141 2012| Der Ex-Ex



Bis 2011 nannte ich ihn Ex-Arsch.
Jetzt nenne ich ihn eigentlich gar nichts mehr.
Es war das Beste was mir passieren konnte, dass die Beziehung nach vier Jahren zerbrach.
Es war keine Liebe.
Es war eine Art Hass-Liebe.
Ich habe mich an der Beziehung nur aufgerieben, und in mancher Hinsicht auch sehr seltsam reagiert.
Ich war nicht in der Lage mich durchzusetzen und mein eigenes Ding durchzuziehen.
War ich einmal so weit, dann hat er mich wieder um den Finger gewickelt.
Ich habe in dieser Beziehung so viel gelitten, aber nur, weil ich nicht stark genug war, einen Schlußstrich zu ziehen – und hab alles mögliche mit mir machen lassen.
Also, zum Glück ist es auseinander gegangen.
So sehe ich das heute.

Wäre ich heute noch mit ihm zusammen, würde er mich in den Wahnsinn treiben mit seiner „Komm-ich-heute-nicht-komme-ich-morgen-oder-vielleicht-nie“.
Oder dass ich ihm nie glauben konnte was er sagte, weil es am nächsten Tag keine Gültigkeit mehr hat.
Schrecklich…
Aber das sind nur wenige Punkte, in denen wir nicht zusammenpassen.

Auf jedem Fall war ich schon lange bevor die Beziehung zerbrach unglücklich und trotzdem gleichzeitig total fixiert auf die Beziehung. Man könnte sagen, ich war in einem seltsamen Abhängigkeitsverhältnis.
Mit der Anderen bespreche ich teilweise auch meine seltsame, selbstzerstörerische Reaktion in der Beziehung. Die Ärtze sind sich sicher, dass die Walnuss nämlich schon 2009 keimte, aber wahrscheinlich Ende 2010 einen Wachstumsschub hatte. Auf jedem Fall kann mein emotionales Verhalten schon da nicht mehr so gewesen sein, wie man normalerweise reagiert.
Aber es ist nicht bewiesen.
Auf jedem Fall ist mir meine eigene damalige Dummheit schleierhaft.
Ich bin wirklich nicht selbst-fürsorglich mit mir umgegangen, sondern habe mich selbst in einen zerstörerischen Umfeld gefangen gehalten.

Endgültig verstanden, dass ich da raus muss, habe ich erst, als er dann agressiv wurde und im betrunken Zustand „sein Recht“ einforderte. Da hab ich mich dann nicht mehr bei ihm gemeldet und als ich mich zehn Tage später beruhigt hatte, meine Sachen geholt.

Er ist mir ziemlich egal, und ich bin lieber alleine, als in so einer Beziehung und auch glücklicher alleine.
Ich bin einmal an ihm vorbeigelaufen, ist schon ein Weilchen her, und es hat mich überhaupt nicht berührt.
Ich muss überhaupt nicht mehr an ihn denken. Ich schwelge nicht in Erinnerung, noch sehne ich ihn zurück.

Heute hat er mich angerufen, weil ich auf die sms’en von gestern noch nicht reagiert habe.
Ich habe das Handy nicht gehört, also lief sein Anruf auf die Mailbox.
Wieder klang er etwas aufgewühlt und leicht panisch, aber wieder nur dasselbe, dass er mich dringend sehen müsste und mit mir sprechen wolle, dass ich mich unbedingt melden solle.

Und das Erstaunliche daran ist, ich bin nicht mal neugierig. Das ist sehr seltsam für mich, denn nomalerweise muss ich alles wissen und bin neugierig wie sonst noch was.
Auf jedem Fall, scheint das, weshalb er mich sprechen muss sein Problem zu sein, und nicht meines.
Und von dem her ist der Fall für mich geritzt.

Ich werde weiter nicht reagieren.

Mein Herz bezüglich ihm ist geheilt.
Bezüglich eines anderen ist es noch im Heilungsprozess, aber das wird auch noch.

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