145 2012| Liebes Tagebuch…


Ich wähle heute mal den klassischen Titel…

Liebes Tagebuch,

gestern mit Schwesterchen war es so schön.
Ich habe mich ihr richtig geöffnet, wie es mir so geht, was für Zukunftsängste ich habe (ja, auch an mir geht so was wie Zukunftsgrübelei nicht vorüber), und sie hat mir wunderbar zugehört.
Wir haben Pizza gegessen und sie hat von ihrem USA-Trip bei ihren ehemaligen Au-Pair Gasteltern erzählt.
Ich habe sie über Aaron eingeweiht, wie ich ihn kennengelernt habe, dass ich ihn zuerst nur "nett" fand und dann hat er mich zum lachen gebracht. Und dass ich dann mir hätte schon einen Zeitvertreib mit ihm vorstellen können, dass er sich jetzt aber auch nur verhält wie jeder andere. Und deshalb ER seine Chance verpasst hat… Ha ha ha…

Mit Wolldecke und Wein saßen wir auf dem Sofa und dann habe ich eine Ankündigung gemacht und ein Ziel verkündet: In einem Monat habe ich Geburtstag und bis dahin will ich 3 KG abgenommen haben. Ich habe mit Schwesterlein auf meine letzte Pizza und auf meine letzte Völlerei angestossen.
Prost – Yeah – Go for it!

Dann sind wir über zum nächsten zerimoniellen Schritt:
Das zerschneiden der Rose!
Ich habe noch eine getrocknete Rose gehabt, von den Rosen, die Ex-Mister mir zum Halbjährigen ans Bett gebracht hat. Sie war fast perfekt, diese getrocknete Rose – so schön noch – obwohl tot. Aber eben nur fast perfekt war sie. Jeden Tag hat sie mich unter meinem Spiegel im Flur angelächelt. Ich habe sie gestern genommen und zerschnitten.
Ich habe Platz gemacht für neue Rosen, die mir geschenkt werden können.
Darauf haben Schwesterchen und ich wieder angestoßen. Prost – Yeah – Go for it!
Auf in einen neuen Lebensabschnitt – das Schicksal fordert es sowieso schon von mir ein. Also, sehe ich diesem neuen Lebensabschnitt und der Gestaltung dessen so mutig entgegen, wie es mir eben möglich ist.

Ja und heute, liebes Tagebuch
Heute geht es mir ganz komisch.
Hochmotivierte Tage habe ich hinter.
Doch heute spielt mir mein Bauch einen Streich.
Ich befürchte, ich habe mir was eingefangen.
Ich hatte heute gleich um acht einen Termin bei der Andere. Schon beim reinlaufen in die Stadt hatte ich so ein Schwindelgefühl im Kopf.
Ich hoffte ein Coffee-to-go würde es richten, und betrat mit diesem die heiligen Hallen der Anderen.
Dannach lief ich heim und stattete Papa einen Besuch ab, der mir ebenfalls einen Kaffee machte.
Kurz geplaudert, dann merkte ich – oh je – ich muss auf die Toilette. Tja, und da saß ich dann erst mal. Für einige Zeit… Manmanmanmanman….
Seit dem fühle ich mich schlapp und mir ist sehr flau im Magen. Und trinke viel Tee – und nicht mal der tut mir gut… es ist alles buäh
Aber wir wollen ja alles positiv sehen… und deshalb sehe ich es als Startschuss in meine Diät.
Okay… das ist jetzt wirklich Augenwischerei – ich gebe es ja zu.

Ich werde jetzt versuchen ein bisschen an die liebe Sonne zu gehen. Bin ein bisschen erschöpft heute. Und in meinem Bauch grummelt es die ganze Zeit, als hätte ich einen Teich mit Fröschen darin verschluckt.
Ich muss ja nicht schnell laufen – ganz langsam.

Drücke mir die Daumen, liebes Tagebuch, dass es nur ein einmaliges Down-sein ist und nicht irgendeine Grippe oder so. Ich kann jetzt nicht flach liegen. Ich habe ein Vorstellungsgespräch am Freitag.

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