135 2012| War das die große Panik oder kommt sie erst?


Danke für Eure lieben Kommis!
Danke für Eure lieben PN’s!
Danke, Danke, Danke,
Danke, Danke,
Danke!!!

Wirklich… vielen Dank, dass ich nicht verurteilt werde, und dass ich hier Dinge einfach
wiedergeben kann, wie sie eben
waren…
Ihr seid tolle Blog-freundinnen!

Also, ich weiß ja nicht, ob das was ich am Feitagabend und am Samstag hatte, ob das die große Panik war, oder ob das nur der Beginn von deren war. Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass der Freitagabend echt übel war.
Ich habe am Freitag noch das letzte Zeugs im Geschäft übergeben, und Chefin hat noch mit einer Kollegin eine seltsame Nummer abgezogen. Während dieser Nummer dachte ich mir nur: "Zum Glück bin ich in wenigen Stunden weg hier…"
Aber als ich weg war, musst ich zu meinem all-freitäglichen Termin zu der Anderen – und da brach alles heraus. Ich habe gar nicht viel gesagt. Ich hab mich hingesetzt (denn sie kam meinem Wunsch sich ein Sofa anzuschaffen bis jetzt noch nicht nach), und hab nur geheult. Und sie, sie hat mich einfach heulen lassen. Hat einfach gewartet bis ich wieder einigermaßen was sagen konnte. Dafür bin ich echt dankbar. Ich meine, wann kommt man mal wohin und darf einfach nur heulen, ohne dass gleich 1000 Fragen auf einen einprasseln?
Und dann meinte Sie das selbe, was ihr auch meintet… das ich mir keine Sorgen machen brauche, dass ich ja einigermaßen finanziell abgesichert sei und dass sie es letztendlich gut findet, dass ich gekündigt wurde, und sie mir wünscht, dass ich einen Job finde, in welchem ich zuverlässig meine Arbeit machen könne, aber dafür auch so etwas wie ein zuverlässiges Wochenende habe.

Nach der Anderen hab ich Öko-Gise angerufen und diese vollgeheult – und zwar erstklassig vollgeheult!
Jetzt im Nachhinein, fand ich, dass ich in vielen Punkten übertrieben habe.
"Oh mein Gotte, ich werde nun voll assozial…ich will nicht voll lange daheim rumsitzten und nichts zu tun haben… ohne Job finde ich ja nie einen lieben Freund…ich bin an allem Schuld, ich hätte mich halt zusammenreißen sollen… ich habe zu wenig gearbeitet, ich hätte letzten Samstag auch arbeiten sollen… Bla Bla Bla Bla Bla"
Öko-Gise hörte sich das alles gar nicht so lange an, und befahl mir, mich ins Bad zu begeben, meine Maskara aufzufrischen, mir die Lippen nachzuziehen, und fertig zu sein, bis sie zu mir kommen würde.
Wenige Minuten später, war sie bei mir und schleppte mich raus ins Städchen.
Wir saßen in einer ganz gemütlichen Bar und sie hörte sich alles, wirklich alle übertriebenen Ängste an von mir.
(Wow! Was für eine tolle Freundin ich habe… ich muss ihr ein Dankeschön kaufen! Ein kleines Schokolädchen oder so…).
Als ich fertig war, fing sie mit ihren positiven Gesichtspunkten an und erzählte mir ebenfalls, dass sie so froh ist, dass ich gekündigt wurde.
Im ersten Moment war ich natürlich geschockt… Wie kann sie den froh sein, dass ich arbeitslos bin?
Aber sie meinte, dass sie schon länger geglaubt hätte, dass sie ich in dieser Abteilung, in diesem Unternehmen nicht glücklich gewesen wäre. Und dass sie denkt, ich kann einfach solche Chefs, wie diesen Chef noch weniger händeln als die Chefs in K.
Dann kam sie mit weitern positiven Punkten… z.B. dass ich nun auch jeden Tag ein bis zwei Stunden Fitness-studio einbauen könnte… Dass ich mich immer bei ihr beschwert hätte, dass ich mich gesünder ernähren wollte, und dies nun tun könnte… usw.
Wenn immer ich nicht so begeister aus der Wäsche schaute oder kurz davor war, wieder in die Jammer-Schiene zu verfallen – bestellt Sie einen Wein oder befahl mir: "Nimm noch einen Schluck… Los wir stoßen auf Deine neue Zukunft an, die sofort beginnt – Prost!"

Mit Abstand betrachtet, hatte das ganze sogar ein bisschen was von Situationskomik…

Am Samstag hatte ich immer noch ein bisschen ein Freak-out… ich habe versucht Bewerbungen zu schreiben… Irgendwie hat das besser geklappt, als ich noch nicht wirklich gefeuert war… aber ich konnte mich beim besten Willen nicht konzentrieren. Ich saß vor meinem Rechner und konnte dort nicht lange sitzen oder klare Gedanken fassen -sprang auf und tigerte durch die Wohnung. Dies wiederholte sich so einige male, bis ich aus der Wohnung flüchtete und stundenlang durch den Wald lief. Zumindest ruhiger wurde ich dort.

Heute habe ich Omi A. und Omi T. gebeichtet, dass ich gekündigt wurde. Omi A. sagte nicht viel dazu, aber Omi T. reagierte gleich wie Öko-Gise und wie die Andere und wie ihr auch: "Gott sei dank!"

Meine Mutter weiß es schon seit Dienstagabend und hat etwas seltsam reagiert. Sie hat mich unglaublich unter Druck gesetzt und hat alles schwarz gemalt.
Sie meinte mir dann gleich sagen zu müssen, wie ich was wann machen müsste… Und dass sie denkt, ich hätte mich eben mehr anstrengen müssen, ich hätte mehr arbeiten müssen, ich hätte eben den letzten Samstag auch arbeiten sollen und überhaupt, warum ich am Sonntag nicht auch ein paar Stunden im Betrieb gewesen wäre. Ich hätte ja dann immer noch genug Zeit zum Ausruhen… Dass ich sonst ja auch nichts hinkriege ("Wieso hast Du hier das Abendessen noch nicht abgespült? Wieso kriegst Du das nicht hin…Wieso hast Du es nicht geschafft, bereits einen neuen Freund zu haben? Wieso… Weshalb… Warum…?")
Sie brachte viele Dinge auf, die gar nichts mit der Arbeit zu tun hatten.

Ja, sie ist nicht zufrieden mit mir als Tochter. Sie dachte jetzt ist die Walnuß draussen, jetzt funktioniere ich und mein ganzes Leben um mich herum astrein und zwar so, dass ich schnurrtracks ein tolles Leben mit Haus-Mann-Kindern führe.

Auch wenn sie es, glaube ich zumindest, nicht komplett böse meint. Ich glaube sie hätte sich für mich einfach nur ein anderes Leben oder ein anderes Dasein gewünscht.
Aber ich habe eben nur dieses eine Dasein.
Und das muss ich so nehmen, wie es ist und meinen Teil dazu beitragen, dass es eben so gut wie irgendwie möglich wird.

Omi T. meinte zu mir, dass ich mich daran erinner solle, was sie schon als Kind zu mir gesagt hätte.
Und ich hatte es wirklich vergessen!
Omi T. sagte immer zu mir:
"Glaube an Dich und wünsche Dir immer schöne Dinge für Dich und alles wird gut…"
Das mache ich jetzt auch…an mich selbst glauben und mir schöne Dinge für die Zukunft wünschen.

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