74 2012| immer wieder mal das erste mal…



Heute vormittag hatte ich im Geschäft den ersten stressigen Morgen. Das ging ja schnell, dachte ich mir, schon nach einer Woche. Zum Glück kam dann die Mittagspause und es kehrte nachmittags etwas Ruhe wieder in meine Arbeit ein.

Als ich dann heimkam, hatte ich eigentlich schon einen Bärenhunger. Ich bin aber nicht zum Abendessen gekommen, denn ich musste mein Schildi-Zeugs, welches am Samstag bestellt wurde, ja aus der Apo holen. Also bin ich ab in die Stadt. Da dachte ich mir, ich könnte vier Fliegen mit einer Klappe schlagen:
1. Fliege-klatsch-weg: Laufen
2. Fliege-klatsch-weg: Stoff geholt
3. Fliege-klatsch-weg: Im Drogeriemarkt Erledigungen machen
4. Fliege-klatsch-weg: Irgendwas zum Essen einheimschen in der Stadt

Nun ja, so weit so gut. Ich habe in einer Stunde alles hinter mich gebracht. Und habe zwischendrin sogar noch bei AL "Guten Tag" gesagt.

Eigentlich hätte ich ja echt zufrieden sein können mit mir. War ich im Grunde genommen auch. Ich habe heute in der neuen Firma, die ersten Hoch-Stress-Stunden rumgekriegt und einen guten Job gemacht und meine Besorgungen noch abends gemacht.
Aber zu Hause war es dann irgendwie komisch.
Keine Ahnung was es war.
Ich hatte ein gaaaaaaaanz seltsames Gefühl.

So einen Kloß im Hals, mein Bauch hatte ein hohles Gefühl und ich glaube, wenn ich mich weiter darauf eingelassen hätte, dann hätte ich glatt heulen können. Einfach so… Ohne dass es einen Grund dafür hätte geben können.
So ein Mist… Was bitte hatte dieses Gefühl und diese schlechten Vibes denn in meinem Feierabend zu suchen?

Zuerst war ich unglaublich trotzig: Geh weg Du komisches Gefühl und komischer Zustand! Sofort! Es gibt keinen Grund mich Unvollständig zu fühlen oder Tränen fließen zu lassen.

Dann beschloß ich, dieses Seltsame einfach da sein zu lassen. Es hat sich sowieso nicht auf meinen Befehl hin weg scheuchen lassen. Und es war auch zu verworren, damit ich es hätte klar definieren könnnen.
Also, ließ ich dieses Seltsame, welches eine Mischung aus "gestresst-sein", "sich einsam fühlen" und ein bisschen was von einer Art "Traurigkeit" hatte einfach auf meinen Sofa Platz nehmen. Direkt neben mir.

Und dann kam auf einmal noch etwas Anderes. Etwas Versöhnliches, etwas das sagte, das alles in Ordnung ist.

Ja, und somit habe ich dann noch den Rest Wäsche, welche von gestern noch über war, gebügelt;
hab meinen Romeo und Julia sauber gemacht, damit diese wieder in frischen Wasser sich liebhaben können; hab Fern geschaut und auf einmal….

ja – auf einmal war alles wieder gut und normal! 🙂

Goldfisch Bild von Luna – www.br-family.de/luna.html

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