Des Sonntags beraubt am 13.09.15


Ich wurde heute meines Sonntags beraubt. Ich habe, wie jeder Andere auch zwei Tage Wochenende, was ich manchmal als zu kurz empfinde. Diesmal musste ich einen Tag von meinem Wochenende abgeben. Omi A. hatte letzten Montag Ihren 85zigsten. Da waren wir auch schon alle (zumindest die, die hier wohnen) bei ihr zum Abendessen. Es gab eine einfach zuzubereitende Spezialität: überbackene Seelen. Trotzdem ließ es sich Omi A. nicht nehmen, heute nochmals ALLE in ein Gasthaus einzuladen. Die Verwandten, die weiter weg wohnen kamen dieses mal auch.
Ich mag die Personen aus meiner Verwandschaft. Wenn sie einzeln sind. Alle auf einem Haufen finde ich einfach nur anstrengend!
Und ich mag solche ewig lang andauernden, den ganzen Tag anhaltenden Pflichtveranstaltungen nicht. Was finden die Leute nur daran? Mir liegt es nicht. Ich fühle mich eingezwängt und mir mich meiner kostbaren Stunden Freizeit bestohlen.
Ich hätte viel lieber eines meiner neuen eBooks gelesen, oder mich um meinen Kram gekümmert.
Ehrlich gesagt, hätte ich gerne das ganze Wochenende einen auf Einsiedler-Krebs gemacht. Aber jetzt war da eben diese Feierlichkeit…
Nun ja, jetzt habe ich es überstanden. Das Geplapper der vielen Personen (, wenn die alle mal zusammen kommen, die liebe Verwandschaft, dann zählen wir so an die 45 Personen) lässt immer noch meine Ohren klingeln. Die belanglosen Gesprächen haben mich so gelangweilt… Aber da muss man halt durch.
Ich bin einmal ausgebüchst. Nachdem Mittagessen, vor dem Kaffee-und-Kuchen-Teil. Ich hatte mir meine Turnschuhe im Auto deponiert und hab sie mir angezogen und bin eine Stunde durch die frische Luft in der Pampa gelaufen. Das hat gut getan. Und bei der ganzen Fresserei, die da immer veranstaltet wird, ist es ja auch ganz ratsam, sich zwischendrin mal zu bewegen. Aber da war was los: „Kind, wo warst Du denn?“ „Mensch, wo bist denn hin?“ „Wieso hast nicht gesagt, dass Du Laufen warst? Wir wären doch mit?“
Jetzt bin ich, nachdem ich auch noch das Abendessen schaffte mit der ganzen Bagage, endlich zu Hause. Hoffentlich hat Omi A. das nicht jedes Jahr vor. Das muss ich unbedingt rauskriegen. Falls ja, werde ich meinen Urlaub nächstes Jahr auf diesen Zeitraum legen… und vielleicht einfach wegfliegen.

Ein Gedanke zu “Des Sonntags beraubt am 13.09.15

  1. Oh je diese Familienfeste… ein Glück habe ich das nur von einer Seite der Familie. Mit dem anderen Teil haben wir abgeschlossen. Gut so.
    Immer wenn so ein Fest ansteht, freu ich mich drauf, aber ich bin heilfroh, wenn es vorbei ist. Irgendwie ertrag ich das ganze Geschrei, Getrasche nicht mehr.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s