129 2013| Lass nach…



Danke für all Eure Kommentare und Aufmunterungen!
Ihr seid ja sooooooooo lieb!

Ja… am Mittwoch war ich mal kurz vor dem Durchdrehen.
Es war wie eine Welle, die mich überschwemmt hat.
Wahrscheinlich alles von den letzten Wochen angestaut.
Dazu kamen noch die Eindrücke aus den letzten Wochen.
So z.B. aus dem Gespräch mit meinem Chef zur Beendigung der Probezeit… als er z.B. sagte, dass ich die Technik so sehr kennen sollte, dass es mir so einverleibt ist, dass er mich nachts um vier anrufen können soll, mich aus dem Schlaf reißen, mir eine Frage stellen und von mir kommt ohne, dass ich wirklich wach bin die Antwort, wie aus der Pistole geschossen und dann würde ich einfach wieder weiter schlafen.
Oder dass, das er ab sofort auf meine Zahlen achtet.
Oder solche Dinge, dass er möchte, dass ich mir den Lerninhalt der Prüfungen (soll ich bis Herbst machen) mir selber erarbeite und keine der angebotenen Schulungen machen soll.
Oder das eine mal, als er mir ganz kurzfristig die Webcast aufs Auge drückte und dann um 19 Uhr zu mir meinte: „Also ich gehe jetzt, Lady K. Aber Sie können ja jetzt heute Nacht noch ein bisschen üben!“
Oder eben das, dass keiner einem was erklärt, sondern immer als Antwort kommt bei Fragen: „Das liegt alles bei uns auf’m Netz!“ Ja, und ich habe so einen riesen Berg vor mir zu lesen nun mittlerweile, dass ich gar nicht weiss wo ich anfangen soll, und daweils hätte es mir jemand in einer halben Stunden erklären können!

Dann kam noch ein Schlafmangel dazu, und wahrscheinlich meine Überstunden aus den vergangenen Wochen und dann war ich am Mittwoch so sehr verzweifelt.
Ich dachte wirklich, ich schaffe das niemals, mir alles anzueignen und ich fühlte mich so machtlos und so hilflos.
Es war so: Selbst wenn ich will – wie soll ich das nur schaffen?
Ich habe dann von Mittwoch auf Donnerstag fast nichts geschlafen.
Ich hatte so schlimme Gedanken-Gewitter im Kopf.
Einmal eingepflanzt haben sich die wirren Gedanken im Kopf ausgebreitet wie ein böses, verletztendes Dornen-Konstrukt.
Und ich schwankte immer zwischen Verzweiflung, Heulen-wollen und seltsamen Fluchtgefühlen.
Ja – genau so, als würde man vor etwas weglaufen wollen oder sich verstecken müssen. Als passiert etwas vor dem man sich unbedingt schützen muss.
Ich habe dann versucht mich selber zu beruhigen, in dem ich mir immer sagte: „Jetzt komm Mädchen, dreh nicht durch! Du weißt doch genau woher das kommt. Du hast zu wenig geschlafen. Du arbeitest zu viel. Du musst einfach schauen, dass Du wieder auf Spur kommst. Du weißt doch wie das geht!“

Ich war natürlich dann am Donnerstag dementsprechend fertig.
Und bin aber jetzt im Nachhinein trotzdem erstaunt, wie ich den Arbeitstag herum gebracht habe.
Ich habe sogar erstaunlich gute Telefonate geführt.
Und habe dann am Donnerstag auch pünktlich Feierabend gemacht und hab erst mal 1,5 h Stunden mich hingelegt.
Dann habe ich mich noch auf ein Abendessen mit Himmelsstürmer getroffen. Man muss es mir unglaublich angesehen, dass ich durch eine gewisse Anstrengung durch bin, denn Himmelstürmer hat mich sofort gefragt, ob es mir nicht gut geht. Es hat gut getan mit ihm zu reden und eine andere Sichtweise zu hören.
Von Donnerstag auf Feitag habe ich dann zum Glück normal wieder geschlafen.
Am Freitag habe ich auch pünktlich Feierabend gemacht. Und dann bin ich zu Omi T gefahren, weil diese Geburtstag hatte. Zusammen mit meinem Onkel sind wir dann zu einem ganz leckeren Italiener. Es gab Lamm und Pasta Aglio e Olio.
Aber ganz erholt von der Panik habe ich mich noch nicht. Das habe ich dann heute morgen gemerkt. Ich bin so unter Strom, dass ich heute morgen wie vom Blitz getroffen aufgewacht bin, mit dem ersten Gedanken: „Aufstehen und ab zur Arbeit… ich muss arbeiten… ich habe verschlafen!“ Ich musste mich dann erst sortieren und mir selber sagen: „Nein, es ist Samstag! Alles gut!“
Und ich merke es auch daran, dass ich mich fühle, als hätte mich ein Zug überfahren.
Aber jetzt mal ruhig Blut – versuche ich mir zumindest zu sagen.

Leute, ich werde jetzt mich ein bisschen hübsch machen und dann in das Städelchen gehen und mir irgendwas Leckeres gönnen. Und ich werde mir wieder ein Buch kaufen. Mit Büchern kann ich mich so schön aus der Welt beamen.
Und dann freue ich mich, dass ich nur noch nächste Woche durchhalten muss und dann habe ich ja Urlaub.
Allerdings (und jetzt bitte nicht mich schimpfen!) werde ich mich im Urlaub immer wieder so stundenweise auf die besagten Prüfungen mich vorbereiten. Ich weiss sonst einfach nicht, wo ich es sonst noch anders reinpacken kann.

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