Am 20.10.2015 wurde es auch nicht besser


In meiner Vorstellung über mich, schreibe ich ja, dass ich glaube eine schwierige Person zu sein.
Dies bestätigt sich dieser Tage mal wieder im vollen Zuge.
Ich bin in einer ganz seltsamen Stimmung. Unbegründet.
Niemand hat mir etwas getan. Wirklich!
Ich weiß nicht was es ist, das da zu mir spricht, oder das da in mir hochkommt.
Aber ich trug heute einen unglaublichen Weltschmerz in mir. Oft war mir so, als könnte ich am Liebsten anfangen zu heulen. Ich hatte sogar regelrechte Schwierigkeiten meine Arbeit zu strukturieren und überhaupt etwas abgearbeitet zu bekommen. Es war ein regelrechter Kampf heute mit mir selbst, in mir drin.
Ich kann jetzt hier viel hin und her grübeln, was ich nicht machen werde, denn ich kann es nicht sagen, warum mir zum heulen zu Mute war. Genauso ist es undefinierbar, was da in mir gekämpft hat. Es war einfach so. Doch ich hatte wirklich größte Mühe meine Maske aufrecht zu erhalten. Dem wachen Beobachter ist es höchst wahrscheinlich auch nicht entgangen, dieses Gefühlschaos in mir.
Ich glaube, es ist eine gute Idee, dass ich das nächste Mal in so einer oder ähnlichen Gefühlslage einfach versuche das Gefühl zu zeichnen und in dem Bild diesem einen Ausdruck zu geben. Mein Kritzelblöckchen habe ich ja immer dabei.
Vielleicht sollte ich einfach auch mal weinen. Aber im Büro war es ziemlich unpassend.
Nach der Arbeit hatte ich einen Termin bei der Gastroenterologie. Ich werde eine Darmspiegelung bekommen. In einigen Wochen aber erst – ich musste das ja mit meinen beruflichen Terminen abstimmen. Und als ich dann heimfuhr, war dieses weinerliche Gefühl verflogen und es kam sogar dieses „doch es ist ein guter Abend!“ wieder hoch.

Also, habe ich zu Hause doch nicht geheult. Sondern meinen Tageslicht-Wecker ausgepackt und eingestellt. Und mit Frau Mutter telefoniert. Die hat mich eingenullt in Endlostexte und ich hab immer schön „Hmhmmm“ und „Aha“ und „ach so“ gemacht. Aber der Gesprächsanteil lag echt zu 90% bei ihr. Ich habe ihr nichts von meinen Stimmungsschwankungen erzählt. Sie würde es nicht verstehen. Was auch nicht verwerflich ist, ich verstehe es selbst ja nicht.

Also, ab morgen wird es dann den ersten Erfahrungsbericht geben. Wobei? Hoffentlich schaffe ich das, denn ich bin morgen Knaui auf eine After-Work-Party zur Einweihung eines neuen Event-Hangars eingeladen und es wird spät. Da muss ich mir ja auch noch überlegen, was ich morgen anziehen werde… Pffffffff~Seufz! Am Besten lege ich mir das jetzt gleich raus, sonst gibt das morgen früh ein Desaster, vor allem, wenn ich meine momentanen Stimmungsschwankungen gerade berücksichtigte in Kombination mit meinen momentanen Schwierigkeiten aus dem Bett zu kommen: Die perfekten Zutaten für einen Chaos-Morgen.

Und jetzt kommt gerade ein anders Empfinden hoch: Dieser Wunsch.
Der Wunsch einfach mal weg zu sein. Ganz weg, aus der Welt. Der Wunsch nach gar nichts. Eine Woche aus der Welt verschwinden. Kein Urlaub – Nein – wirklich verschwinden, nicht da sein – und dann wieder auf reset gesetzt auftauchen und weitermachen. Geht das? Wahrscheinlich nicht. Wäre aber sehr schön.

 

Ein Gedanke zu “Am 20.10.2015 wurde es auch nicht besser

  1. Liebe Kiara,
    dieses Hoch und Tief im Gefühlsleben des Einzelnen kann man immer wieder beobachten, ich bin bestimmt auch ein sehr gutes Beispiel dafür, doch aus der Welt verschwinden: GEHT GAR NICHT und
    welcher Mensch ist nicht schwierig 😉 Du findest sicher was Tolles zum Anziehen.
    Lg und freue dich, dass du eine selbstständige, junge, attraktive Frau bist.
    Sadie

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