158 2011 | Was ist passiert auf der 30er Party?


Es war vom 06. auf den 07. November.
Also, ich habe mich einfach total daneben benommen. Ich habe Mister blamiert und bloßgestellt. Mister hat sich für mich geschämt.

Ich habe nur ein KLEINES Pils gehabt und 3 Züge vom Strohhalm von einem Long-Island-Ice-Tea. Das hat so reingehauen bei mir, dass ich schon so wirkich ratze-voll war, dass ich dachte ich muss meinen Kopf auf den Tisch legen. Ich wurde laut und peinlich mit dem Alkohol und ich habe wie ein kleines Kind alles nachgelallt, was ich zuvor von Mister und Konsorten gehört habe.

Bei mir ist alles leicht im Nebel diesbezüglich. Ich hatte noch nie einen Black-out, aber von diesem Abend weiß ich nicht mehr wirklich alles.

Irgendwann kam ein Päarchen, das mit dem Gastgeber eng befreundet ist und auch mit Mister. Er, Pepe, ist einer von Misters ältesten und besten Freunden. Sie, Bia, ist eben die Freundin von Pepe. Über das Päarchen wird hin und wieder etwas arg augenzwinkernd von Mister und von anderen Bekannten geredet. Pepe wird als Opa bezeichnet, weil man mit ihm anscheinend nichts mehr anfangen kann. Rücken hier, Aua da, Bandscheibe hier. Und das mit Anfang 30. Genauso werden immer wieder Beschwerden vorgetragen, dass man mit ihm nicht mehr viel anfangen kann, weil Pepe ja um neun ins Bett muss. Sie himmelt Pepe an – und wenn Pepe etwas isst, dann ist Bia auch etwas und wenn Pepe nichts isst, dann ist Bia auch nichts (obwohl sie vielleicht hungrig wäre).

Tja, diese tauchten auf. Mister und ich gingen dann nachdem das Päarchen Pepe und Bia Platz genommen haben dort hin.

Der Gastgeber hatte Fingerfood-Platten bestellt, wovon anscheinend 4 Personen satt werden sollten. Dies entsprach leider überhaupt nicht den Tatsachen.

Als ich mich neben Pia hinsetzte tat sie das sofort kund: „Also, das mit dem Fingerfood ist ja mal voll Scheiße, da werden ja niemals 4 Personen satt. Wir haben uns jetzt erst mal noch Chilli-Con-Carne bestellt.“ Darauf hin kam der erste Konter von mir, in einem – Zugegeben – sehr schnippischen Ton: „Sag mal, bist bloß hier zum motzen. Jetzt sei mal zufrieden, Du wirst hier schließlich eingeladen.“ Schon dort musste Bia die Stirn runzeln.

Dann gab sie bekannt, dass das mit den Bänken ja auch total doof wäre, weil diese ja überhaupt keine Rückenlehne hätten – ihr würde schon total der Rücken weh tun und sie möchte gar nicht wissen, wie ihr Pepe das aushält. Ich eröffnete ihr, dass sie wirkich nur am Motzen ist und mal aufhören solle sich zu beschweren.

Dann kam das Gespräch darauf, warum sie nicht in München übernachten, dass der Gastgeber doch Schlafplätze angeboten hätte. Bia erklärte mir, dass sie nicht übernachten, da es geheißen hätte, sie müssten Schlafsäcke mitnehmen. Und das würde nicht gehen, denn Pepe braucht schon ein richtiges Bett und kann nicht im Schlafsack übernachten. Ich konterte damit, dass ich es schon enttäuschend finde, dass Pepe ja der beste Freund des Gastgebers ist und nur einmal 30 wird, und dass der beste Freund ja wohl mal die Zähne zusammenbeißen kann.

Genauso präsentierte ich ihr, dass sowieso jeder damit rechnet, dass die Beiden verfrüht aufbrechen, denn sie, Bia, sei ja eh mit dem größten Opa aller Zeiten zusammen und dieser müsse ja schließlich ins Bett.

Sie meinte dann noch, was denn mit mir los sei, ich würde sie voll fertig machen hier und total anschießen.

Ich bin dann blank gezogen, an einen anderen Tisch hin.

Dort hat ein Typ der nicht ganz so blau war, wie ich mit mir, der Oberblauen, seinen größten Spaß. Ich habe mich glaube ich ziemlich leicht veräppeln lassen in meinen Zustand. Nun ja, wenn er seinen Spaß hatte. Auf jedem Fall, saßen dort auch zwei blonde Mädels.

Irgendwann ging es in Richtung dieses Typen: „Schätze mal wie alt ich bin…“

Der Typ kam leider nicht zum antworten. Ich übernahm das für ihn.

Kiara: „Also, wenn ich xy Jahre alt bin, dann bist Du auf jedem Fall mindestens 36!“

Dem blonden Mädchen fiel die Kinnlade runter. „Ich bin 25!“ kam darauf hin.

Der Typ neben mir hat sich vor Lachen von der Bank geschmissen.

Ich bekam das Gefühl mich verteidigen zu müssen, und so meinte ich zu dem Typ: „Ja, ´tschuldigung – aber weißt, ich geh da von mir aus, und sie hat eben so dolle Augenfalten, die hab ich nicht. Und daher bin ich einfach davon ausgegangen, dass sie viel älter sein muss als ich.“ Der Typ meinte nur prustend und sich schüttelnd, dass ihm das schon klar sei, wie ich darauf gekommen sei.

Pepe hat Mister zur Seite genommen, und ist mit ihm eine Runde um den Block gelaufen. Dort hat er Mister dann erklärt, dass man sich ja mit mir schämen muss, wie ich mich verhalten. Und das mein Verhalten sehr grenzwärtig wäre. Und wie Mister mit so Einer wie mir nur zusammen sein könnte.

Mister meinte auch zu mir, ich hätte zu ihm, nachdem er mit Pepe wieder zurück war, gemeint, dass ich mir die Bestätigung ob ich die Schönste des Abends sei, woanders geholt. Daran kann ich mich nicht erinnern, dass ich dies zu Mister sagte. Aber ich kann mir vorstellen, dass das Mister sehr weh getan hat. Vor allem, nachdem er mir zuvor 100mal gesagt habe, dass ich die Schönste für ihn bin.

Es tut mir wirklich sehr leid!

Ich verstehe, dass ich so überall anecke.

Und ich möchte mich bei Bia und Pepe entschuldigen. Mister hat mir deren Handynummern gegeben. Leider konnte ich die Beiden nicht erreichen. Also hab ich eine sms geschrieben, dass es mir leid tut, und ich mich gerne persönlich entschuldigen möchte, wann sie denn erreichbar wären. Ich hoffe ich darf mit Ihnen sprechen.

Ich habe Schwesterchen das erzählt, und sie hat gemeint, dass ich noch nie böse gewesen sei mit Alkohol. Sie muss es wissen, ich war mit Schwesterchen wirklich schon oft auf Tour. Ich verstehe auch nicht, warum so wenig Alkohol auf einmal so reinhaut. Ich habe sonst immer 5mal so viel weghauen und hatte am nächsten Tag nicht mal einen richtigen Kater. Ich halte mich auf jedem Fall jetzt fern von Alkohol.

Alkohol = BÖSE!

Was Mister angeht, so war das wahrscheinlich der Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte. Ich war ja zuvor auch schon fahrig zu ihm. Und er ist ein kluger Mann und weiß eben, dass er eine Freundin haben möchte, die er überall bedenkenlos mitnehmen kann, und mit der man auf Parties Spaß haben kann, anstatt Angst zu haben, dass sie unter Alkohol das Gegenteil von angeheitert als Zustand erreicht.

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