roter Trolli.

Um zwölf haben Dirty-Harry und ich zwei Stunden den Termin gerockt. Ich muß ja gestehen, dass es echt gut war, dass Dirty Harry dabei war. Der hat das alles so cool entschleunigt. Ich wäre über den Tisch gesprungen – irgendwann bestimmt – so ab Minute 31 – und hätte unsere zwei Ansprechpartner durchgeschüttelt – aber bis zum Letzten. Dirty Harry hat das herunter gefahren.
Wir haben sogar so richtig taktiert – hi hi hi – das hat so dermaßen Spaß gemacht!
Wir sind echt einmal rausgegangen und haben um einen seperaten Raum gebeten, angeblich um uns nochmals besprechen zu können – aber wir wollten nur eine Welle machen 🙂 So ein bisschen mit den Hosenträgern schnippen.
Ich meine es ging schließlich um eine Viertelmillion, da kann man schon mal ein bisschen aufsehen machen, oder?!

Auf jedem Fall haben wir das so gut hinbekommen, von unseren Gesprächspartner ein Kommittent eingeholt (das war auch unser Ziel)… und danach hat uns wieder das Adrenalin eingeholt.
Das ist total oft so nach solchen Terminen. Ich denke mir davor immer, ich spüre gar nichts, ich bin gefühlskalt und emotionslos.

Hah! Weit gefehlt! Nach so einem Termin – In dem Moment, in welchem ich das Firmengebäude des Interessenten verlasse, dann merke ich das Adrenalin, spüre wie aufregend alles war und wie meine Knie eigentlich Pudding sind.
Dirty Harry ging es genauso.
Wir waren total aufgedrillert, ich schätze mal, wir benehmen uns dann wie Kleinkinder auf ADHS.
Wir haben uns dann in einem total süßem und urigen Restaurant ein super-geniales Mittagessen gegönnt.
Also, diese Lokalität habe ich mir gepint auf meiner Map. Denn das ist wirklich ein Geheimtip!
Was witzig war: Die Bedienung kam mit einer Schachtel. Sagte, wir sollen die Augen schließen und jeder kann 3 Postkarten ziehen.
Hier meine:IMG_0105Hmhmmm….
Was dies wohl bedeuten mag.
Die Bedienung rätselte mit uns und unser Fazit:
Aufregende und spannende Zeiten stehen mir bevor. In der Liebe und im Flirten wird es heiß her gehen. Und ich kann die nächste Zeit einiges in meinem Leben erwarten, das auf mich zu kommt. Und ich habe wohl Ansprüche (,aber das ist ja nichts Neues). Aber, es gibt noch mehr als bis hier her. Es wird kommen…. There is more to life than this (wenn ich wüsste, wie schnell das eintrifft wäre ich vorsichtig geworden). Also, das war auf jedem Fall mal das, worauf wir uns einigten, wir Drei.

Nach dem super-leckeren Essen habe ich dann Dirty Harry noch ein bisschen in der S-Bahn begleitet, bin dann umgestiegen in meine U-Bahn, die mich am nächsten zum Floaten bringen sollte.
Ich habe dann einen total schönen 20-minütigen Spaziergang durch ein total süßes Stadtviertel gemacht. Ich fand, es sah dort aus, wie in einem Londoner Vorort.

Romantik eines Stadtteils
Romantik eines Stadtteils

 

Ich bin total viel gelaufen… und fand meine Wellness-Oase nicht.
Irgendwann hab ich angerufen, dass ich die Hausnummer 60 nicht finde.
Oh, verdammt! Falsch verstanden! Hausnummer 160! Aaargh!
Mir wurde empfohlen in den Bus zu steigen und noch zwei Stationen zu fahren, was ich auch tat.
Und dann begann meine Reise in die Zeitlosigkeit.
Zuerst mal eine Ganzkörper- Hot Stone Massage. Seufz!
Ich entspannte so sehr…. bis die Tante anfing mich total zu verbiegen.
Sag mal…. wo will die denn mit meinem Bein hin? Aha – so weit kommt das also – Faszinierend, ich bin eine Schlangenfrau.
Dann durfte ich noch liegen bleiben und wurde dann in meinen Tempel geführt.
Ich sage Tempel, weil das war wirklich so ein schöner Bereich und so ein schönes Becken war (nicht so ein Tank), das sah aus wie das Bad von Cleopatra.
Seufz! HachMach!
Und das Licht dort. Das war gar kein Licht. Das war irgendwas anderes. Und schon da fühlte ich mich nur von den Interieur und dem Licht wie eingenullt und wie unter Drogen!
In dem Floatingbecken hat es mich natürlich weggeschossen beim Schweben. Ist ja klar.
Und als ich sanft geweckt wurde, war ich nicht bei mir.
Ich hatte gänzlich mein Gefühl für Zeit und Raum verloren.
Man war das cool!
Ausgiebig duschte ich mich. Cremte mich ein.
Eine Uhrzeit hatte ich nicht. Mir wurde alles abgenommen. Damit ich auch durch nichts abgelenkt werde, hieß es zu mir bei der Einführung in dem Wellness-Tempel.
Ja… und irgendwo bei dem Ganzen habe ich meine Zeit wirklich liegen gelassen, bzw. verloren.
Und als ich meine Sachen wieder bekam… stellte ich mit erschrecken fest, dass schon 19 Uhr war! Verdaaaaaaammmmmmmmmt!!! MEIN FLIEGER GEHT UM 20:10 UHR! WTF!?!?
Aber da ich ein optimistischer Mensch bin, dachte ich mir, das schaffe ich schon noch. Außerdem war ich ja noch so derbe entspannt…
Ich habe mir ein Taxi bestellt, welches um 19:10 Uhr ankam. Ich hüpfte hinein und der Fahrer chauffierte mich nett und freundlich zum Flughafen.
Durch ein bisschen Verkehr und ein bisschen aufgehalten werden durch einen Unfall bin ich um 19:35 Uhr am Terminal angekommen.
Zack… rein…. zum Departure…. Check-In Schalter… äh…. Lady K macht ein doofes Gesicht… Check-In Schalter ist nicht besetzt…. Lady K guckt nochmals auf die Anzeige der Departures, um welchen Check-In Schalter es sich handelt, ja passt schon wo ich war – aber da war niemand…. Flight XY00 = GoToGate…. äh, ja, würde ich ja gerne, brauche ja nur meine Boarding-Karte, dann bin ich gleich am Gate, ist ja nicht weit weg.
Also, bin ich zur Info. Ich kurz meine Text runtergespult: „Brauche Boarding-Karte. Check-In nicht besetzt.“
Es war mittlerweile 19:40 Uhr.
Die freundliche Dame meinte, ganz schnell zum Airport Office Ticket Schalter. Ich zack…. sprint dort hin.
19:42 Uhr…
Und das Gesicht einer Dame begrüßte mich, das war ja wirklich so *Ironie an*herzerfrischend*Ironie aus*, dass es mal kracht. Die hatte wohl nicht wirklich Spaß an Ihrer Arbeit, vielleicht sollte ich ihr mal das Floaten empfehlen. Nun ja, war mir egal, ich wollte ja nur schnellstmöglichst meine Boarding-Karte. Das sagte ich ihr auch.
Sie ganz trocken (und mit diesem pissigen Tonfall, der eindeutig super synchron mit ihrem Gesicht war): „Nein, wenn der Check-In-Schalter zu ist, dann bekommen Sie keine Board-Karte mehr.“
Ich: „Häh? Jetzt komm mach, das schaffe ich noch…“
19:45 Uhr
Sie: „Nein, ihr Flieger ist weg. Der Bus zum Rollfeld ist schon vorgefahren.“
Ich: „Das glaube ich nicht! Erstens mal bin ich schon oft genug von hier aus geflogen, zuletzt vor 2 Wochen. Wenn dort steht, dass um 20:10 Uhr der Flieger startet, dann kann man froh sein, wenn der Bus zum Rollfeld um 20:05 Uhr da ist. Und zweitens steht auf Ihrer Anzeige immer noch die Aufforderung sich zum Gate zu begeben, was heißt, das Boarding hat noch nicht gestartet… also, wenn ich bitten darf: Die Information sagte zu mir, sie könnten mir auch bei nicht besetzten Check-In-Schalter meine Board-Karte aushändigen.“
Die Dame bestand darauf, dass ich keine Boardkarte bekomme. „Blablabla… Sie sind verpflichtet nach unseren AGB’s sich mindestens 40 Minuten vor Abflugszeitpunkt ihre Board-Karte zu holen… Blablabla.“
Ich habe noch ewig mit ihr diskutiert.
Mittlerweile war ich bereit auf einen Abend Flieger umzusteigen, zu einem anderen Flughafen im Süden, der zwar 200 km von meinem Heimatort weg ist, aber von dem ich wusste, dass er erst um 20:30 Uhr startet.
Die fröhlich gelaunte Dame:“Nein, das geht auch nicht, das ist auch zu spät.“
Lady K.: „Hey, sie haben gerade gesagt 40 Minuten vorher. Also, ich bin in der Zeit, schauen Sie jetzt bitte nach, ob noch ein Platz in diesem Flieger ist?!?!“
Sie hat nicht einmal nachgeschaut. Sie hat ihre Finger überhaupt nicht über die Tastatur fliegen lassen, geschweige denn Ihrem Bildschirm auch nur eines Blickes gewürdigt! Das war Verweigerung! Ich hätte glatt töten können…
Es war nun 19:52 Uhr.
Ich debattierte weiter, denn ich weiß ich hätte es geschafft schnell durch die Security zu gelangen und mein Gate ist immer dasselbe und das ist nur 5 Minuten dann noch weg.
Irgendwann zeigte die Anzeigetafel „Boarding“ an für meinen Flug.
Na toll…. blöde Zicke!
Ich versuchte noch eine andere Mitarbeiterin, die mir sehr viel freundlicher schien, zu bewegen mir eine Board-Karte zu geben und mich eventuell mit einer dieser unzähligen Smarts, die ja überall auf dem Flughafen rumdüsen zum Flieger zu fahren. Sie hatte sogar Mitleid mit mir, aber sagte, das erlauben die Sicherheitsvorschriften nicht.
So… jetzt war mein Flieger definitiv weg. Und so langsam kroch Verzweiflung in mir hoch.
Shit! Wie komme ich nun an das südliche Ende von Deutschland, hier vom Norden!
Oh… diese Peinlichkeit! Ich  musste meinem Chef beichten, dass ich meinen Flieger verpasst habe!
Die Scham fachte meine Kreativität an, und mir kamen die absonderlichsten Ideen.
Mietwagen, in 9 Stunden wäre ich bei Durchfahren auch zu Hause. Da wäre es dann, äh moment jetzt war es 20:30 Uhr, bis ich das Auto habe circa 21:00 Uhr, Pipi-Pause einrechnen macht insgesamt 9,5 Stunden….ah ja, da wäre ich dann um halb sieben zu Hause.
O.K. mir wurde dann klar, dass ich an diesem Tag bereits um vier Uhr morgens aufgestanden bin und es wahrscheinlich von meiner körperlichen Kapazität her nicht schaffen werde, dass ich 9,5 Stunden die Nacht durchfahre und dann am nächsten Tag noch im Büro sitze und Arbeite, wie wenn nichts gewesen wäre.
Also begab ich mich zum Airport Tourist Office.
Da waren 4 Menschen, die alle total nett waren
3 davon haben sich von nun an, ausschließlich mit mir beschäftigt.
Es wurden Zugverbindungen gecheckt, die durch die Nacht fuhren.
Einen direkten Nachtzug gab es nicht. Es gab nur blöde Verbindungen, bei welchen ich einen fünfstündigen Aufenthalt auf irgendwelchen Bahnhöfen hätte, bevor es weiter geht.
Vor 09:00 Uhr am  nächsten morgen wäre ich hier nicht im Süden.
Dann war da das Problem mit dieser Messe! Es waren wirklich so ziemlich alle Hotels ausgebucht.
Oh… gelogen ;-)… Das Radisson hatte noch zwei Suiten frei zu 490,00 EUR die Nacht.
Ich fand mich damit ab, dass ich die Nacht in dem einzigste Flughafen-Bistro im Terminal verbringen würde, welches 24 Stunden durchgehend geöffnet hatte. Und das Terminal war auch ein freundlicher Ort, als irgendein versiffter Bahnhof.
Großes Shit!
Da Jammern nicht half, stand ich dann wieder bei der Dame mit der nicht so guten Laune, und bat sie darum, mich ein Ticket für den Flug am nächsten Morgen zu meinem Flughafen zu erwerben. Sie schnauzte mich dann an, dass sie mir das zuvor ja schon angeboten, hätte und da wäre ich einfach zum Airport Tourist Office abgehauen und wage es doch jetzt tatsächlich sie noch 10 Minuten VOR ihrem Feierabend zu bemühen. Der pure Hammer, diese Dame – findet ihr nicht.
Aber mein Ticket bekam ich.
Dann rief ich Chef an und beichtete. Chef war zum Glück super nett und freundlich. Ich meine, was will er denn auch machen.

Die drei netten Menschen vom Airport Tourist Office hingen immer noch am Internet und am Telefon für mich, um mir eine Bleibe zu besorgen. Es kamen dann noch Vorschläge, von Hotels und Pensionen die alle sehr im Umland lagen und zu denen ich teilweise dann hätte 2 Stunden eine Strecke fahren müssen.
Also, da kann ich wirklich am Terminal bleiben die Nacht über.
Irgendwann resignierte ich und fand mich mit meiner Situation ab und begab mich in mein Nachtquartier, dem Flughafen-Bistro.
So schlecht war es hier gar nicht, da war wenigstens eine lange, weiche Bank.

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Da konnte ich mich dann zur Not auch umfallen lassen.
Es war nun elf Uhr.
Gegenüber war eine Werbetafel die eine nette Blondine zeigte, die irgendein ganz tolles Deo empfiehlt. „FS-Mädel empfiehlt…“ stand da.
Ich runzelte meine Stirn. Das Werbemädchen hatte wirklich nicht nur denselben Namen, wie meine Freundin FS-Mädel, sondern sah ihr auch wirklich ein bisschen ähnlich. Und kaum war dieser Gedanke fertig gedacht, da durchzuckte mich ein elektrischer Blitz!
Ich zückte mein Handy und wählte FS-Mädels-Nr.
Als sie ranging nannte ich unseren Code: „Emergency-Call! Sogar Super-Emergency!“
Nachdem ich ihr mein Leid geschildert hatte, mittlerweile hatte ich auch noch eine gesunde Portion Sarkasmus und Ironie dabei, kamen von FS-Mädel auch sehr lustige Vorschläge:
„Jede größere Stadt hat doch eine Bahnhofsmission, geh doch mal dahin und frag, ob Du dort übernachten darfst.“
„Es gibt in Großstädten sogenannte Erfrierungsräume, die für die Obdachlosen zu Winterbeginn eingerichtet werden. Frag mal das Internet, wo so einer ist.“
FS-Mädel erzählte mir, dass ihr Mensch gerade bei ihr sei.
Und auf einmal fiel von ihr die Frage: „Duhuuuuuu….. Schahatziiiiii….. kennst Du vielleicht jemanden in Norddeutscher-Stadt?“
Und was sagt ihr Mensch: „Yo…..“
Mir blieb das Herz stehen. Menschenskinder! Ich bin ein Glückskind!
FS-Mädel befohl ihrem Mensch, diesen sofort zu kontaktieren, wo er in der großen Stadt wohnt und ob ich bei ihm übernachten dürfte.
Es ging ewig…. den der Mensch von FS-Mädel begann erstmal mit Small-Talk anstatt, zum Punkt zu kommen! FS-Mädel und ich dachten wir sterben vor Spannung! Und dann gab der Mensch von FS-Mädel endlich mal meine Telefonnummer an den Bekannnten.
Ja! Ich durfte bei ihm übernachten!
Er hieß TK und wir telefonierten uns schnell zusammen. Noch mehr Glück! Er wohnte mit der S-Bahn nur eine Viertelstunde vom Flughafen weg!
Ich auf in die S-Bahn.
Und auf der Fahrt zu ihm, nochmal mit FS-Mädel telefoniert, und ihr erzählt, dass das eine magische Eingebung war, dass ich sie anrief. Nämlich durch das Werbeplakat mit dem Deo! Nein, hier glaube ich wirklich an eine Hilfe vom Universum und nicht mehr an puren Zufall!

Er war sogar so nett und hat mich von der S-Bahn-Station abgeholt, damit ich nicht noch durch fremde Straßen geistern muß.
Ja, es gibt sie noch: Die Gentlemen – fast ausgestorben… hin und wieder kommen sie noch aus Ihren Verstecken hervor.

Als TK vor mir stand, dachte ich zuerst: „Oh mein Gott – ein Kind! Ich werde auf dem Sofa von einem Kind übernachten?“

Denn er war sehr zierlich und klein, zumindest für ein männliches Wesen unserer Gattung… und er sah so sehr jung aus.
Als ich mit ihm dann so zu ihm lief, kam aber heraus, dass er schon 30 ist.
(Mannomann… hast Du Dich mal gut gehalten… Aber Hallo!)

TK ist Entwickler… und ich muss es leider sagen, auch wenn es vorurteilsvoll behaftet ist: Der klassische Nerd!
Das spiegelte auch seine Wohnung wieder.
Fast keine Einrichtungsgegenstände… nur das Nötigste… keine Staubfänger – aber die Entwicklerumgebung steht einwandfrei!

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TK hat dann erst mal mir ein süddeutsches Biergebräu angeboten.
Er hätte einen Getränkemarkt ausfindig gemacht, der das anbietet.
Na Bravo, super Klasse! Ich war eh zu aufgekratzt, als dass ich hätte sofort schlafen können, obwohl es mittlerweile halb zwölf nachts war, und ich an meiner 20-Stunden-Wach-Grenze gefährlich nahe schrabbte.
Das Bier floß… und die Gespräche waren wirklich gut.
TK hat sehr interessante Ansichten vom Leben und davon, wie Menschen wohl so ticken und aus welchen Motiven heraus Menschen bestimmte Handlungen vornehmen.
Einiges, was TK so beleuchtete musste ich ihm dann zustimmen, auch wenn ich es nie von dieser Seite betrachtet hätte.
Das zweite Bier wurde aufgemacht… das Dritte…. die Kronkorken verzierten den Wohnzimmertisch in chaotischer Art und Weise….IMG_0718Und die Gespräche wurden noch philosphischer… und immer mehr kichereriger…

Irgendwann war ich aber so müde und ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich noch genau 3 Stunden zu schlafen hatte, bevor ich mich wieder zum Flughafen begeben musste. Diesmal hatte ich wirklich nicht vor, den Flieger zu verpassen, sonst hätte ich ja gleich da oben bleiben können. Also, irgendwann muss man dann auch nicht mehr zurück, oder?!?

Und weil TK immer noch am Philosophieren war, hab ich einfach meine Anzugshose ausgezogen und stand im Slip vor ihm….
Um mein Vorhaben noch zu unterstreichen, schlüpfte ich unter die bereitgelegte Decke auf dem unglaublich weichen Sofa.
Für mich war es in dem Moment das bequemste Sofa auf der ganzen, großen, weiten Welt.

TK wünschte gute Nacht, legte mir noch Handtücher für den nächsten Morgen zum Duschen hin…. meinte, er würde nicht mit mir in der Frühe aufstehen, er würde ausschlafen….

IMG_0108Und überließ mich somit meinem Bierrausch….

Am nächsten Morgen war ich klar pünktlich am Flughafen.
Eine scherzhafte sms erreichte mich von FS-Mädel, so nach dem Motto, ob ich denn diesesmal alles rechtzeitig geschafft hätte, oder es jetzt hinbekommen hätte etwa zu verschlafen… Ha ha ha… Witzchen gerissen, häh?
Selbstverständlich saß ich schon in diesem Bus, der die Passagiere über das Rollfeld zum Flieger bringt.
Um elf saß ich dann im Büro.
Seit dem ist mein „Floating“ der Running-Gag im Büro.
Ich darf mir das natürlich bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit anhören.
Egal, ob es darum geht, netter Damenkundschaft ein besonderes Weihnachtsgeschenk zu organisieren – da kommt natürlich: „Frag mal Lady K… Floating-Gutschein… ha ha ha *zwinker*zwinker*“
Oder bei meinem nächsten Aussendienst-Termin mit Übernachtung in einem Hotel kam vom Chef: „Aber Floating ist verboten!“ Natürlich immer mit diesem Kichern…

Naja… wer den Schaden hat, muss für den Spot nicht sorgen.

Aber ich freue mich, dass ich das erlebt habe.
Und weil ich Nachts in einer fremden Stadt gestrandet bin, und ich von jemanden völlig Fremden aufgenommen wurde und dann noch bewirtet wurde, ist das meine ganz persönliche und eigene Weihnachtsgeschichte…. Nur für mich… Die nur ich erleben durfte…. ein neuer Eintrag in meinem persönlichen Abenteuer-Konto.. und TK ist mein Weihnachtsengel in diesem Jahr.

Burning bright

fire in my soul

Heute brennt in mir Einiges.
Ich kann es schwer benennen.
Es ist ambivalent.
Aber wenigstens brenne ich.
Ich brenne lichterloh.
Vor Aufregung…. Vor Spannung… Vor Adrenalin.
Und weil mein Leben manchmal ungeplant ganz spontan, wohin stolziert, wie ich es nicht Vorhersehen konnte.
Man weiß es nicht, und schon übermorgen finde ich mich am anderen Ende von Deutschland wieder.Ich bekomme Herausforderungen gestellt, die ich ernst nehme und die ich spannend finde.
Ich komme in Situationen, die mir einerseits Respekt einflößen und die gleichzeitig meine Adern mit einem unsäglichen Kribbeln erfüllen, so dass meine Backen ganz rosig werden – vor Respekt und auch vor Vorfreude.
Ich sehe mich selbst Tagen gegenüber stehen, an welche ich durch verschiedenstene Begebenheiten über mich hinauswachsen werde, weil ich es muß!
Weil ich über mich hinauswachsen WILL!
Und mein Herz pocht und mein Herz klopft. Und ich fühle mich lebendig!

„Sweat is your fat crying!“ oder „Der nächste Lauf“

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Leute, ich weiß meine Motivationssprüche können ganz schön nerven… Nein, ihr braucht jetzt nicht so tun, als wäre es nicht so. Ist schon in Ordnung. Ich verstehe es ja irgendwie.
Und ich weiß, dass diese Sprüche nerven, weil ich ALLE DAMIT NERVE! 🙂

Also, ihr seid nicht die Einzigen.
Die ganze Welt leidet mit Euch!
Aber so ist das halt mit einer hochmotivierten Lady Kiara.

Ich nerve wirklich sämtliche Personen in meiner Umgebung. Meine Familie inklusive Papa und Schwesterchen. Meine Kollegen. Meine Freunde… meinen FWB-Danny. Und ja… auch dessen Freunde bleiben nicht verschont.

Und warum nerve ich so: DER COUNTDOWN LÄUFT!!!
Nur noch 5 Tage bis zum Vollmondlauf!

Das ist zwar ein kleiner Lauf, so ein Regionaler…. aber das wird bestimmt eine Gaudi!
Lady K. hat sich für die 11 KM Distanz angemeldet.
Und am Samstag ist es soweit!

Übrigens: Danny, der ja eigentlich nur ein FWB ist, also ein „Friend with Benefit“, verhält sich wie ein „Extra strong Friend in Platinum Status“.
Er fährt mich hin und wartet meine Laufstrecke ab und empfängt mich im Ziel!
Das ist ja so dermaßen psychologisch wichtig, dass da jemand im Ziel auf mich wartet.
Eventuell kommt ein alter Bekannter, von dem ihr auch schon hin und wieder mal gelesen habt, auch mit: OEJ.
Ich würde das so klasse finden, denn umso mehr mich als Läufer auf den letzten Metern anfeuern, um so besser und motivierender.
Außerdem wäre Danny dann nicht so alleine während er auf mich wartet.
Ich rechne damit, dass ich knapp über eine Stunde benötigen werde, denn die Strecke hat Höhenmeter zu überwinden und das nicht zu knapp. Und ich bin Topf-eben bis Flachland gewöhnt.

Also, klar könnte ich wieder über grandiosen Sex schreiben. Darüber, dass ich keine Chlamydien habe oder über sonst was. Das würde Euch bestimmt mehr interessieren.
Aber jetzt gibt es gerade in meinen Gedanken nur das Lauf-Event.
Ich freue mich so….
Drückt mir die Daumen…

Aaaaaaaaahhhhh! Runnning!