183 2012| Lotterleben



Manchmal komme ich mir so vor, als würde ich ein Teenagerleben führen.
Hält das jung? Wenn ja, dann mache ich weiter so.

An alle, die gerade Liebeskummer haben oder sich nach einem Freund verzehren, lasst es Euch mal sagen, dass alleine sein, auch so seine Vorteile mit sich bringen kann.
Ein Teenagerleben zum Beispiel, und zwar egal wie alt man ist.
Oder immer seinen eigenen Rhythmus verfolgen, ohne Rücksicht auf jemanden – einfach nur so machen wie es einem gerade ist.
Oder unmögliche Dinge tun, bei welchem die eigene Mutter (meine zum Beispiel) oder ein Partner die Hände über den Kopf zusammenschlagen würden.
Oder zum Beispiel die Wohnung nur dann aufräumen, wenn ihr wollt.
Schuhe überall rumstehen lassen und den ganzen Tag im chilligen Gammeloutfit rumlümmeln inklusive.

Jeden oben aufgezählten Punkt kann ich heute abhaken.
Ich bin bis um zwei im Bett herumgelümmelt und habe gelesen. Ich bin einfach nicht aufgestanden: Und es war herrlich!
(Und das Gute war, dass ich solange auch nichts gegessen habe und keinen Hunger hatte – He he he he! Das Buch hat mich einfach zu sehr abgelenkt.)
Um zwei bin ich aufgestanden und habe mal meinen Schlafanzug gegen mein Bequemo-chilliges-Homedress-Gammel-Outfit umgetauscht und bin erst mal zum Bäcker und hab mir mein Lieblingsbrötchen geholt, dass ich mir jetzt gerad zum Frühstück/Mittagessen gegönnt habe.
Ja – meine Mutter würde die Hände über den Kopf zusammenschlagen… ich hör sie schon: "Menschenskinder, in deinem Alter macht man so was nicht mehr. Hast Du denn nichts zu tun gehabt? Du verhälst Dich wie eine 14-jährige! Was ist mit Deinem Haushalt!"
Mit einem Freund wäre das auch nicht möglich gewesen. Ich hatte immer das Gefühl, ich muss dann mit meinem Freund aufstehen und mit meinem Freund gleich Frühstücken. Einfach zu sagen… NÖ – ich hab Lust jetzt einfach zu lesen und werde nicht aufstehen – hätte ich mich nie getraut. Was soll dann schließlich der Freund solange bei mir machen?
Meine Pläne für heute sind jetzt zwar ein bisschen über den Haufen geworfen, eben weil das Buch mich solange gefesselt hat und ich bis jetzt immer noch nicht meine Morgenwäsche hinter mir habe – aber dafür geht es mir saugut!
Und meine Pläne laufen mir ja auch nicht weg. Am Montag ist auch ein Tag an dem die Läden noch aufhaben und ich noch shoppen gehen kann.
Das einzigste was ich heute machen werde sind Lebensmitteleinkäufe – aber dafür habe ich ja bis um halb zwölf heute nacht Zeit (har har har 🙂 ), denn dann macht der letzte Supermarkt in meiner Nähe zu.

Ich meine, wem muss ich denn was beweisen: NOBODY! NIEMANDEN! KEINEM!
Ich muss nur gucken, dass es mir gut geht.
Aus, Ende, Basta!

Und ich sag’s Euch: nach diesem gemütlichen Morgen geht es mir saugut!

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