124 2012 | Wie kam das mit meinem Plan…



Ja, ich weiß ja auch nicht wie ich das jetzt beschreiben sollte.
Aber seit heute morgen, nein – eigentlich schon seit gestern abend – bin ich ständig im Selbstgespräch mit mir.
Ich war gestern abend unglaublich ausgelaugt und fertig von der Arbeit. Ich war Dile nicht mal böse, dass sie mir abgesagt hatte für den Abend, denn sie hatte Schwierigkeinten mit ihrem Auto.
Ja, es kam mir gerade recht.
Ich hatte wieder mal zwei anstrengende 12 Stunden Tage hinter mir.
Und gestern musste ich 13 CAD-Dateien Korrekturlesen. Wisst ihr wie das ist? Stellt es Euch lieber nicht vor… es ist grausam und saugt einen aus, wie eine Batterie die man anzapft.
Der Kopf ist dannach wie betäubt, geistig hatte ich gestern abend überhaupt keine Kapazität mehr. Und ich war so sehr ausgelaugt, dass ich gestern schon um neun ins Bett musste. Und auch bis heute um neun Uhr morgens durchgeschlafen habe.
Aber bis es neun Uhr wurde, hat mein Kopf trotz ausgelaugt sein, noch jede Menge lustiger oder weniger lustiger Gedankengänge produziert.

Wie lebe ich eigentlich momentan? Wie zufrieden oder unzufrieden bin ich? Wie stelle ich mir mein Leben vor? Was vermisse ich? Wonach habe ich Sehnsucht? Wie bin ich und wie kann ich sein? Wie will ich sein? Ist dieses sein-wollen erreichbar?
Ich dachte mir auch, dass ich mich gar nicht beschweren brauche, dass ein Mann der zu mir passt, mich gar nicht findet, wenn ich nur noch am arbeiten bin und dannach total fertig. Oder wenn ich am Freitagabend bis nachts um halb zwei bei Frieder in seiner Küche sitze und philosophiere. Natürlich gehört so etwas auch zum Leben dazu, und es hat Spaß gemacht und war so auch nicht geplant (die spontanen Sachen sind jedoch oft die Besten – oder?), aber Mister Magic wird wahrscheinlich nicht neben Lovely-wonderful-life durch die Straßen laufen und bei mir zu Hause oder bei Frieder klingeln und sagen:
"Hallo, wir suchen Lady K. um sie abzuholen und mit uns mitzunehmen und ihr bis auf alle Tage ein wunderschönes Leben voller Liebe und Zuversicht und Glücklichsein bescheren."

Genauso werde ich mein altes Gewicht nicht wieder erlangen, wenn ich nicht mal aufhöre mir abends Pizza zu bestellen und so ausgelaugt von der Arbeit zu sein, dass ich keinen Schritt mehr tun kann und mein Sofa zu meinem allerbesten Freund wird, gleich nach meinen Kuscheltieren, die mein Bett beherbergen und mit denen ich kuschelnd abends dann einschlafe.

Ja und heute morgen…. da war alles auf einmal ganz anders und ganz klar in Bildern in meinem Kopf.
Ich hatte auf einmal einen Plan!
Es war nicht nur Träumerei, es war real!
Hey, ich glaube an ein Leben und bin auch bereit, einige Dinge, die einfach so dazu gehören (wie jetzt momentan noch meine cholerische Chefin und meine Überstunden) auch aktzeptieren. Aber trotzdem: Was zum Teufel hält mich davon ab, den anderen Teil schon so zu leben oder ein Leben zu führen, dass dazu folglich führen wird? Nichts! Nur ich selbst!

Auf jedem Fall verfestigte sich das Bild, wie ich Leben könnte immer mehr heute morgen. Es war wie ein Film, der abgespult wurde. Und es gefiel mir was ich sah.
Und es war nicht die Erfüllung darin zu sehen, also ich sah mich nicht mit einem schnuckeligen Typen in einem Reihenhaus – nein, ich sah aber wie ich dahin kommen könnte.
Hört sich sehr kitschig an, nicht?

Also, ich will auf jedem Fall wieder mein altes Gewicht von letztem Jahr. Ja, mit diesem Gewicht war ich auch nicht zufrieden und hab immer an Diät oder sonst was gefeilt. Aber jetzt würde es mir reichen und ich verstehe überhaupt nicht, warum es mir vor einem Jahr nicht gut genug war.
Dann möchte ich mir wieder die Haare etwas länger wachsen lassen. Jetzt sind sie noch etwas kurz. Kurzer Bob sozusagen.
Dann glaube ich an die Liebe und dass es auch für mich Liebe gibt. Aber wie gesagt, Mister Magic hatte es die letzte Zeit auch schwer mich zu finden, also muss ich mich mehr zeigen.
Zudem möchte ich, seit ich seit letzten Dezember wieder aus dem Dispo raus bin, weiterhin so gut mit meinem Geld auskommen – also auch auf keinem Fall mehr ausgeben.
Ausserdem möchte ich einfach einen stinknormalen Job, in welchem ich meine Arbeit gut machen kann. Ein Job der mir hilft zu leben und nicht ein Job der mein Leben und meine Gedanken bestimmt.
Also, das lässt sich alles in der Waage halten und alles ist realisierbar. Und es kann auch nebenher laufen.

Ich werde in Zukunft offenen Auges durch die Welt gehen und anstatt abends Pizza zu bestellen (sollte ich wirklich zu tot sein, um selbst zu kochen), ins Städchen gehen und mir einen leckeren Salat in meinen Lieblingslokations mir gönnen: drei Fliegen mit einer Klappe!
Salat = an mein altes Gewicht rankommen
Ausgehen = dann ist es auf keinem Fall mehr meine Schuld, falls Mister Magic mich nicht findet
Geld = Pizza und Salat kostet auch was. Wenn ich mir einen Salat und ein Getränk gönne bin ich auf keinem Fall mehr Geld los

An meinen Bewerbungen arbeite ich nach wie vor, immer noch ein paar Stündchen an den Wochenende. Unter der Woche hab ich da nicht noch den Nerv dafür und meine geistige Kapazität wird bei der Arbeit wahrlich genug aufgebraucht.

Ich werde natürlich schreiben, was für Menschen ich über den Weg laufe, und ob ich überhaupt ein männliches Exemplar sichte, bei dem es sich lohnt zu flirten oder so was.
Erzwingen kann ich eh nichts, weder Jobmäßig noch Liebesmäßig oder Kürperbezogen.
Aber ich kann trotzdem ein Leben führen, dass im wahrscheinlichsten Falle Spaß macht und zu all dem führt.
Und genau das ist mein Plan.

Achso… sonst habe ich mich ja auch immer wegen dem Haushalt total mieß gefühlt, entweder weil ich nicht alles hinbekam oder weil es zuviel war, das ich gerne hinbekommen hätte.
Ich hab beschlossen, der Haushalt bleibt mal von dem ganzen aussen vor. Der läüuft so nebenher, wie es eben passt. Aber auch nicht mehr. Haushalt ist ab sofort von der Prioritätenliste gestrichen.

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