1380 Km Gesamt-strecke durch D im Zug



Wer eine Reise tut, der hat was zu erzählen! – Sagt mein Opi immer.
Tja, das mit meinem Zugverpasser, der ja dann gar keiner war fand ich natürlich super klasse. Das hat mich den ganzen Tag beschwingt.
Ich sitzte immer noch im Zug (20:59 Uhr) und werde bis heute abend dann 1380 km Strecke insgesamt (Hin- und Rückfahrt) zurückgelegt haben. Ich habe ein ganzes – ich wiederhole: EIN GANZES!!!!- Buch gelesen!!!!!! 191 Seiten!!!!
„Bettina Arndt – Am Ende der Liebe steht die Liebe – Geschichte einer nicht vollzogenen Trennung“
Das Buch ist der Hammer! Ich empfehle es jedem Menschen, der in der Liebe vom Partner durch eine Wende im Verhalten überrascht wird, und Schwierigkeiten hat sich attox zu lösen, weil eben die Liebe noch völlig unangetastet da ist bei einem Selbst, und der Partner offenbar aber auf dem Weg der Entfernung ist, oder sogar die innere Trennung schon vollzieht. Sie veranschaulicht sehr gut, die seltsamen Verhaltensweisen, welche der Liebende im Kampf um die Liebe, dann annimmt. Die Zwangsmechanismen, gegen die man sich nicht wehren kann. Die Kontroversen im Charakter des sich-Entfernenden, die Entfremdung, die verschiedensten Stufen.
Ich habe erkannt, dass ich nicht abartig reagiert habe, dass ich ganz normal bin, dass ich sogar das ganze noch ziemlich schnell über die Bühne gehen hab lassen. Oh man, bin ich froh! Ich dachte wirklich, ich wäre nahe am Überschnappen manchmal…. Oder als müßte ich mich vielleicht selbst einweisen! Nein, es passiert anderen Menschen auch so ähnlich…. Das tut gut. Und sie sagt auch ein paar mal ganz nüchtern, dass sie aus der Ferne betrachtet selbst nicht mehr weiß, warum sie bestimmte Dinge tat… Auch die Ausreden, die sie beschreibt, nur aus dem Keim der Hoffnung heraus…. Bingo – auch da habe ich große Ähnlichkeiten erkannt.
Auch in dem Charakter Ihres Mannes, der sie so behandelt. Auch die Dinge die er tut, um zu verhindern, dass die Trennung tatsächlich vollzogen werden kann, und sauber ablaufen kann, wann immer sie bereit war einen Schlus-strich zu ziehen…. Parallelen, Parrallelen, Parallelen…
Also, empfehlenswert, wenn jemand in der Liebe so gedemütigt und verletzt wird, dass sich die geliebte Person von Weiß auf Schwarz ändert, und man aus Selbstschutz heraus sich entlieben muss.

Tja, ansonsten lief der Termin gut…. Beim Umsteigen in Kassel hab ich einen Glücks-Cent auf dem Bahnsteig gefunden, und mich gebückt und ihn eingesteckt. Hab mich gefreut, wie ein Schneekönig. In Kassel hab ich meinen Chef getroffen, der bis dahin eine andere Zugroute nehmen musste (weshalb ja mein Zug-verpasser geheim bleiben kann *grins*). Hab sogar im Zug zur Enddestination total cool und gut mit ihm den Termin vorbesprochen. Mein Chef hat sogar richtig toll, meine Vorschläge aufgenommen, welche mir in vorherigen Terminen aufgefallen sind. (Gell, Chefe, Featureentwicklung und Development-Consulting genauso anzusetzten in der Vorabschätzung, wie die Lizenzkosten für das Produkt selbst, haut sogar den stärksten Kunden um….).
Dann der Termin. Wir hatten eine Punktlandung. Kunde sagte 2 Stunden für die erste Vorbesprechung an, und Schlag Minute 120 haben wir unsere Taschen zugeklappt.
Bin dann nach dem Termin noch ein Zug wieder mit meinem Chef gefahren, dann haben sich unsere Wege wieder getrennt, da er die Dienstreise nützt, um seine Eltern zu besuchen (na, na, na, das wird aber hoffentlich dann nicht mehr der Firmenbuchhaltung zur Belastung gelegt?!?“ – naja, mir egal…).

Auf jedem Fall habe ich meine Tagesaufgabe (, wenn ich nicht gelesen habe) ganz tapfer erfüllt. Ich hatte sogar einen kleinen Flirt…. Mit einem sehr schönen Mann im Bordbistro. Hab mir sogar überlegt, ob ich ihm meine Visitenkarte geben sollte, aber da er immer zwischen Erfurt und Mannheim pendelt…. Und auch in einer dieser Städte arbeitet, macht das keinen Sinn. Also, freue ich mich an der schönen Unterhaltung… 😉
So, und jetzt hab ich mir ausnahmsweise ein GROßES Pils im Bordbistro gegönnt. He He He…. Und jetzt gerade habe ich dem männlichen Mensch an dem mir gegenüberliegenden Tisch zugeprostet, na klar mit einem ganz herzlichen Lächeln, wie es meiner Tageaufgabe gebührt. Und er hat zurückgeprostet und zurückgelächelt. Ach, es ist schön, wenn man Menschen zum Lächeln bringt.
Ich fühl mich durch die Müdigkeit, da ich ja nun seit 17 Stunden wach bin, davon schon seit 15,5 h unterwegs und auf Termin, sowieso als hätte ich mir was-weiß-ich-was eingeworfen…
Auf jedem Fall geht es mir gut gerade… 😛

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