Sundays-Single-Blues


Ich bin mir momentan nicht sicher, was gerade mit mir los ist. Wahrscheinlich kennt das jeder von uns. Die vergangenen Tage waren sehr interessant, das Wochenende hat man sehr genossen und auf einmal komm t am Sonntagabend dieser BLUES.
Ich glaube, das liegt schon sehr daran, dass ich Single bin. Jetzt nicht falsch verstehen, denn ich genieße mein Leben gerade sehr, auch oder vielleicht gerade als Single.
Doch manchmal kommt diese Schwere.
Sie legt sich dann um meinen Kopf, wie ein grauer Nebelschleier. Und sie legt sich um mein Herz und drückt auf meinen Bauch.
Es waren wirklich tolle Tage. Ich bin am Dienstagabend mit einem Junior-Kollegen in den hohen Norden geflogen. Und dann ging es weiter in den Nord-Osten, nach ganz oben. Ich hatte den schönsten Sonnenuntergang an der Ostsee gesehen, und dieser hat mein Herz so sehr berührt. Ja, wir waren geschäftlich dort. Mit dem jungen Kollegen musste ich mit, weil ein Junior bei uns eben nicht alleine die Verantwortung für Projekte trägt. Ich war also sozusagen die Ausbildungs-Camp-Leiterin (*schmunzel*). Und abends saßen wir in der Beachbar, haben Cocktails getrunken und diesen wunderbaren Anblick an der Ostsee genossen. Es war wirklich toll und ich konnte es in diesem Moment kaum fasen, was für ein Leben ich führe. Wer bekommt solche Dinge schon so auf dem Präsentierteller?
Am Donnerstagabend sind wir wieder nach Hamburg gefahren, haben hier übernachtet und haben uns am Freitag Hamburg angeschaut. Wir haben eine gigantische, große, mehrstündige Hafenrundfahrt gemacht. Und ich war einfach nur überwältig und glücklich und lobte mich selbst in den Himmel, dass es mal wieder die tollste Idee von mir war, einen Tag Urlaub zu nehmen und es auszunutzen, dass der Flug bereits bezahlt ist.
Ja, ich war glücklich und zufrieden. Und ich genoss auch die Gesellschaft meines Kollegens, denn wir hatten wirklich Spaß und machten es uns super lustig.
Am Freitagnacht kam ich nach Hause und schlief erschöpft aber zufrieden ein.
Und auch gestern, den Samstag, gestalte ich für meinen Geschmack zu einem perfekten Sommertag. Genauso wie er sein sollte. Ein Bilderbuch Tag in meinem Leben. Die Stadt im Sommer genießen, neue Leute kennenlernen, die Sonne auf die Sonne scheinen lassen und am Abend mit Himmelstürmer und noch einigen Bekannten bis Nachts um halb zwei bei Lagerfeuer, Bierchen und Apfelwein am See sitzen und unsere herrliche Landschaft genießen, die laue Sommernacht auskosten und um halb elf nochmals ganz übermütig in den See hüpfen und dabei jauchzen wie ein Kind. Einfach nur geniessen mit Freunden den Sommer zu haben.

Und doch… kommt es mir manchmal so vor, dass ich zwar das Beste aus Allem mache… alle mir sich gebenden Möglichkeiten nutze… und doch auf der Suche nach etwas bin… etwas das fehlt, das da sein müsste… und ich weiß aber nicht genau WAS es ist…
Vielleicht bekomme ich ja bald ein Zeichen. Ich glaube daran, dass das Universum und das Leben sich gut um mich kümmern und Zeiten im Leben, wie auch Lebensumstände ihren Grund haben, also werde ich meine Augen offen halten, und versuche zu erkennen, falls da etwas auftauchen sollte…
Mittlerweile hat dieser BLUES einen Rythmus, und taucht eben sehr gerne entweder am frühen Sonntagnachmittag, gerne auch mal erst am Abend auf. Aber Sonntags und der BLUES sind Freunde und treffen sich dann gerne.
Ich versuche diesem BLUES entgegenzutretten, in dem ich dankbar bin, für das was ich habe, was ich erleben durft, wie mein Leben ist, und was ich erreicht habe. Dankbar, dafür dass ich mir gerade meine Träume erfüllen kann. Doch frage ich mich warum dann immernoch dieser Nebelschleier um meinen Kopf ist, etwas um mein Herz sich legt und auf meinen Bauch drückt…

13 Gedanken zu “Sundays-Single-Blues

    1. Oh Frau Plietsche, ich würde es super toll finden, wenn ich das nächste mal Tipps von Dir zu Hamburg bekäme. Es ist für mich eine der tollsten Städte der Welt. Ich habe da eine Topliste und Hamburg gehört zu den Top 5!

      1. Oh gott, wie peinlich! Sorry! Die Artikel, die ich bisher von Dir las, waren ziemlich neutral. Deshalb wahrscheinlich…. Nun ja, ich kann Dir ja dann mal einen Aperol oder ähnliches ausgeben? Whiskey? 🙂

  1. Es kann nicht verkehrt sein, sich immer wieder vor Augen zu führen, was man erreicht hat und was Einem noch fehlt. Manche Dinge brauchen einfach ein bisschen länger, um in Dein Leben zu finden. Ich bin mir sicher, dass das Leben und einige Überraschungen für Dich auf Lager hat.
    Lieben Gruß – H.

  2. warum denn „blues“? Gibts was besseres als Sonntags in Ruhe (allein) zu frühstücken, anschließend ne Runde Sport (eine normale Radtour tuts doch auch).
    Danach ein wenig Eigenliebe -> Körperpflege
    Dann hast Du schon so viel Hormone (Adrenalin?) in Dir, da kann der „blues“ gar nicht durch.

    Willkommener Nebeneffekt: Du hast was für die Figur, Dein Wohlbefinden und gegen die Langeweile getan.

    So und nun meine persönliche Horrorvorstellung:
    Ich komme vor lauter Generve nicht zum ruhigen Frühstück, steige danach geladen aufs Rennrad (weil die „alte“ nervt, ich sei ja eher mit meinen Dingen beschäftigt, als mit ihr ins Museum oder zu Ihrer Mutter zu fahren DAS führt zu Sonntags-Blues!!!

    In diesem Sinne!
    Ein hoch aufs Single-Dasein und gib dem Blues keine Chance!

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