122 2011| Tamagotchi statt Kind


08:35 Uhr
Also mein Morgen verlief mal wieder wie am Schnürchen. Könnte es etwa sein, dass ich mir denn nun so etwas wie eine gewisse Kontinuität zum Positiven aneigne, was mein morgendliches Trangefunsel angeht? 🙂 Nun ja, wünschenswert wäre dies sehr. Aber es lief auch von anderer Seite her gut. Ich bin zügig zum Fährehafen gekommen, und dann führ ich als Letztes Auto auf die Fähre auf, und diese legte dann auch noch 5 Minuten früher ab als im Fahrplan vorgesehen.
Besser kann es nicht laufen: drauffahren, abfahren 🙂

So müsste es jeden Morgen sein – hach ja.
Ich habe mich auf der Fähre dann gleich beim Universum für seine Unterstützung bedankt und dass es das so toll eingefädelt hat heute morgen (ja, ja, ich weiß – es gibt nun ein Paar, die jetzt die Augen rollen, aber ich finde diesen Gedanken an eine schöne Macht, die über uns wacht und uns unterstütz sehr angenehm und beruhigend).

Und weil das mit der Fähre so gut geklappt hat, hab ich mir gleich noch bestellt: die Art.Nr. „heute mittag die liebe Sonne raus kommen soll“ , dass ich den Artikel „angenehmen Arbeitstag inklusive frühen Feierabend“ haben mag, und dass das Päckchen „Mister-Anruf vor Beginn seiner Veranstaltung“ doch auch noch geliefert werden soll.

 

10:10 Uhr
Soeben kam HP und holte Erkundigungen ein, ob ich denn schon die verzweifelten Supportmails unserer USA-Niederlassung an das Projektteam gelesen hätte. Er selbst hätte sich ja gestern um ein Uhr Nachts überlegt, ob er die 24/7-Notfall-Nr. deshalb anrufen solle. Daraufhin habe ich mir erlaubt, mal vorsichtig anzufragen, ob er denn Nachts um eins nichts Besseres zu tun hat, als geschäftliche Mails zu lesen. Ich bot ihm auch an, ihm gerne ein paar Krimis als Taschenbuch auszuleihen. Er begründete die nächtliche Neugierde nach den geschäftlichen Belangen, so dass er ja kleine Kinder habe. Und mit kleinen Kindern sei man ständig wach. Um eins, um halb vier, um sechs Uhr morgens dann endgültig.
Aha, das ist es also, ich sollte mir etwas zulegen, dass mich Nachts auf Trab hält. So hätte man in diesem Unternehmen also Durchstarten können: Etwas haben das einen so wichtig ist, dass man Schlafdefizit in Kauf nimmt, um vor lauter Verzweiflung seine Anstellung gleich auf die nächstgelegene Wichtigkeitsstufe zu stellen.

Na dann würde ich mal sagen –ich downloade mir am besten mal eine Tamagotchi-App.

Den Tamagotchi kann ich dann auch einfach sterben lassen (,sollte ich mal keine Ausrede benutzen wollen, warum ich nachts auch noch für den Betrieb verfügbar sei).
Also, ich bin gestern auf jedem Fall schon um 21:15 Uhr Richtung Bett (nachdem am Mittwoch schon wieder um 5 der Wecker geklingelt hat) und hab bis heute morgen um kurz nach 6 durchgeschlafen.

11:20 Uhr: Das Päckchen „Mister-Anruf vor Beginn seiner Veranstaltung“ wurde übrigens vom Universum nicht geliefert . Ich habe soeben beim Universum reklamiert, und gemeint, dass es sich jetzt auch nicht mehr bemühen braucht, da die Veranstaltung von ihm ja schon lange angefangen hat, und es jetzt eh nur noch ein Ersatzartikel wäre, der geliefert werden könnte. Das Universum hat gemeint, sie würden recherchieren, was denn der Hinderungsgrund war. Wahrscheinlich hätte Mister die Hinweise des Universum nicht verstanden. Denn man hätte schon versucht, ihm mitzuteilen, dass er mich anrufen soll (der Radio spielt bestimmte Lieder, auf einmal stechen ganz bestimmte Plakate ins Auge usw.). Ich würde dann Bescheid bekommen, woran es denn gelegen hätte.  Da möchte ich doch aber auch darum bitten.

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