99 2013| Im Hier und Jetzt


Leute, ich bin so froh, dass ich meine Arbeit habe.

Da denke ich an nichts mehr. Ich bin total auf meine Vorgänge und auf meinen Job fixiert. Alle andere Gedanken werden aus dem Kopf verdrängt und lösen sich für die Zeit meiner Arbeit in Luft auf.

Das kann so erholsam sein!

Keine Rechnungen, die einen Plagen… keine Gewichtsprobleme… keine Sehnsuchts- und Einsamkeitsgefühle, keine Pflichterfüllungspläne alá ich-muss-das-und-das-unbedingt-hinkriegen, keine Selbstmitleidstour ist möglich. Ich mache dann schlicht und einfach nur das was gerade ansteht.

Beim Laufen geht es mir auch so. Da wird auch alles im Kopf ganz frei und eigentlich leer, nur dass es sich nicht so ekelhaft leer anfühlt. Es fühlt sich dann wohltuend und warm, befreiend und belebend an.

Das muss doch so auch mit anderen Dingen klappen…

Die Buddhisten können das glaube ich sehr gut, dass sie total im Hier und Jetzt sind und das was sie tun, tun sie voll und ganz ohne dass sie abschweifen und in Gedanken schon wieder was anderes austüffteln.

Ja, meine momentan sensible Phase kommt auch von zu viel Gedanken machen.

Und zwar über Dinge, die sich auch nicht ändern, wenn ich nur darüber nachgrübele.

Ich grüble dann über Dinge, die sich nur ändern, wenn man einfach macht und tut. Und selbst dann ändern sie sich nicht über Nacht… was ich ja dann immer erwarte.

Man nehme ja nur mal das Thema Gewicht. So ein Wunder über Nacht gibt es nun mal nicht. Da muss man in meiner Gewichtsklasse schon mindestens ein halbes Jahr dran bleiben. Und danach zum Halten ja erst recht. Und vom nur Grübeln, wird es auch nicht besser.

Eigentlich weiß ich das ja alles… warum ist es nur immer so schwer mit der Umsetzung?

Warum machen sich viele Menschen, so wie ich auch, unnötig selbst das eigentlich ganz angenehme Leben so schwer?

Oh… jetzt bin ich schon wieder ein bisschen abgeschweift.

Mir ging es darum, dass ich darauf raus wollte, dass wenn es beim Laufen und beim Arbeiten klappt, dass ich voll und ganz in dieser Tätigkeit drin bin und somit nicht über Unangenehmes oder Sorgenvolles denke… und es mir logischerweise somit besser geht, dass dies bei anderen Tätigkeiten ja auch drin sein muss.

Kann es unter Umständen sein, dass ich zu viel Müßiggang am Wochenende habe?

Ach so ein Quatsch, ich habe schon oft genug davon gehört und gelesen, dass Müßiggang auch notwendig ist. Nein, was mir fehlt ist einfach auch ein bisschen Disziplin, Strenge mir selbst gegenüber und Durchhaltevermögen.

Vieler meiner Vorhaben oder meiner tollen Gedanken, wie es sein sollte und ich es haben will, setzte ich schon um. Aber eben nicht dauerhaft! Weil ich Lusche dann immer nach einer gewissen Zeit keinen Bock mehr habe, in ein Tief reinfalle, oder sonst irgendwas Lapidares ist und ich hinschmeiße.

Aber das mit dem jeden Tag Turnschuhe anziehen und laufen, das ziehe ich 100 Tage durch! Ich sag’s Euch! Das mache ich jetzt! Tschaka!!!

Die Andere meinte ja gestern, dass ich an zu vielen Baustellen gleichzeitig werkele.

Was ich aber nicht glaube.

Sie hat dann auch Dinge, als Baustelle aufgezählt, die ich vergessen hätte.

Oder sie ist einfach nur zu gnädig, so kommt sie mir nämlich manchmal vor, weil einige Sachen hätte ich als „normales Leben“ betitelt, anstatt als Baustelle.

Z.B. das ich jetzt gerade alleine bin und mit mir selber alles ausmachen muss

Oder

Dass ich eben jetzt noch in der Probezeit bin und noch lange nicht zu 100% eingearbeitet bin, weil das Themengebiet so komplex ist.

Manchmal denke ich, die Andere will mich zum Weichei erziehen und mich total Hyper-sensibilisieren.

Sie sieht auch schon Dinge als „oh, das haben sie aber echt toll hin gekriegt!“, von denen ich sage: „das muss aber doch so normal sein!“.

Aber jetzt bin ich erst mal froh, dass heute Freitag ist.

Und nächste Woche ist nur eine 3 Tage Woche… Jipieee!

Ich freue mich schon so auf viermal ausschlafen. Ist wie ein kleiner Urlaub.

Ich gehe jetzt eine Rauchen… und dann blase ich mir meinen Kopf frei mit arbeiten!

Super schönen tollen Freitag wünsche ich Euch!

 

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