23 2013| Meine letzen Tage



Ja, die letzten Tage waren aufregend und anstrengend für mich.
Aber es hat trotzdem Spaß gemacht.

Am Dienstag war ich ja mit Chefe unterwegs.
Wir sind in die blau-weiße Hauptstadt gefahren zu dem Autohersteller, der sich ebenfalls in blau-weiß kleidet.
Es war ein klassischer "dass-man-sich-eben-mal-sieht"-Termin und dementsprechend auch entspannt.
In dieser Autofirma kam es mir so vor, als wären die Mitarbeiter alle total relaxed. Uns wurde auch jeder mit Vornamen vorgestellt. Unser Ansprechpartner war ein total lustiger und liebenswürdiger Mann, der sich schon auf seine Rente in 3 Jahren freut. Er weiß sogar schon ganz genau das Datum, an welchem sein letzter Arbeitstag sein wird.
Das Gebäude war auch eine Schau.
Ein Glasbau, welcher 400 m lang ist. Und wenn man an dem einen Ende steht, dann kann man wirklich bis zum anderen Ende die ganzen 400 m runter gucken.
Unser Ansprechpartner meinte, dass er die Strecke auch oft nutzen würde, um einen "Spaziergang" zu machen.
Wir wurden dann noch zum Mittagessen in die absolut gigantische, absolut rießige Kantine eingeladen.

Mein Gott war das ein Betrieb. Nun gut, ein paar tausend Menschen wollen auch versorgt werden. Verschiedenste Terminals gaben die unterschiedlichsten Essensrichtungen aus.
Chefe und ich waren kurz mal ein bisschen überfordert mit dem ganzen Gewussel und dem überreichen Angebot.
Wir "Landeier" sind das eben nicht gewohnt.

Auf der Hin-, wie auch auf der Rückfahrt haben Chefe und ich uns übrigens wirklich gut unterhalten.
Als, wir zurück im Büro waren, hat Sibli mich gleich ausgequetscht, wie es denn war.
Ich hab Sibli von den netten Gesprächen erzählt. Und sie meinte dann mit nicht wenig Schwärmerei in der Stimme: "Ja, Chef ist soooo ein netter Mann…"
Ein Kollege hat mich dann abends zurück nach Hause mitgenommen, denn ich hatte ja mein Auto nicht dabei, weil Chefe mich ja morgens abgeholt hat.

Ich bin dann am Dienstagabend noch ins Barbarossa zum Abendessen.
Ich hatte ja extra nichts eingekauft, weil ich ja schon wusste, dass ich viel unterwegs sein werde und nach viel Außendienst bestimmt keine Lust mehr zum kochen und spülen haben werde.
Nach dem Barbarossa war ich dann noch aufm Stammtisch in der Höhle.
Frieder ist jetzt bezüglich Stefferl von Verständniss und Sorge nun in etwas wie seichte Wut umgeschwungen.
Wenn Stefferl sich weiter so hängen lässt und gegen ihre Depression nichts macht, wird sie noch Schwierigkeiten in ihrer Ehe bekommen.

Am Mittwoch hat dann um 5:00 Uhr morgens mein Wecker geklingelt und mich aus dem Schlummerland herausgeholt.
Um 6:00 bin ich schon losgefahren, Richtung Zürich, zu einer Schulung.
Mein Weg dort hin führte mich wieder auf die Fähre!
Ja, ich bin wieder Fähre gefahren!
Wilcox hat mich auch noch gekannt.
Und wie es der Zufall so will, war Annie im Bistro auf der Fähre!
Das war vielleicht ein Hallo!
Sie hat mich gleich gefragt, ob ich jetzt wieder in K arbeite. Da musste ich sie aber leider enttäuschen.

Auf der Schulung hat es sich wieder bewiesen, dass die Branche und auch die Fachrichtung eine Männerdomäne ist. Ich war nämlich die einzige Frau.
Die Schweizer Jungs waren aber echt süß und haben sich total angestrengt "gutes Deutsch" zu sprechen, damit ich sie verstehe. Und daweils können wir im Süden ja auch kein anständiges Hochdeutsch!
Ich musste sowieso zuerst mal Schweizer Franken schnorren, da um den Schulungsort herum keine kostenfreien Parkplätze zur Verfügung standen, und man den Automat futtern musste. Ich hatte aber nur Euro!
Also, bin ich zu meinen Schulungskollegen und hab nach Franken gefragt. Jeder hat seinen Teil dazugegeben, bis ich 4 Franken für ein Tagesticket beinander hatte.
Das fand ich mal sehr solidarisch und super nett von den Herren, dass sie mich da nicht im Regen haben stehen lassen.
Die Schulung war dann relativ anstrengend und tiefgehend.
Und erst die Heimfahrt!!! Diese war absolut Horror!
Es regnete so stark und war dann auch schon dunkel! Und ich habe gar nichts mehr gesehen! Alles hat gespiegelt und eine Fahrbahnmarkierung habe ich auch nicht mehr gesehen! Dazu kam noch die Gischt von den anderen Fahrzeugen. Und ganz schlimmes Aquaplaning.
Ich bin mit 50 auf der Autobahn Richtung Heimat entlanggeschlichen und hätte oft genug Lust gehabt, das Auto einfach hinzustellen. Ich hatte wirklich ab und zu mal richtig Angst…
Ich bin so angespannt und angestrengt heim gefahren, dass ich zu Hause (um 19:30 Uhr) angekommen, erst mal mir den Regenschirm geschnappt habe und meine Anspannung weglaufen musste.
Weil die Verpflegung auf der Schulung leider sehr zu wünschen übrig gelassen hat, hatte ich zu dem noch einen Mordshunger. Ich habe mir dann einen Salat mit Putenschnitzel gegönnt.
Um halb zehn hieß es aber dann schon wieder schlafen, weil am Donnerstag mein Wecker wieder um 5 Uhr klingelte, da ich nämlich mit DirtyHarry nach Mainz gefahren bin.
Dieses mal war es ein Ausschreibungstermin.
Und DirtyHarry fand es eben sehr wichtig, dass ich mitkomme, weil ich das ja auch mal alleine machen soll.
Es waren also Termine zur Einarbeitung.
Auf der Fahrt habe ich DirtyHarry als total lässig empfunden. Er hat viel erzählt von seinern beiden Töchtern und von seiner Frau. Die beiden haben eine total romantische Geschichte… *Seufz*
DirtyHarry hat mich auf der Rückfahrt zu BürgerKing überredet.
Nun ja, Diättauglich war die ganze Woche nicht.
Aber das war mir schon vorher klar, dass wenn ich nur unterwegs bin, dass wahrscheinlich dann das Thema Diät etwas untergehen wird.
Ich bin ja schon froh, dass ich nicht nur Junk-Food gegessen habe, sondern mich wenigstens einigermaßen anständig ernährt habe, wenn auch nicht immer absolut Kalorienarm.

Ja und gestern hatte ich dann frei.
Ich hatte um Zwölf einen Arzttermin. Das habe ich im Geschäft gleich gesagt, als ich angefangen habe.
Geplant war es dann, dass ich normal ins Büro gehe und dann halt um halb zwölf zu dem Termin verschwinde, und dannach wieder komme.
Aber Chefe meinte, dann am Dienstag, dass er mir frei geben würde, weil ich dreimal hintereinander unterwegs wäre in dieser Woche.
Ich hab ihn angeschaut, wie eine Henne wenn es blitzet.
Aber gewehrt habe ich mich dann nicht.
Ich habe nachdem Chefe mir das gesagt hat, dann gleich meinen Termin mit der Anderen auf Freitagmorgen umgebucht.

Als ich heute nach meinen Termin mit der Anderen wieder daheim war, hab ich dann schön gefrühstückt, hab die Küche aufgeräumt und bin dann los zu meinem 12-Uhr-Termin. Der hat leider etwas länger gedauert, weil die mal wieder überhaupt nicht ihre Praxis im Griff hatten und ich trotz Termin (und den Termin habe ich schon Mitte Dezember ausgemacht!) noch 1,5 Stunden warten musste bis ich dran war.
Grrrrrgrrrr – echt! Zu was braucht man denn dann überhaupt einen Termin!
Mittags hab ich dann noch rumgewusselt und Zeugs erledigt, und dann hab ich mich ja mit einem alten Bekannten getroffen.
Obwohl Sky und ich uns schon seit 3,5 Jahren nicht mehr getroffen hatten, war es dann gestern so, als hätte es diese Jahre nicht gegeben.
Wir haben nahtlos angeknüpft an das gute freundschaftliche Gefühl, das schon vor Jahren bestand.
Es war so ein netter Abend und wir haben jede Menge Rotwein vernichtet.
Zum Glück war ich so schlau und habe ganz viel Wasser dazu getrunken, sonst wäre ich glaube ich heute böse dagehangen.
Das alte Vertrauen zu Sky war so schnell da, dass ich ihm bald erzählt habe, was alles so die letzten Jahre bei ihm war.
Und ich hab ihm meinen Narbenbobbel am Hinterkopf fühlen lassen.
Um zwei erst haben wir uns getrennt.
Heute morgen hatte ich dann schon gleich eine sms von Sky auf dem Handy, dass er es super schön fand gestern und wir das unbedingt wiederholen sollten.

Nun ja, schau mer mal… wir haben ja beide mit Job etc. viel zu tun…

Heute hab ich auch viel erledigt und rumgemacht, einkaufen usw. Ich bin erst um fünf Uhr heute nachmittag zurückgekommen.
Heute werde ich mir mal einen gemütlichen Abend machen. Einfach entspannen und eine Schnulze gucken.
Das wird mein Samstagabend…. 🙂

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