Hierfür gibt es keine Überschrift


Ich wollte keine Blogpause machen. Es war nicht geplant. Ich hatte nicht die Nase voll. Ich benötigte nicht einfach eine computerfreie Zeit (,die es sowieso nicht wahr). Ich habe es einfach verbummelt, bin rausgekommen. Irgendwie.
Mein letzter Beitrag war vor 2,5 Monaten. Es war Anfang Juli.
Seitdem habe ich einen schönen Sommer verbracht.
Und dieser neigt sich nun zu Ende.
Seit der Herbst seine ersten Vorboten sendete (ich finde morgens in der Frühe spüre ich es immer am Ehesten, wenn der Herbst so langsam Einzug erhalten möchte), seit bestimmt einigen Wochen schon, kam dann so langsam der Gedanke ans Bloggen wieder.
Trotzdem habe ich bis heute Abend die Tage einfach dann so verbracht, dass ich dann wieder ins Bett ging und nicht gebloggt habe. Ich bin auch nicht fremdgegangen, heißt ich habe auch in den letzten 2,5 Monaten auch nicht handschriftlich Tagebuch-geschrieben.
Aber mir geht es gut.
Ich habe am 02.09. meine Wiedereingliederung abgeschlossen und arbeite seit dem 05.09. wieder voll.
Und ich hatte sogar Glück, dass ich seit Mitte Februar im Krankenhaus, dann nur stundenweise im Büro und dann in Reha, denn das war laut meiner Kollegen auch die härteste Zeit im Betrieb, die dieser seit der Übernahme hatte. Als ich dann Mitte Juli meine Wiedereingliederung begann, war das Gröbste schon erledigt und ich konnte mich sozusagen ins gemachte Nest setzen. Find ich jetzt so im Nachgang sehr angenehm und vor allem nervenschonender.
Ansonsten habe ich fast meine gesamte Wohnung umgemodelt. Ich habe neue Wohnzimmermöbel, das Esszimmer ist zweigeteilt, so dass ein Teil als Home-Office fungiert (Home-Office habe ich die letzte Zeit öfters gemacht), mein Schlafzimmer hat ein neues Bett, meinen langehegten Mädchentraum „Schminktisch“ und einen neuen-gaaaaaaaaanz-tollen-Schwebetürenschrank-mit-super-Inneneinrichtung-und-Licht-geht-an-wenn-ich-Türe-aufmache (*Quietsch*).
Ansonsten habe ich viel gebastelt und ge-diy-ed.
Ach ja, und das IRENA-Programm hält mich ganz schön auf Trapp und erteilt mir nach einem Arbeitstag dann noch den letzten Gnadenschuß, so dass ich dann um neun Abends nach Hause komme und nur noch Tod umfalle. Einige Therapeuten nenne ich die Quäler oder die Sadisten. Aber wat mut dat mut, gelle.

Tja, das war so die letzten 2,5 Monate mein Leben. In der Höhle bin ich auch wieder ganz regelmäßig, und manchmal ist dannach der Tag wirklich mühsam. Ich kann mir einfach nicht selbst trauen, und lass mich dann immer zu noch dem ein oder anderen Weinschorle hinreißen und manchmal kommt noch der ein oder andere Tequilla oben auf. Naja… wie es denn halt so ist. Außerdem waren auch einige der Sommernächte im Biergarten einfach zu verlockend, da konnte ich dann nicht einfach nach Hause, sondern musste diese Nächte ausnutzen.
Männertechnisch gab es nichts. Auch weil ich einfach zu sehr mit mir beschäftigt war, bzw. bin, mit dieser Krankheitsgeschichte und dem Gesund-werden. Beschwerden habe ich immernoch, aber natürlich nichts im Vergleich dazu, wie es das Jahr war, bevor ich dann letztendlich in die Neurologie kam. Aber es wird schon werden… Unkraut vergeht nicht und eine Lady macht keinen Abgang still und klammheimlich.

Jetzt bin ich ja gespannt, ob ich jetzt wieder regelmäßiger blogge. Für die einen ist es ja einfach nur langweiliges Weibergeschwaffel. Aber für mich ist es halt ein Tagebuch und mein eigenes Reich von meinem verworrenen-Gedanken-Land.
Außerdem muss ich meine Tradition des Monatsrückblicks wieder pflegen. Ansonsten ziehen die Wochen und Monate so an mir vorbei und es fühlt sich so an, als wüsste ich gar nicht was ich alles so gemacht und gelebt habe.

Heute bin ich auf jedem Fall todmüde. Es ist das erste Herbstwochenende, an welchem es ständig regnete und kälter war als sonst. Es ist 20:17 Uhr und ich überlege mir ernsthaft mich jetzt schon in mein gemütliches Bett zu kuscheln und einfach die Augen zu schließen. Verpassen würde ich sowieso nichts.
In diesem Sinne… noch einen schönen Sonntagabend… und jetzt hoffentlich regelmäßiger. Wobei ich nicht versprechen kann, ob ich es täglich schaffe.

 

2 Gedanken zu “Hierfür gibt es keine Überschrift

  1. Ich freue mich wieder von dir zu lesen, habe mir echt schon Sorgen gemacht,
    zumal du auch auf meine Email nicht geantwortet hast, vielleicht bin ich ja auch
    in deinem Spamordner untergegangen oder du hattest einfach keine Lust zu schreiben.
    Egal, jetzt bist du wieder hier.
    Ich wünsche dir eine stressarme Woche.
    Lg Sadie

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