162 2011| fifty-fifty und Ironie


Ja, heute war ein 50-50-Tag. Das heißt nichts Schlechtes. Das bedeutet, dass 50% sehr gut waren und 50% neutral. So würde ich es mal bezeichnen.

Ich habe heute etwas erledigt bekommen. Und ich habe meine Abmachung mit der Thera eingehalten, dass ich jeden Tag mindestens 30 Minuten „Schnelles Gehen“ (O-Ton) praktiziere, im Fachjargon auch Walking genannt.

Und siehe da: dannach ging es mir wirklich sehr gut.

Die Thera war auch erfolgreich bezüglich einer Klinik. Diese hat heute angerufen und gemeint Wartezeiten „nur“ 3 bis 4 Wochen.

Eine andere Klinik haben wir auch gefunden, die würde mir eher liegen – Wartezeit 6 Wochen.

Ich werde das am Dienstag mit der Thera noch mal besprechen.

Jetzt verwöhne ich mich gerade mit einer Tasse Tee.

Heute vermisse ich Mister besonders.

Ich hätte so gerne mit ihm gesprochen.

Mir ist so vieles klar geworden, vielleicht noch nicht zu 100% glasklar, aber auf jedem Fall klarer.

Mister hat im Streit gerne mich mit Bia, der Freundin von Pepe verglichen.

Sie hätte auch einen weiten Arbeitsweg, müsste um halb sechs morgens aufstehen, und manchmal würden Bia und Pepe sich 2 Wochen lang nicht sehen – und Bia würde nicht so reagieren, wie ich reagiert hätte.

Doch Bia wurde nicht körperlich geschwächt durch ein Krankheitsbild, an das mein Körper sich erst mal gewöhnen musste. Und trotz Bia’s langen Arbeitsweg, hat sie insgesamt doch 1,5 Stunden weniger als ich. Mister hat auf meinen Arbeitsweg hin gerne mal gemeint, dass das aber etwas ist, was ich mir selber rausgesucht hätte und er nichts dafür kann.

Und Bia musste kein Kortison nehmen, dass mich auch extrem runtergezogen hat. Und ich schätze mal Bia hat nicht so eine verkorkste Familienkonstellation wie ich und auch nicht so plötzlich davon erfahren. Und das nicht alles innerhalb von wenigen Wochen, bzw. Monaten.

Bia und ihre Kollegen wurden in ihrem Betrieb wahrscheinlich auch nicht so behandelt, wie in meinem Betrieb.

Das soll jetzt nicht nach rumjammern klingeln, obwohl ich zugeben muss, dass es sich ein bisschen so liest. Sondern das sind Fakten und das sind die Dinge die bei mir im Argen lagen. Das muss Mister doch auch sehen. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass er das nicht sieht. Ich bin eine andere Person als Bia und ich habe das alles gehabt.

Ach was soll’s. Ich glaube ich resigniere gerade.

Ich muss nach vorne schauen, und sehen dass ich die Kiara wieder finde, die ich mal war.

Sie war nie ganz weg. Und dann darf Mister diese Kiara kennenlernen. In ihrer ganzen Pracht, Fröhlichkeit, und aber auch in ihrer Ehrlichkeit, in ihrer Sensibilität und in ihrer Schönheit. In ihrem Ehrgeiz und in ihren Werten und auch mit all den Macken (ganz klar die hatte ich schon immer – ich sag nur: Verpeilt sein!)

Aber manchmal fühle ich mich so mutlos & verloren & sehr alleine gelassen.

Und dann wiederum denke ich mir manchmal: „Hey cool, ich kann jetzt alles machen was ich will! Ich kann es mir jeden Tag schön machen und ich kann mich um mein Leben kümmern. Das ist eine einmalige Chance, welche ich erhalte!“

Ja und dann, dann freue ich mich auf meinen neuen Lebensabschnitt und auf das neue Kennenlernen mit Mister. Er wartet auf mich! Wie cool ist das denn! Er gibt mir den Freiraum mich um mich selbst kümmern.

Ich habe schon Pläne für morgen. Ich weiß schon genau was ich machen will und was ich schaffen möchte.

Jetzt gönne ich mir eine (hoffentlich) erholsame Nacht.

Ich habe bisher jede Nacht von Mister geträumt. Wenn wir abends telefoniert haben, an Tagen an denen wir uns nicht gesehen haben, dann hat Mister zu mir immer gesagt, dass er mir süße Träume wünscht. Und ich habe daraufhin geantwortet: „Ich träume nur von Dir!“ Ja, Mister ist und war mein Traummann, nur jetzt ist er halt „nur“ noch mein Traumann.

Welche Ironie….

Ich wünsche allen einen schönen Start ins Wochenende!

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