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So… ich bin mit meinem 60-Tage-Konter-Programm gegen den Liebeskummer durch! Und mir geht es gut! Ich habe mein Leben und mich wieder gefunden!

Das Programm funktionierte für mich wie folgt:

Ich ging einen Counter durch, der die Tage zählt und mache an jedem Tag ein Bild von mir. Zudem stelle ich mir selbst jeden Tag eine Aufgabe, mit denen ich Dinge verbesserte, Dinge anpackte, die mich störten oder Dinge tat um meine Laune zu heben. Anscheind soll das mit den Bilder und den Aufgaben helfen, dass man sich selbst annimmt und sich selbst in jeder Situation, in der man abgelichtet ist sich mit einem lächelnden Auge betrachtet. Menschen, die gerne Bilder von sich ansehen, mögen sich mehr als Menschen, die Bilder von sich selbst mit Argwohn betrachten. Und gerade in so einer Situation, in der man alleine dasteht oder verlassen wurde, hat man auf einmal viel Zeit mit sich selber. Also, was tun, wenn man sich nicht einmal selbst mag, und sich nicht selbst spürt? Mit den Bildern kann man das trainieren und siehe da – ES FUNZT!
Ich habe mich betrachtet, und ich war dann letztendlich so gut zu mir, dass es aus war mit dem gehen lassen. Aus mit dem blöden „mir-geht-es-Scheiße-und-deshalb-sieht-man-mir-das-an“-Look. Und weil man Bilder von sich macht, sieht man auch wie man sich selbst gefällt in den Kleidern die man trägt. Oh man, wieviele Teile bei mir in den Altkleider-Container gewandert sind…
Zudem, wird man experimentierfreudiger. Auf einmal habe ich wieder Kleidung angezogen, die ganz hinten im Schrank verstaut war. Ich habe neue Kombinationen ausprobiert. Ich habe mich mehr mit mir beschäftigt, und war definitiv besser zu mir und lieber zu mir selbst, als hätte ich mich einfach ergeben und gewartet bis die Zeit von selbst alle Wunden heilt, und nicht aktiv daran gearbeitet mich mit mir zu beschäftigen, und mich jeden Tag ein bisschen höher zu kämpfen. Also, für das ist dieser Effekt mit den Fotos wirklich erstaunlich. Ich hatte ja zuerst meine Zweifel… doch: wie würde Spok sagen: „Faszinierend!“
Allerdings gibt es noch einen Punkt, den ich hier besser aktzeptieren muss. Ich war gut zu mir und habe mich dementsprechend auch so gestaltet, wie ich mir selbst gefalle. Habe ich mich in einem Spiegelbild selbst gesehen, in einem Schaufenster beim Vorbeischauen zum Beispiel, fand ich mich Bombe und war stolz auf mich und mein Aussehen. Das zerstört die Momentaufnahme eines Fotos oft ein bisschen. Aber auch hier gilt es dann, es anzunehmen, dass man eben ein Life-Modus-Mensch ist 😉
Einfach nur sich freuen, dass man in Life sich noch mehr gefällt und zwar so gut, dass ich sogar vor dem Schaufenster dann stehen bleibe und mich drehe, um mich selbst anzulächeln, und dass man trotz der Momentaufnahme nicht ganz seltsam ausschaut 😉

Der Counter hatte den Nebeneffekt bei mir, dass ich sah, dass die Zeit sich vorwärts bewegt, und die Welt eben nicht untergeht und schlecht ist. Irgendwann steht an dem Counter eine Zahl, von der man es gar nicht glauben kann, dass die Tage soweit vorgerückt sind, dass man es wirklich geschafft hat, ihn nicht zu kontaktieren, und dass man ganz tapfer schon so weit vorangeschritten ist. Zuerst lief alles etwas chaotisch und auch etwas gezwungen und mit viel Anstrengung verbunden ab. Aber es fällt einen dann immer leichter. Bei mir war es circa die ersten zehn Tage anstrengend.

Nebenbei habe ich Tagebuch geführt.
Auch hier haben die Psychologen recht! Tagebuch schreiben hilft. Es öffnet den Blick dafür, dass es Momente gibt in denen es gut läuft, es öffnet auch im Alltag den Blick für die kleinen Aufmunterungen im Leben. Man wird wacher. Ich werde weiter Tagebuch schreiben. Und vorallem zeigt man sich selbst, das war für mich extrem wichtig, dass man alleine auch die Tage sinnvoll und spannend und zufrieden herumkriegt. Hört sich doof an, dass so zu lesen, vorallem für mich. Aber wenn ich ehrlich bin, steckte ich echt in etwas drin, als ich noch ganz unten war, da dachte ich echt, mein Leben, meine Tage sind verdammt langweilig, alles Leben und alles Aufregende ist weg. Nein! Es ist so nicht…. Es kamen immer mehr Tage, an welchen ich brezel-zufrieden ins Bett ging und die Äuglein mit einem Lächeln schloß!
So auch letzte Woche, jeden Tag konnte ich mir sagen, was für ein schöner Tag es doch war. Jeden Tag habe ich etwas erlebt oder etwas getan, dass kein Platz dafür war, unzufrieden schlafen zu gehen. Und das Beste: Letzte Woche lief es ganz von selbst! Ich habe mich auch beim Tagebuch schreiben darauf konzentriert, eher zu schreiben, was ich tagsüber alles erlebt habe, und was so die einzelnen Punkte waren. Oder ich hatte nur kurze Einträge über ein Erlebniss, dass mich fröhlich machte, oder das mich zum Lachen brachte (der hupende Jeep, zum Beispiel). Somit habe ich die schönen Dinge festgehalten.

Jawohl, ich bin stolz auf mich. Ich gebe zu die Trennung, bis diese vollzogen war, hat sich lange rausgezögert (4 Monate). Doch hier mache ich mir keine Vorwürfe mehr. Im Gegenteil: Ich würde nie eine Beziehung von solcher Dauer und mit solchem Gefühl führen wollen, dass diese es mir nicht wert wäre, darum zu kämpfen. Und mittlerweile bin ich sogar so weit, dass ich NICHT mal mehr glaube, dass ich wirklich verloren habe, auch wenn ich ihn nicht bei mir gehalten habe.

Also, natürlich ist es hart, eine Trennung zu verarbeiten. Da darf nichts verschönigt werden. Es kann einen die Füße wegziehen. Aber man kann auch etwas tun, wieder auf die Beine zu gelangen! Es ist kein Zuckerschlecken, nein, es ist sogar eines der schlimmsten emotionalen Zustände mit denen man konfrontiert sein kann. Aber man kann den Prozess, dass es mit sich selbst gut ist, beschleunigen. Man muß sich nur trauen! Ich bin davon überzeugt, dass ich mich noch viel länger halb verrückt gemacht hätte, dass ich noch viel länger viel gute Zeit mir selbst versagt hätte, hätte ich nicht aktiv gearbeitet.
Es ist auch eine spannende Zeit.
Hierbei haben mir meine Aufgaben geholfen.
Ich habe mir zu jedem Tag Aufgaben für mich gestellt.
Aufgaben, entweder um stolz auf mich selbst zu sein, etwas Gutes für mich zu tun, oder um mich der Umwelt wieder freundlich zu öffnen.
Das war: Sport auf meine Problemzone hin bezogen (meine Arme), zum Friseur gehen oder allgemeine Wellness und Verschönerungsaktionen, Experimente (die ganze Woche offene Haare haben und keinen Pferdeschwanz – z.B.), Rituale neu entdecken für sich, neue Freunde habe ich gefunden, weil ich mich öffnete und diese Möglichkeit auch annahm. Meine Angst vor den Wochenende ist weg, ich freue mich nun schon jeden Mittwoch, dass bald das Wochenende da ist! Private Dinge (Bank, Überweisungen, Versicherungen, Haushalt) sind besser und mit mehr Freude angepackt worden – ich bekam meine Dinge wieder in Griff!
Und man wird dankbarer, eben weil man auf einmal auch andere positive Dinge entdeckt. Ich bin mittlerweile dankbar für so viele Dinge, die ich vor 60 Tage und vorher, noch nieder machte.

Also, Mädels, ich war auf dem besten Wege in die schlimmste Trennungs-depression zu verfallen, die es geben kann. Als ich eine Schreib-pause machte, im April, Mai und Juni habe ich nur für die Arbeit funktioniert. Ich war Tod ansonsten. Ich hatte einmal eine Woche Urlaub, in der ich mich Krank fühlte ohne eine Krankheit zu haben. Ich war nicht im Stande irgendetwas zu tun, ich konnte nicht einmal einkaufen! Mir hat die Kraft gefehlt! Ich konnte mich sogar nur mit der grössten Anstrengung waschen!!! Ich konnte nur das nötigste überhaupt tun. Und alles war unglaublich anstrengend. Ich war ausgelaugt und ich konnte nichts mit mir selbst anfangen und mich nicht selbst annehmen. Der Arzt nennt das „Burn-out“ und man kann das auch bekommen, durch psychischen Streß!
Es ist zu schaffen!
Es geht!
Und ich mag mich durch mein Konter-Programm nun mehr als zuvor!

Ich könnte gerade springen und juchzen und glucksen, wirklich ohne Übertreibung.
Ich habe meine High-Heels ausgepackt und mich selbst besser behandelt und es hatte Erfolg!
Kein Mensch der Welt ist es wert, dass man selbst glaubt, man könnte sein Leben nicht sinnvoll und nicht mit Freude fortführen!
Auch bei mir gab es Situation, an denen ich fast zerbrochen bin…. aber ich habe es geschafft, dass obwohl es gar nicht so lange her ist, es so weit weg erscheint, dass es mir nun eher wie die verschwommene Erinnerung an einen Traum vorkommt.
Und ich habe daraus gelernt! Ja, ich kenne mich nun besser… So, und nun geht es erst richtig los.
In eine spannende Zeit, in der ich mich selbst nun zufrieden stellen kann!

Wünsche allen einen schönen Samstag!



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