Müdes Richtfest am 21.09.


Der Mittwoch gilt ja bekanntlich, in seiner Funktion als Wochenmitte, auch in manchen Gefilden als „Richtfest“. Das heißt so viel wie: „Die Hälfte ist geschafft!“
Die Gemüter aller arbeitsamen Büro- und Handwerker- und sonst-was-Beruf-Tiere stimmen sich auf das Wochenende ein und fangen an sich darauf zu freuen. Bei manch einem Arbeitstier wurde auch ab Mittwoch, 12 Uhr (die exakten Koordinaten des Richtfestes) auch beobachtet, wie sich ab hier auf wundersame Weise die Kraft regeneriert und das Arbeitstier immer munterer wird mit jedem Fortschreiten einer Stunde. Nun, auch mir war dieser Effekt schon an manchen Tagen begegnet.
So nicht heute. Heute war mit mir gar nichts los. Ich bin aus irgendeinem Grund so etwas wie „Unzufrieden“. Und kann nicht einmal benennen, was genau der Ausschlag der Unzufriedenheit ist. Ich bin unmotiviert und dazu gesellt sich noch eine gehörige Portion Müdigkeit. Und ich bin dank meiner Unzufriedenheit absolut gefräßig. Traurigkeit und Kummer sorgen bei mir dafür, dass ich keinen Bissen herunterbekomme, aber Unzufriedenheit lässt mich zu einer wahren Fressmaschine werden. Jetzt gerade bin ich vor gut einer halben Stunde von einer meiner Lieblingslokation in der City zurückgekehrt und habe einen straff gespannten Bauch, dank der für mich leckersten Pizza Tonno, die sie dort servieren. Müde bin ich jetzt natürlich noch mehr. Gefräßigkeit hinterlässt ihre Spuren, bei mir ist es die dann das „Schnitzel-Koma“, das zuschlägt.
Alles habe ich nach der Arbeit in den Wind geschlagen, jegliche Vorhaben.

Ich wollte meine kaputt gegangenen Elektrogeräte entsorgen und mir ggf. gleich neuen Ersatz besorgen.
Nö, nicht gemacht. Keinen Bock gehabt und überhaupt zu müde.
Ich hätte heute meine Reha-Nachsorge gehabt.
Nö, musste mich erst mal hinlegen. Zu müde und auch keinen Bock.
Ich habe sozusagen geschwänzt. Und zwar TOTAL! Ich habe sozusagen blau gemacht.
Und jetzt, nachdem ich mich so müde und ohne Motivation durch den Tag geschleppt habe, überlege ich mir echt. Einfach ins Bett zu gehen. Mein Zimmer dunkel zu machen, die Türe zu, und mich unter meine schöne kuschelige Decke zu packen und diese am besten gleich über den Kopf ziehen. Morgen bin ich dann, wenn ich dies denn nun tue, hoffentlich fitter. Ansonsten nehme ich meinen ganzen Jahresurlaub auf einmal (habe noch keinen einzigen Tag in diesem Jahr genommen, wegen meiner vergangenen krankheitsbedingten nicht-vom-Betrieb-bezahlten-Teilanwesenheit) und schlafe ganze 30 Tage am Stück durch! Zumindest fühlt es sich jetzt gerade so an, als wäre dies gut möglich, einfach so einen ganzen Monat die Augen zu machen und durchschlafen.
Falls es hier einschlägige Selbsterfahrungsberichte gibt von jemanden zu einmonatigen Schlaf, darf er diese Erfahrung gerne mir schildern. Ist bestimmt ein wunderschöner Erfahrungsbericht. *Seufz* Gute Nacht!

5 Gedanken zu “Müdes Richtfest am 21.09.

  1. Einmonatigen Schlaf hatte ich zwar auch noch nicht, aber ich kenne diese Tage und Gefühle von umfassender Müdigkeit enorm. Auch bei mir war heute so ein Tag: Bin erst um 10:30 Uhr aufgestanden, tüdelte dann eine Stunde im Bad herum und wusste noch nicht so richtig was mit mir anzufangen – aber um 12:15 Uhr kam ein Anruf einer Freundin, die gestern aus dem Urlaub zurück war und noch zwei Tage Urlaub hat – ob wir uns spontan treffen wollen? Unbedingt!
    Was ich damit sagen will: nicht bereuen, sondern seinen Frieden damit machen, dass es gut und schlechte Tage gibt. Tage, an denen man Bäume ausreißen könnte und solche, an denen man am liebsten im Bett bleiben möchte. Die Lösung ist also: es akzeptieren. Manchmal passiert dann schon noch was Gutes und Inspirierendes (so wie heute bei mir), manchmal aber nicht. In diesem Sinne wünsche ich Dir eine gute und erholsame Nacht und die Selbstsicherheit, dass es morgen schon ganz anders sein wird – Dein Körper und Deine Seele wissen schon, was gut für Dich ist! Viele Grüße! :*

      1. Wozu?
        Ich lese den Eintrag und habe meine Gedanken dazu.
        Wenn ich immer korrekt sein will, dann rede und schreibe ich nicht mehr.

        Das ist ja schon Realität bei uns.

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