Durchboxen und erziehen


Ein anstrengender Tag geht zu Ende.
Die neuen Kollegen von der ganz großen, anderen Firma, die uns ja jetzt gekauft haben, sind auch wohl noch ein bisschen planlos, was denn mit der neuen Expertise jetzt anzufangen ist.
Wenn den neuen Kollegen was erklärt werden muss, dann mit dem ZeigestockDas ist dann schon gerade manchmal zum Haare raufen. Also, es hat auf jedem Fall KEINER einen Plan und ich höre viel „Äääääähhhh“ und viel „Ooooohhhh“ und auch das ein oder andere „Echt jetzt?“.
Hey man, wir tretten hier an um die Chance des Gewinnens zu ergreifen und nicht um hier nur rumzulümmeln. Das muss man [ich] denen glaube ich noch ein bisschen beibringen. Und so ist es auch, ich trage immer so ein Lehrergefühl mit mir herum. Erwachsene aus ihrer Komfortzone zu bekommen und sie zu erziehen ist echt manchmal nicht ganz so leicht.
Ich habe so das Gefühl, dass ich von den neuen Kollegen bald einen ganz fiesen Spitznamen verpasst bekomme. Irgendetwas das ausdrückt, dass ich sie nerve, weil ich eine extreme Hartnackigkeit an den Tag legen kann, um meinen Job bestmöglichst auszuführen und auch Dinge sehr einfordere und sage was ich möchte, will und benötige. Und das stört jetzt natürlich die Kollegen in ihren kuscheligen Wolken, in denen sie es sich gemütlich gemacht haben. Aber Chefe puscht mich und meint, das sei ja auch völlig richtig so und steht hinter mir und bläst in das selbe Horn bei den Großkupferten von der ganz großen, anderen Firma. Und siehe da: Auf einmal müssen die neuen Kollegen doch springen und die Projektleitung wird von Vorstandsebene auf mich übergebe. Na so was… aber das da die neuen Kollegen erst mal schlucken müssen und genervt deren Augenmuskel anfängt unkontrolliert zu zucken verstehe ich natürlich auch ein bisschen… ist ja irgendwie auch nur menschlich.

Ansonsten gibt es jetzt bei mir heute abend [ich bin auch erst gerade vor einem Viertelstündchen heute abend zu Hause angekommen] ein Süppchen und noch eine Dusche.
Die Nacht wird mal wieder etwas kürzer als sonst. Morgen muss ich um 05:20 Uhr auf dem Flughafen stehen, der auch eine halbe Stunde Fahrtzeit entfernt ist, und um kurz nach sechs hebt mich der Flieger in die Lüfte. Dann geht es nochmals vom Zielflughafen zwei Stunden weiter zu einem Neu-Interessenten, und um 21:55 Uhr lande ich wieder am heimischen Airport. Die Tage sind einfach wieder voll. Aber ist halt so… letztes Quartal… Endspurt… 20090411104434
Ich packe morgen einfach meinen Feenstaub in die Tasche, und behalte das Glas gleich für die ganze Woche drin, dann wird das schon alles werden.

Ein Gedanke zu “Durchboxen und erziehen

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